Brandschutz

Tec-Joint bietet Folie gegen Brände

Trotz vieler Sicherheitsmaßnahmen gibt es in Deutschland rund 400 Brandtote und zehnmal so viel Verletzte im Jahr. Weniger Menschen müssten bei Hausbränden sterben, wenn z.B. Holz-Treppen besser geschützt und länger begehbar wären. Technisch ist das heute kein Problem mehr.

Das Schweizer Unternehmen Tec-Joint etwa bietet eine Kunststofffolie unter der Marke Fire Stop. Das Material basiert auf einem Polyolefin, ist REACH konform und PAK frei. Seine Rauchgase enthalten keine Chlor-Brom- oder schwermetallische Verbindungen. Bei Flammkontakt kommt es lediglich zur Freisetzung von CO2 und Wasserdampf.

Nach den bisherigen Prüfungen erfüllt das Material folgende Normen: DIN 4102-1 / Klasse B1; UL94 / Klasse HF-1 und V-0; DIN 5510-2 / Klasse S4-SR2-ST2-FED ≤ 1; NF P 92-501 / Klasse M1; NF X 70 -100 / Klasse F1; DIN 13501-1 / Klasse B-s1, d0.

Fire Stop kann sowohl als reine Folie ab 0,3 mm als auch in Kombination mit zahlreichen Trägermaterialien produziert werden. Durch die Multi-Layer-Kombination lassen sich individuelle Problemlösungen erarbeiten.

Die Einsatzmöglichkeiten des Materials gehen jedoch weit über den Baubereich hinaus. In der Elektromotorenentwicklung, z.B. für Motorsegler, geht es darum, die Flieger vor möglichen Bränden der Antriebe zu schützen, bzw. einen Schutz so lange zu gewährleisten, dass eine sichere Landung möglich ist. Auch in diesem Fall steht FireStop in der engsten Wahl, zumal das Material eine sehr gute Schalldämmwirkung hat.

Eine andere wachsende Brandgefahr sind sich selbstentzündende Latium-Batterien. Luftfahrtgesellschaften überlegen deshalb derzeit, den Transport von Batterien (z.B. von Bikes) im Laderaum zu verbieten, da die Brandgefahr als hoch eingeschätzt wird. Auch hier kann Fire Stop helfen, indem Safety-Boxes mit dem Material ausgerüstet werden.

Fire Stop bietet darüber hinaus Feuerschutz für Schiffswände und -türen, Schutz vor Bränden von Styropor zur Wärmeisolierung von Hauswänden, kurzum überall dort, wo Gefahr besteht, dass Flammen direkt auftreten.

Um ein möglichst breites Anwendungsspektrum zu ermöglichen, hat Tec-Joint die Produktionslizenz vom Erfinder erworben. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Klebstoffspezialisten merz+benteli wurde eine Grundsatzuntersuchung durchgeführt, mit welchem Klebstoff und eventuell welcher Vorbehandlung sich das Material mit welchen Werkstoffen verbinden lässt.  Dabei wurden mehr als 25 Verbindungen u.a. mit Stein, Beton, Mauerwerk, Metallen aller Art, Holz, Karton, aber auch Glas, Thermoplasten und Elastomeren untersucht. Damit wurde die Grundlage geschaffen, dass FireStop in unzähligen Einsatzbereichen zum Schutz des Lebens eingesetzt werden kann.

Die Tec-Joint AG in Altdorf/Schweiz ist ein Tochterunternehmen des international aktiven Schoop Konzerns und auf die Produktion und Weiterverarbeitung von Folien und Multilayern nach Kundenspezifikationen spezialisiert. kf

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