Schadstoffabsaugung

Staubtreiber

Seitdem Bayer MaterialScience 2015 in Covestro umfirmiert wurde, agiert das Leverkusener Polymer-Unternehmen eigenständig im Bereich der Forschung und Produktion von Hightech-Werkstoffen, wie Lacken, Klebe- und Dichtstoffsystemen, Polycarbonaten sowie Polyurethanen. Eine große Verantwortung, vor allem in Sachen Mitarbeiterschutz, dessen sich die Planer bei der Neugestaltung des Forschungsbereichs bewusst waren.

Eine große Verantwortung, vor allem in Sachen Mitarbeiterschutz, dessen sich die Planer bei der Neugestaltung des Forschungsbereichs bewusst waren.

Bei der Handhabung von chemischen Rohstoffen in pulver- oder staubförmigem Zustand gelten erhöhte Sicherheitsanforderungen an die Gestaltung der Arbeitsplätze zum Schutz der Mitarbeiter. Der Kontakt mit der Haut oder auch das Einatmen der Materialemissionen kann für die Mitarbeiter gesundheitsgefährdend sein. Dementsprechend legte Covestro bei der Neugestaltung des Forschungsbereichs, in dem Mitarbeiter mit Pulvermischungen arbeiten, größten Wert auf den Schutz der Mitarbeiter. Die besondere Herausforderung: Neben dem optimalen Mitarbeiterschutz sollen die vorgesehenen Arbeitsschritte Verwiegen, Sieben und Mischen möglichst effizient und ergonomisch durchgeführt werden können. Dies sollte in drei Arbeitsbereichen geschehen, die Covestro gemeinsam mit den Projektingenieuren von Denios definiert hatte. Nicht zuletzt weil Denios alle Anforderungen an die Arbeitsplätze erfüllen konnte, entschied man sich bei der Umsetzung des Projektes für den Marktführer aus Bad Oeynhausen.

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Die Denios-Lösung besteht aus einem Verwiegebereich, einem Siebbereich und einer begehbaren Einhausung zur Unterbringung eines Intensivmischers. Im Verwiegebereich werden Chemikalien von teils größeren Gebinden in kleinere Einheiten umgefüllt und Kleinstmengen verwogen. Ein Denios-Arbeitstisch sorgt hierbei für die effiziente Erfassung und Absaugung entstehender Emissionen.

Die Einbringung der zu verarbeitenden Stoffe in den Arbeitstisch erfolgt über einen seitlichen Vertikalschieber. Ein mobiles, elektronisches Hubgerät unterstützt den Anwender beim Handling und der Einbringung größerer Gebinde.

Ejektortechnik gegen Zugluft

Auch im Siebbereich, in dem eine Vibrationssiebmaschine eingesetzt wird, kommt ein Arbeitstisch von Denios zum Einsatz. Dieser Arbeitstisch ist hier allerdings ohne Arbeitsfläche und mit einer Doppel-Schwenktür ausgestattet. Die verwogenen Stoffe werden in diesem Bereich gesiebt. Der Arbeitstisch erfasst auch die bei diesem Arbeitsschritt aufkommenden Emissionen durch Ejektortechnik und saugt diese in der Rückwand ab.

Die beiden Arbeitstische des Typs Premium sind gemäß Teil 3 der EN 14175 ausgelegt. Dieser Abschnitt der europäischen Norm EN 14175 regelt die Festlegung von Baumusterprüfverfahren zur Bewertung der Sicherheit und des Leistungsvermögens der Luftströmung und dem Rückhaltevermögen von Abzügen.

Durch spezielle Düsen an der vorderen Kante der Arbeitsfläche und im Deckenbereich werden Luft-Leitstrahle, sogenannte Ejektoren, gezielt auf die Absaugleiste in der Rückwand geleitet. Die so entstehenden Luftströmungen treiben Dämpfe und Stäube in Richtung der Rückwand, wo sie gezielt und sicher abgesaugt werden. So werden sämtliche Emissionen mit einem minimierten Luftbedarf sicher entfernt. Die Ejektortechnik ist prädestiniert für Prozesse, die eine zugluftfreie Umgebung erfordern.

Der Intensivmischer steht in einem Freiarbeitsplatz mit Flügeltüren, die nicht nur den Mitarbeiterschutz erhöhen, sondern auch den Geräuschpegel des Mischers reduzieren.

Der für den letzten Arbeitsschritt benötigte Intensivmischer ist in einem Denios-Freiarbeitsplatz mit Flügeltüren untergebracht. Die vorher gesiebten Materialien werden hier gemischt. Bei diesem Vorgang können Stäube entstehen und in der Umgebung aufwirbeln. Die Kabine dient, analog zu den im Verwiege- und Siebbereich eingesetzten Arbeitstischen, der sicheren Absaugung dieser Emissionen. Die Türen im vorderen Bereich erhöhen nicht nur den Mitarbeiterschutz, sondern reduzieren gleichzeitig den Geräuschpegel des Mischers.

Sowohl die Arbeitstische als auch der Freiarbeitsplatz sind an das kundenseitige Abluftsystem angebunden und können aufgrund spezieller Steuerungen separat betrieben werden. Um den hohen Qualitätsanforderungen im Forschungsbereich der Covestro gerecht zu werden, sind alle drei Systeme komplett aus Edelstahl gefertigt.

Covestro profitierte mehrfach von Denios' langjähriger Projekterfahrung im Bereich Lufttechnik und Schadstofferfassung. Der gesamte Arbeitsablauf im neu gestalteten Forschungsbereich wird nahtlos abgesichert und liefert zusätzliche Mehrwerte für Anwender und Betreiber. Neben der eigentlichen Umsetzung dieses Projekts übernahmen die Projektingenieure von Denios auch die Koordination mit anderen Dienstleistern, um das Projekt als fertige All-in-one-Lösung übergeben zu können. Neben dem Sicherheitsaspekt für die eigenen Mitarbeiter entstand so eine optimale Lösung, um die verschiedenen Arbeitsschritte effizient und ergonomisch durchführen zu können. Für Covestro realisierte Denios zudem eine Standby-Funktion, die das Einsparen von Energie zusätzlich unterstützt. Trotz effektiver Schadstofferfassung entsteht keine Zugluft, die für den Anwender unangenehm werden könnte oder Materialien verwirbelt – ein wichtiger Sicherheitsaspekt beim täglichen Umgang mit Pulvern und Stäuben. cs

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