Tiefenfilter

Willy sorgt für weniger Müll

Die Funktion eines Hydraulik- und Schmierölfilters besteht darin, das eingesetzte Hydraulikfluid zu reinigen. Hauptziel ist neben dem System- und Komponentenschutz eine Senkung der Betriebskosten. Da aber auch die Entsorgung der gebrauchten Filterelemente mit hohen Kosten verbunden ist, fragen Unternehmen immer häufiger besonders umweltfreundliche Filtrationslösungen nach.

Hydrauliksysteme und deren Komponenten können nur durch den Einsatz von modernen und nach aktuellen Einsatzbedingungen ausgelegten Filtern erfolgreich geschützt werden.

Willy Wachsam fährt mit seinem Greifstapler in die Werkstatt. Der Check der Rücklauf-, Druck- und Belüftungsfilter ist fällig. Die drei Elemente zusammen wiegen über fünf Kilogramm und müssen normalerweise zweimal pro Jahr gewechselt werden. Ganz schön viel Müll, denkt sich Willy Wachsam, denn außer seinem Stapler gehören noch 499 andere zur Flotte seines Arbeitgebers. „Da muss sich doch was machen lassen“, denkt Willy und spricht mit seinem Vorgesetzten und rennt dort offene Türen ein.

Alle Leif und Iprotect Filterelemente sind metallfrei und somit zu 100 Prozent veraschbar; sie entsprechen der Umweltmanagementnorm nach DIN/ISO 14001.

In der Industrie werden von Hydraulik- und Schmiersystemen vor allem Zuverlässigkeit, eine hohe Lebensdauer der Systemkomponenten und ein geringer Energieverbrauch gefordert. Vor dem Hintergrund, dass mehr als 80 Prozent der System- und Komponentenausfälle, abhängig von den jeweiligen Einsatz- und Umgebungsbedingungen, auf Verschmutzung zurückzuführen sind, kommt den dort eingesetzten Filtrationslösungen eine große Bedeutung zu.

Jedes neue Hydrauliksystem wird mit einer Grundverschmutzung in Betrieb genommen. Grund hierfür ist, dass Hersteller zwar die Systeme reinigen, doch ein vollständiger Ausschluss von Partikeln nicht möglich ist. Beispiele für mögliche Verschmutzungen sind Schweißschlacke, Gummipartikel von Schläuchen, Sand von Gussformen, Fasern von Putzlappen sowie Metallabrieb von spanabhebend gefertigten Teilen. Darüber hinaus werden im laufenden Betrieb noch weitere Verschmutzungen verursacht – unter anderem durch die Beatmung des Tanks, Komponentenermüdung, Schmutzeintrag von außerhalb des Systems oder durch die Befüllung mit neuen, nicht den Reinheitsanforderungen nach DIN/ISO4406 entsprechenden Ölen. Und diese Verschmutzungen erzeugen wiederum – durch systeminternen Abrieb – permanent neue Schmutzpartikel. Folglich können Hydrauliksysteme und deren Komponenten nur durch den Einsatz von modernen und nach aktuellen Einsatzbedingungen ausgelegten Filtern erfolgreich geschützt werden.

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Leif wird wiederverwendet

Jedes Filterelement ist für einen bestimmten Nenndurchfluss vorgesehen. Der zulässige Durchfluss hängt vom Fluid, der Viskosität, der Filterfeinheit und dem Druckverlust ab. Neben der Filtrationsqualität ist die Standzeit des Elements entscheidend. Kamen in den ersten Hydraulikanlagen noch Drahtgewebefilter mit Abscheideraten jenseits der 200 µm zum Einsatz, fordern aktuelle Hydrauliksysteme Tiefenfilter mit Abscheideraten zwischen 2 und 20 µm (je nach Reinheitsanforderung der zu schützenden Komponenten). Für derartige Anwendungen werden normalerweise Glasfaserelemente verwendet. Vorteil der Glasfaserelemente ist eine wesentlich höhere Schmutzaufnahmekapazität, ein besseres Differenzdruckverhalten und eine Filtrationseffizienz bis zu 99,9 Prozent (Beta 1000). Allerdings sind Glasfaserfilter im Vergleich zu Elementen aus Drahtgewebe nicht auswaschbar und somit nicht wiederverwendbar – bei gebrauchten Filterelementen handelt es sich um Sondermüll, dessen Entsorgung hohe Kosten verursacht.

Parker Hannifin beschäftigt sich bereits seit über 20 Jahren mit Filterlösungen, die die Umwelt deutlich weniger belasten. So hat der weltweit führende Hersteller in der Antriebs- und Steuerungstechnologie mit den Leif (Low Environmental Impact Filter) Filtern eine neue Generation von Filterelementen entwickelt, bei denen nur das reine Filtermaterial getauscht wird – alle weiteren Bestandteile des Elements, beispielsweise die metallischen Stützkörper, Endkappen und Magnete, werden beibehalten und wiederverwendet. Dank der Durchflussrichtung von innen nach außen ist außerdem eine magnetische Vorabscheidung möglich – hierbei werden metallische Partikel von Magneten, die vor dem Filterelement positioniert sind, angezogen. Die Standzeit des Elements kann so nochmals verlängert werden. Die Durchströmung von innen nach außen bietet zudem den Vorteil, dass während des Wechsels des Filterelements die Verschmutzungen im Element bleiben und nicht zurück in den Tank gegeben werden.

Mit den Druckfilterserien GMF und EPF hat Parker weitere Filterserien im Sortiment, die mithilfe der neuen Iprotect Filterelemente das System, die Systemkomponenten und die Umwelt schützen. Das Iprotect Filterelement hat einen wiederverwendbaren Stützkörper, der fest mit der Filterglocke verbaut ist. Weil auch hier keine metallischen Bestandteile des Elements entsorgt werden müssen, reduziert sich das zu entsorgende Gewicht um über 50 Prozent.

Beide Parker Serien sind kompakte Filtrationslösungen. Weil das Filterelement für den Austausch zunächst in der Filterglocke verbleibt, reduziert sich der Ausbauraum um bis zu 90 Prozent. Dies ist in Anbetracht dessen, dass Systeme und der zur Verfügung stehende Ausbauraum immer kleiner werden, natürlich ein großer Vorteil. Darüber hinaus reduziert sich der Zeitaufwand für den Elementwechsel dank der patentierten Konstruktion um bis zu 20 Prozent. Alle Leif und Iprotect Filterelemente sind metallfrei und somit zu 100 Prozent veraschbar; sie entsprechen der Umweltmanagementnorm nach DIN/ISO 14001.

Willy Wachsam freut sich: Früher betrug das Gesamtgewicht der zu entsorgenenden Filterelemente für die 500 Greifstapler in etwa fünf Tonnen pro Jahr. Mithilfe von Parkers Lösungen und der möglichen Gewichtsreduzierung um 50 Prozent könnte das Unternehmen also etwa 2,5 Tonnen Sondermüll einsparen und damit die Entsorgungskosten ganz erheblich reduzieren – zudem wird ein wichtiger aktiver Beitrag zum Umweltschutz geleistet. ee

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