Anwenderbericht

Trotz Krise investiert

Mitten im Krisenjahr 2009 beauftragte Eiffel Deutschland Stahltechnologie die Erneuerung der kompletten Hallen- und Bürobeheizung am Standort Hannover. Ein Investitionsvolumen von 600.000 Euro. Zum ersten Mal in diesem Umfang wurde H.Y.B.R.I.D. installiert. Nach der ersten Heizperiode hatte sich der Cashflow um 200.000 Euro verbessert.
Die 84 Geräte der Hochleistungsinfrarotheizung Optima 38 mit einer Gesamtleistung von 3.192 kW sorgen bei Eiffel für angenehm gleichmäßige 14 °C. Staub- und zugfrei erwärmen die Infrarotheizungen die riesigen Produktionshallen.

Die Eiffel Deutschland Stahltechnologie ist Hersteller von Bauteilen aus Stahl für Brückenkonstruktionen, Hochbauprojekte, Kraftwerks-gebäude, für Wasserbau oder Fördertechnik. In den gigantischen Stahlelementen steckt eine Präzision, die das traditionsreiche Unter-nehmen weltweit zu einem der wenigen Kompetenzträger im Stahl-bau gemacht hat. Gebäude wie das Centre Pompidou (Paris), das Olympiastadion (München) sowie das WM-Stadion in Durban sprechen für das internationale Renommee. Am Standort Hannover erstrecken sich Fertigungshallen und Bürogebäude über eine riesige Fläche von rund 53.000 m². Die teilweise schon 100 Jahre alten Hal-len sowie die beiden Hauptgebäude wurden bislang über konventionelle Warmluftheizungen beheizt. Als die Entscheidung für die Heizungsmodernisierung fiel, waren insgesamt 17 einzeln zu steuernde Warmlufterhitzer in Betrieb, um 7 Hallen mit einer Gesamtfläche von 17.292 m², 460 m² Lehrwerkstatt plus Instandhaltung sowie 2.860 m² Bürofläche zu beheizen.

Die Aufgabe: Weniger Kosten - mehr Komfort

"Mit unserer alten Heizung haben wir jährlich fast den Wert von zwei sehr gut ausgestatteten Einfamilienhäusern verbrannt", beschreibt der Leiter der Instandhaltung, Antonio De Lazzari, die Ausgangslage. Rund 400.000 Euro Heizkosten fielen bei Eiffel für die Beheizung an - pro Jahr. Die enorme Summe war daher die Hauptmotivation, sich nach einem neuen Heizungssystem umzusehen. Gleichzeitig wollte man ein zweites Problem in den Griff bekommen: Die alten Warmluftheizungen mussten jeweils einzeln geregelt werden - bei den Ausdehnungen des Firmengeländes ein geradezu sportliches Unterfangen. Intuitiv und vor allem komfortabel zentral bedienbar sollte die Steuerung für das neue Heizsystem sein. Neben der Hallenbeheizung tat sich aber noch eine weitere Baustelle auf. "Wir wussten, dass auch die Büroheizungen irgendwann fällig sein würden. Aber für uns waren Hallen- und Büroheizung zunächst zwei unterschiedliche Baustellen", erinnert sich Antonio De Lazzari. Dies änderte sich 2009 grundsätzlich mit der Produkteinführung des Kübler Hybridsystems H.Y.B.R.I.D. Die zusätzlichen Einsparungen sowie die Aussicht, zwei Sanierungsprojekte in einem Schritt zu bewältigen, machten die gleichzeitige Modernisierung der Büroheizungen interessant. Als das Projekt im Juli 2009 unterzeichnet wurde, beinhaltete der Auftragsumfang mit Bürogebäuden sowie Lehrwerkstatt und Instandhaltung zusätzlich 3.320 m² zu beheizende Fläche durch die Nutzung von Restwärme.

