Scope Online - Industriemagazin für Produktion und Technik
Sie befinden sich hier:
Home> Märkte + Unternehmen> Interviews> „Alles kleine Schritte“

Berufskleiderservice„Alles kleine Schritte“

Anfang 2007 schlossen sich sechs mittelständische Mietwäschereien unter der Dachmarke diemietwaesche.de zusammen. SCOPE-Redakteur Michael Stöcker wollte von Geschäftsführer Günter Neipp wissen, was der Verbund rund um das Thema Schutzkleidung zu bieten hat.
sep
sep
sep
sep
Berufskleiderservice: „Alles kleine Schritte“

SCOPE: Eine fehlerfreie Schutzkleidung gehört in vielen Branchen zur persönlichen Schutzausrüstung. Dennoch fehlt es in der Praxis oft an der nötigen Sorgfalt. Wie lässt sich die PSA-Akzeptanz bei den Mitarbeitern verbessern?

Neipp: Grundsätzlich gilt, dass Arbeitsunfälle oder Erkrankungen zu Störungen im Betriebsprozess führen und den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beeinträchtigen. Eine persönliche Schutzausrüstung kann dazu beitragen, diese Risiken zu verringern. In Bezug auf PSA muss in den Unternehmen sicherlich noch mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden. Die Mitarbeiter müssen hinsichtlich der Risiken und Gefahren, die an den Arbeitsplätzen existieren, eingehend informiert werden. Auf der anderen Seite muss aber auch der Mitarbeiter erkennen, dass es um seine persönliche Gesundheit geht und dass er hierfür die Verantwortung zu tragen hat.

Anzeige

SCOPE: Welche Instrumente können Arbeitgeber und Vorgesetzte einsetzen?

Neipp: Zunächst ist der Arbeitgeber verpflichtet, für jeden Arbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Hier werden alle möglichen Gefährdungen und Belastungen erfasst, die am Arbeitsplatz entstehen können. Daraus werden entsprechende Maßnahmen festgelegt, umgesetzt und auch deren Einhaltung kontrolliert. Wir haben eine Checkliste für PSA erstellt, anhand derer wir unsere Kunden fachmännisch beraten, damit sie sich hier auf der sicheren Seite befinden.

SCOPE: Wo beginnt, wo endet die persönliche Haftung des Arbeitgebers?

Neipp: Im Arbeitsschutzgesetz ist klar geregelt, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist, die erforderlichen Maßnahmen zum Arbeitsschutz überall dort zu treffen, wo die Sicherheit und Gesundheit seiner Beschäftigten beeinflusst ist. Er hat zu prüfen, dass die eingeleitete Maßnahme auch wirksam ist, muss die entsprechenden Mittel zur Verfügung stellen und die Kosten dafür übernehmen. Das Sicherstellen der dauerhaften Wirksamkeit ist bei der Schutzkleidung ein wichtiges Thema und vom Arbeitgeber kaum nachvollziehbar. Daher sollte er sich einen zuverlässigen Partner suchen, der die zugesagten Schutzeigenschaften auch dauerhaft gewährleisten kann.

SCOPE: Wie lässt sich das Thema PSA in kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) einbinden?

Neipp: Durch den Einsatz der richtigen PSA können sicher Arbeitsunfälle oder Erkrankungen vermieden oder reduziert werden. Das spart dem Unternehmen Kosten und Zeit. Das ordentliche Tragen von PSA fördert auch den ordentlichen Umgang mit Maschinen und Anlagen, genauso wie mit erzeugten oder bearbeiteten Produkten. In der Summe sind dies alles kleine Schritte zur Optimierung der Prozesse im Unternehmen – und letztendlich zur Reduzierung von Kosten.

SCOPE: Welchen Beitrag kann ein Textildienstleister zum Thema PSA leisten?

Neipp: Er ist der Fachmann in Bezug auf die Schutzkleidung. Er weiß, welche Gewebe eingesetzt werden müssen, um vor entsprechenden Gefahren zu schützen. Der Textildienstleister entwickelt Prozesse zur Aufbereitung und Pflege der Kleidung, damit die zugesicherten Schutzeigenschaften dauerhaft sichergestellt sind. Dienstleister wie diemietwaesche.de haben Verkaufsberater, die die Kompetenz haben, um die Unternehmen bei der Auswahl des Schutzkleidungs-Konzeptes fachlich richtig zu beraten. Aus diesem Grund haben wir unsere Verkaufsberater eine Prüfung bei der Dekra zum „zertifizierten Fachberater für persönliche Schutzausrüstung“ absolvieren lassen. Wir sind das erste und einzige Unternehmen, das diese Zertifizierung durchführen lässt.

Anzeige
Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

Schweißer mit Schutzkleidung von CWS-boco

Leasing BerufskleidungFunkenregen widerstehen

Schweißen und Schleifen von Stahl gehört hier zur Tagesordnung. Arbeiten bei hohen Temperaturen, fliegenden Funken, hellen Lichtbögen und heißen Schweißperlen kann schwere Brandverletzungen verursachen.

…mehr
Deliflame FR im Cordura-Gewebe von Delcotex

SchutzkleidungSchwer zu entflammen

Berufsbekleidung muss viele Eigenschaften vereinen, denn die Ansprüche von Berufsgenossenschaften, Gesetzgebern oder auch Arbeitgebern steigen stetig. Bewährt hat sich Cordura-Gewebe, welches seit Jahren in vielen Bereichen Einsatz findet. Laut Dirk Lange, Chemotechniker beim Hersteller Delcotex, mangelte es bislang jedoch an der flammhemmenden Wirkung.

…mehr
Arbeitsschutzkeidung: Körpernahe Sofortwirkung

ArbeitsschutzkeidungKörpernahe Sofortwirkung

In vielen Industrieberufen gehört eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) zur Grundausstattung der Mitarbeiter. In besonders riskanten Arbeitsbereichen erfüllt sie geradezu die Funktion einer sofort und körpernah wirksamen Lebensversicherung.

…mehr
Schutzbekleidung: Noch mehr Hitzeschutz

SchutzbekleidungNoch mehr Hitzeschutz

Das Unternehmen Hugo Josten zählt hierzulande zu den führenden Herstellern von Berufs- und Schutzbekleidung und hat zur diesjährigen A+A sein Programm erweitert. Es bietet nun auch Multifunktions-Schutzbekleidung aus Protex-Baumwolle nach EN ISO 11612, 14116, 61482, 11611, 1149-3 und 13034.

…mehr
Schutzkleidung: Jetzt auch in Königsblau

SchutzkleidungJetzt auch in Königsblau

Die PSA-Kollektion BP Multi Protect von Bierbaum-Proenen bietet Körperschutz gegen viele Risiken. Auf Wunsch zahlreicher Kunden in Industrie und Handwerk wurde die Kollektion um die Farbstellung Königsblau/Schwarz ergänzt (vorher gab es nur Grau/Schwarz).

…mehr