Anschlusskomponenten

Andreas Mühlbauer,

Totraumfreie Anschlüsse für die Lackiertechnik

Vor dem Farbwechsel müssen Lackieranlagen rückstandsfrei gereinigt werden, da es sonst zu einer Verfälschung des Farbtons kommen kann. Um die Reinigung mit einem überschaubaren Aufwand in kurzer Zeit durchführen zu können, darf die Anlage keine Toträume haben. Das gilt auch für die Anschlüsse der Druckluftzufuhr.

Eisenmann bietet Lösungen - etwa Lackieranwendungen - nach individuellen Anforderungen, beispielsweise aus der Automobilindustrie. © Eisenmann

Im Rennen um internationale Aufträge für Lackieranwendungen, beispielsweise aus der Automobilindustrie, bietet Eisenmann aus Böblingen Lösungen nach individuellen Anforderungen – nicht nur im Bereich Lackierung. Das Unternehmen ist weiterhin Systemanbieter für Oberflächentechnik, Umwelttechnik, Materialfluss-Automation und Hochtemperatur-Prozesstechnik. Seit mehr als 65 Jahren berät Eisenmann Kunden und baut energieeffiziente und ressourcenschonende Anlagen.

Bei den von Eisenmann entwickelten Lackieranlagen, die unter anderem in der Automobilindustrie eingesetzt werden, kommt es neben maximaler Prozesssicherheit auch bei der Reinigung auf Zuverlässigkeit an. Hier stellen Anschlusssysteme mit Kanten und toten Winkeln in Schlauch- und Rohrleitungen eine Schwachstelle dar, da sich Farben und Lacke ablagern können. Schon geringste Beimischungen der vorherigen Farbe führen zu Farbtonverfälschungen oder unregelmäßigen Oberflächen im nachfolgenden Lackierprozess. „Mit Komponenten, die eine absolut rückstandsfreie Reinigung ermöglichen, lässt sich dies vermeiden“, erklärt Ralph Meier, Vice President Product Development & Technology bei Eisenmann.

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Die Anschlüsse der Inoxline 1600 werden bei Eisenmann in einem Druckluftbereich über 10 bar eingesetzt und müssen Drücken bis etwa 20 bar standhalten. © Eisenmann

Auf der Suche nach idealen Anschlusskomponenten, die auf die Anforderungen von Lackierprozessen ausgerichtet sind, stieß Eisenmann auf Eisele Pneumatics. Das Unternehmen aus Waiblingen ist seit vielen Jahrzehnten auf hochwertige Steckanschlüsse aus Ganzmetall für unterschiedlichste Anwendungen spezialisiert. Eisenmann entschied sich für die Edelstahlanschlüsse des Inoxline-Programms 1600. „Wir haben Eisele als Lieferanten ausgewählt, weil die totraumfreien Einschraubanschlüsse der Inoxline-Serie unsere Vorgaben optimal erfüllen“, sagt der Experte aus dem Hause Eisenmann.

Verbindungen ohne Totraum

Die Verschraubungen für totraumfreie Verbindungen, ursprünglich als exklusive Kundenlösung entwickelt, sind längst als ausgereifte Anschlüsse für die gesamte Lackierbranche verfügbar. Sie werden aus chlorbeständigem Edelstahl 1.4301/07 gefertigt. Mit dem Programm 1600 bietet Eisele eine totraumfreie Abdichtung, die sich schnell montieren lässt und absolut dicht ist. Dafür werden die Anschlüsse mit Schläuchen aus PA, PTFE oder FEP verbunden. Bei der Montage wird der Schlauch einfach bis zum Anschlag in den Anschluss gesteckt und mit nur einer Werkzeugumdrehung festgezogen. Aufgrund der schnellen Montage und Demontage sind die Steckverschraubungen eine flexible Alternative zur klassischen Verrohrung. Gleichzeitig sind die Verbindungen durch die hohe Haltekraft der Verschraubung gegenüber Vibrationen unempfindlich. Für die Lackieranlagen von Eisenmann werden die Anschlusskomponenten über eine Gewindemuffe an einen Kunststoffblock angebunden, um die Dichtung optimal verpressen zu können. Sie werden in einem Druckluftbereich über 10 bar eingesetzt und müssen Drücken bis etwa 20 bar standhalten. Herstellerseitig sind die Komponenten für einen Arbeitsdruckbereich von 0 bis 25 bar und Temperaturen zwischen 0 und 80 °C ausgelegt.

Der Eisenmann-Hochrotationszerstäuber deckt Flächen- und Detaillackierung ab. © Eisenmann

Einfache Reinigung und kurze Standzeiten
Aufgrund der totraumfreien Konstruktion ist es nicht erforderlich, die Anschlüsse für die Reinigung zu demontieren. Die Konstruktion der Einschraubanschlüsse erlaubt eine sichere und zuverlässige Innenreinigung der Schlauch- und Rohrleitungen vor einem Medienwechsel. Der Verzicht auf die Demontage macht sich durch erhebliche Zeitersparnis bemerkbar – insbesondere, wenn im Lackierprozess häufiger die Farbe gewechselt wird. „Dafür ist natürlich eine absolute Spülmittel- und Lösebeständigkeit der Anschlüsse unverzichtbar“, sagt Ralph Meier. Die aus besonders robustem Material gefertigten Anschlüsse zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer aus. Durch die demontagefreie Reinigbarkeit und ihre Beständigkeit minimieren die Verbindungen die Stillstandzeiten der Anlagen.

Bei Eisenmann haben sich die Inoxline-Anschlusslösungen der Serie 1600 zur Konstruktion der Lackieranlagen etabliert. „Wir planen auch für zukünftige Projekte weiterhin mit Eisele-Komponenten“, sagt Meier.

Thomas Maier, Geschäftsführer von Eisele Pneumatics / am

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