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Innovative Hybridlösung für maximierte Energieausnutzung

Das Wärmekonzept H.Y.B.R.I.D. vereint die drei Komponenten Infra-rotheizung, Steuerung und Restwärmenutzung zu einem hoch effi-zienten Gesamtsystem. In den Hallen wurde die Infrarotheizungsserie Optima installiert. Die Auslegung garantiert in den Kälteperioden eine sehr angenehme, gleichmäßige staub- und zugfreie Wärmever-teilung - unabhängig von den Außentemperaturen. Die Hochleistungsserie Optima steht mit kurzen Aufheizzeiten und wirkungsgradoptimiertem Design für die leistungsfähigsten und gleichzeitig effizientesten Infrarotheizungen von Kübler. Um die heißen Abgase der Infrarotheizungen in nutzbare Energie umzuwandeln, wurde die innovative Restwärmenutzung O.P.U.S.X mit den bestehenden Pumpe-Warmwasser-Heizungsnetzen verbunden. Die Warmwasserversorgung von Lehrwerkstatt und beider für den Bereich Instandhaltung genutzten Gebäude erfolgt während der Wintermonate jetzt fast vollständig durch die Restwärmenutzung aus dem Abgasstrom der Infrarotheizungen - und dies nahezu ohne zusätzliche Verbrauchskosten. Gesteuert werden Heizung und Restwärmenutzung durch die Digitalsteuerung R.O.S.S.Y. Die neueste Generation des Ressourcen optimierenden Steuerungssystems regelt das gesamte Heizungssystem bei Eiffel. Entsprechend der unterschiedlichen Nutzungsprofile von Fräserei, Zuschnitt, Zusammenbau und Schweißen wurden 18 Heizzonen definiert, die sich jeweils einzeln ansteuern und in puncto Ein- und Ausschaltzeiten sowie Temperaturverlauf optimal steuern lassen. "Dass ich das gesamte Heizungssystem jetzt von jedem beliebigen PC-Monitor aus bedienen kann, ist ein echter Gewinn", berichtet An-tonio De Lazzari. Dieser Bedienkomfort spart nicht nur Zeit, sondern bringt auch einen Effizienzgewinn von bis zu 20 % des Primärenergieeinsatzes.

Das Ergebnis: 50 % Kosteneinsparung - 100 % Zufriedenheit

Nur knapp drei Monate nach Auftragseingang wurde Mitte Oktober das komplette Hybridsystem pünktlich zum Start der Heizperiode 2009/2010 übergeben. "Die Montage fand überwiegend bei laufenden Betrieb statt, um keine Produktionsausfälle bei Eiffel zu verursachen", schildert Kübler-Projektleiter Florian Kühle den Ablauf der Installation. "Wobei gerade die kooperative Arbeitsweise bei Eiffel ein wichtiger Baustein bei der Bewältigung dieses Großprojektes war", so Kühle weiter. Zufrieden mit den Montagearbeiten zeigte man sich auch bei Eiffel: "Das Projekt lief geradezu reibungslos - kaum zu glauben bei dieser Komplexität", so Antonio De Lazzari. "Wir hatten ein super Team auf der Baustelle. Die Kommunikation klappte einwandfrei, es war immer jemand vor Ort, der unbürokratisch und schnell für eine Lösung sorgen konnte, wenn es nötig wurde". Für Begeisterung sorgten auch die ersten Ergebnisse, die sich nach der ersten Heizperiode abzeichneten. Sie überstiegen bei weitem die Erwartungen. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Gasverbrauch der Heizungen um 50 Prozent auf 367.339 m³ - eine Einsparung von rund 200.000 Euro. Bereinigt man die Vergleichszahlen noch um die unterschiedlichen Witterungsverhältnisse im Winter 2008 im Vergleich zum langen und kalten Winter 2009, dürfte die tatsächliche Einsparung sogar noch höher liegen. Im selben Maße haben sich dadurch auch die CO2-Emmisionen verringert. "Wir erfüllen damit ganz bequem die neuen gesetzlichen Anforderungen. Und wir sind stolz darauf, dass unser Unternehmen einen so großen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann", erklärt Antonio De Lazzari und zieht sein Fazit: "Für uns ist H.Y.B.R.I.D. nicht nur die effizienteste Lösung von Kübler, sondern das beste Konzept, das wir kennengelernt haben." lg

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