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SchadstoffabsaugungStaubtreiber

Eine große Verantwortung, vor allem in Sachen Mitarbeiterschutz, dessen sich die Planer bei der Neugestaltung des Forschungsbereichs bewusst waren.

Seitdem Bayer MaterialScience 2015 in Covestro umfirmiert wurde, agiert das Leverkusener Polymer-Unternehmen eigenständig im Bereich der Forschung und Produktion von Hightech-Werkstoffen, wie Lacken, Klebe- und Dichtstoffsystemen, Polycarbonaten sowie Polyurethanen.

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System- und FertigbauAcht Wochen bis zum Einzug

Industrie- und Gewerbebauten mit individuellem Charakter zu realisieren, hat sich das Unternehmen Mainzer & Sohn zum Ziel gesetzt. Seit über drei Jahrzehnten errichtet es funktionelle Büro- und Verwaltungsgebäude für den Mittelstand. Dabei reicht sein Leistungsspektrum von der Beratung über die Planung bis hin zur schlüsselfertigen Montage. SCOPE-Redakteur Michael Stöcker stellt das Familienunternehmen vor.

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System- und Fertigbau: Acht Wochen  bis zum Einzug

Mitten im Bergischen Land, so ungefährt zwischen Wuppertal und Bergisch Gladbach, ist das Familienunternehmen Mainzer & Sohn am Werk. Über einen Zeitraum von nunmehr über 30 Jahren errichtet es sogenannte Systembauten, deren Architektur zum hohen Grad auf der Verwendung vorgefertigter Elemente beruht. Das ist grundsätzlich eine relativ wirtschaftliche Bauweise, die sich meist sehr gut zur schnellen Realisierung moderner Büro- und Verwaltungsgebäude eignet.

Die Systembauweise setzt allerdings beim Bauunternehmen ein recht hohes Maß an Fertigungstiefe voraus. So wundert es nicht, dass auf dem über 20.000 Quadratmeter großen Firmengelände von Mainzer & Sohn eine stattliche Produktionshalle steht, in der Facharbeiter aus ganz verschiedenen handwerklichen Berufen zugange sind. Sie fertigen jene Einzelteile, die später zu vollständigen Gebäuden zusammengesetzt werden. Während im Stahlbau die Böden und Dachrahmen zusammengeschweißt werden, erfolgt in der Lackierkabine die korrosionsschützende Oberflächenbeschichtung der Stahlteile und in der Schreinerei entstehen viele Teile für den Innenausbau – sogar Einbauküchen. Der Vorfertigungsgrad liegt bei sage und schreibe 90 Prozent! Einige der zur Produktion der Systembauten benötigten Teile bezieht das Unternehmen vorgefertigt von Zulieferern aus der näheren Umgebung. Dabei spielt die Qualität der Baustoffe stets eine große Rolle – Mainzer & Sohn ist der Bundes-Gütegemeinschaft angeschlossen und wird zweimal jährlich von einem Sachverständigen geprüft. Großen Wert legt man darauf, dass die Produkte frei von Schadstoffen sind. Lieber investiere man mehr in die Holzqualität, als das Holz mit der chemischen Keule zu bearbeiten, heißt es aus dem Unternehmen.

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Vorfertigungsgrad liegt bei fast 90 Prozent

Das Konstruktionsprinzip der Raummodule des Kürtener Unternehmens beruht auf der Großtafel-Bauweise. Dabei werden – ähnlich wie bei verschiedenen Fertighaussystemen –die benötigten Großtafel-Wandelemente im Werk vorgefertigt. Anstatt diese jedoch auf der Baustelle vor Ort mit großem Aufwand auf einer Bodenplatte zu montieren, werden sie bereits im Werk auf Stahlrahmen-Konstruktionen montiert. Diese Rahmenkonstruktion bietet zugleich die Möglichkeit, eine Isolierung mit entsprechendem Bodenaufbau einzubringen. In der Großtafel-Bauweise fertigt das Familienunternehmen einzelne Module mit Maximalmaßen von bis zu 14 Metern Länge, bis zu 6 Metern Breite und etwa 3,85 Metern Außenhöhe. Damit ist nahezu jede Gebäudeform machbar; größere Architekturen werden in einzelne Bausteine aufgeteilt und vor Ort zu einem Ganzen endmontiert. Die Palette der auf diese Weise errichteten Gewerbegebäude reicht vom kleinen Einzelbüro bis hin zu großen zwei- oder dreigeschossigen Bauten mit Treppenhäusern.

Die Art der Fassadengestaltung, der Innenausbau, die Form des Daches oder der Grundriss des kompletten Gebäudes können vom Kunden grundsätzlich recht frei gewählt werden. Die Fassaden und Dächer der Raummodule lassen sich vielgestaltig ausführen. Der Kunde kann sich entscheiden zwischen Flach-, Sattel- oder Pultdach und einem modernen, farbigen Außenputz, einer schicken Aluminiumfassade oder einer traditionellen Klinkerfassade.

Auch die Innenausstattung erhält der Kunde nach Wunsch: Bodenbelag, Raumaufteilung, Sanitäreinrichtungen, Elektroinstallationen nach VDE, Heiz- und Klimatechnik sowie Wasser- und Abwasserversorgung oder auch spezielle Einbauten – es lassen sich nach Auskunft von Mainzer & Sohn individuelle Lösungen verwirklichen, die jedem Gebäude einen eigenen Charakter verleihen.

Schnell und kostengünstig

Ein in der Systembauweise errichtetes Gebäude kann etwa sechs bis acht Wochen nach der Auftragserteilung bezogen werden. Die Quadratmeterpreise liegen zwischen 500 Euro und 1.000 Euro. Zur reinen Produktionszeit müssen lediglich noch einige Tage für die Montagearbeit hinzu gerechnet werden. Da Mainzer & Sohn eine Festpreis-Garantie gibt, ist man als Investor stets auf der sicheren Seite. Unterm Strich ist die Systembauweise also ein überaus wirtschaftlicher Weg zum neuen Firmengebäude. Und eine kostengünstige Alternative zu einem Massivbau ist die Methode ohnehin.

Zwar finden sich in der Liste der bislang von Mainzer & Sohn errichteten Bauwerke auch Kindergärten, Hotel- und Schulgebäude sowie Banken und Postämter. Das Hauptstandbein des Unternehmens ist jedoch ganz klar die Fertigung von Büro- und Verwaltungsgebäuden.

Ein Spezialgebiet von Mainzer & Sohn ist zudem der medizinisch-technische Bereich, womit beispielsweise Klinikanbauten und Gebäude für die Unterbringung medizinischer Großgeräte gemeint sind. Das sind meist Projekte, die ganz spezielle Anforderungen an die Beschaffenheit der verwendeten Raummodule oder -zellen stellen. Sollen beispielsweise Röntgengeräte sicher untergebracht werden, müssen Bleischutzplatten in die Wände eingebaut werden. Auch in diesen Fällen liefert das Kürtener Unternehmen alles aus einer Hand.

Von Klinik bis Fußballstadion

Und ein ebenso so hübsches wie populäres Beispiel für die zum Teil recht spezialisierten Fertiggebäude aus dem Bergischen Land sind die Medienkabinen an der Südtribüne des Fußballstadions auf dem Betzenberg in Kaiserslautern. Die acht Raumzellen, die dort zu einem insgesamt 60 Meter langen Gebäude zusammengesetzt wurden, enthalten unter anderem besondere Akustikwände und Spezialverglasungen.
Michael Stöcker (stoecker@hoppenstedt.de)

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