Scope Online - Industriemagazin für Produktion und Technik
Sie befinden sich hier:
Home> Automatisierung> Hydraulik + Pneumatik> Lagerschäden früh erkennen

EnergiedatenmanagementZumtobel führt Zenon von Copa-Data ein

Beleuchtungslösungen

Was macht einen Produktionsbetrieb eigentlich zur intelligenten Fabrik? Sicher die Integrationsfähigkeit verschiedener Anlagen und Systeme, aber auch vernetzte Geräte und Technologien, die Daten automatisch speichern und verarbeiten können.

…mehr

SchwingungssensorLagerschäden früh erkennen

Druckluft wird immer gebraucht, daher laufen Kompressoren meistens rund um die Uhr. Eine internationale Studie hat gezeigt: Zehn Prozent des industriellen Stromverbrauchs in der EU geht auf das Konto der Drucklufterzeugung. Das Kompressoren-Managementsystem von Airleader reduziert die Druckluftkosten nach Angaben des Anbieters WF Steuerungstechnik im Schnitt um 35 Prozent. Daneben kümmert es sich um weitere relevante Bereiche der Drucklufterzeugung und -aufbereitung. Dazu gehören neben Energiemonitoring, Vollkostenbilanzierung, Verbrauchserfassung, Online-Visualisierung, Alarm- und Service Management, Qualitätsüberwachung, Langzeit-Dokumentation und Störungsüberwachung der Peripherie auch die vorbeugende Instandhaltung.

sep
sep
sep
sep
Hydraulik + Pneumatik: Lagerschäden früh erkennen

Zum letzt genannten Punkt zählt neuerdings die Früherkennung von Lagerschäden an den Verdichterstufen der Kompressoren. Lagerversagen ist die Hauptursache für kapitale Verdichterschäden. Ein Schraubenverdichter hat praktisch keinen Verschleiß an den Läufern oder dem Gehäuse, da zwischen diesen Elementen ein Luftspalt vorhanden ist. Der Nebenläufer wird bei ölgekühlten Verdichtern durch das Öl- und Druckpolster vom Hauptläufer angetrieben und bei ölfreien Verdichtern über einen separaten Stirnradsatz. Sobald eines der vier Lager jedoch Spiel bekommt, verkleinert sich der Spalt zwischen den Läufern und dem Gehäuse. Schreitet der Schaden weiter fort, berühren sich die Läufer oder laufen am Gehäuse an und der Verdichterblock geht fest. Folgeschäden am Antrieb (Kupplung, Getriebe, Riemen, Motor) bis hin zum Anlagenbrand sind nicht selten. Auf jeden Fall muss aber eine neue Verdichterstufe her. Dieses Herzstück eines Kompressors kann bis zur Hälfte eines kompletten Kompressors kosten. Lagerschäden an Kompressoren verursachen auch dann erhebliche Kosten, wenn Ersatzverdichter nicht kurzfristig verfügbar sind. Es entstehen dann längere Stillstandszeiten des Kompressors bis der Schaden behoben ist.

Anzeige

Es geht also um Schadensvermeidung. Eine rechtzeitige Neulagerung kostet nur etwa 20 Prozent einer neuen Verdichterstufe. Doch wann ist rechtzeitig? Es gibt zwar Richtwerte für Standzeiten, die Betriebsbedingungen sind aber überall unterschiedlich: Ein Grundlastkompressor kann eine 4-5 Mal längere Verdichterlebensdauer aufweisen als ein häufig schaltender Spitzenlastkompressor. Ebenso beeinflussen die Ansaug- und Aufstellbedingungen, sowie die Wartungsqualität die Lebensdauer der Verdichterstufen stark. Mit den Richtwerten, die von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sind, liegt man „normalerweise“ auf der sicheren Seite – was aber im Umkehrschluss bedeutet, dass man häufig viel zu früh (aber natürlich im Sinne der Hersteller) einen Verdichterwechsel vor nimmt. Mithilfe der neuen Option kann man Geld sparen: Verdichter werden erst dann neu gelagert, wenn es tatsächlich erforderlich wird.
Das Funktionsprinzip ist einfach: Lagerschäden erhöhen die Schwingungsfrequenz, die mit geeigneter Schwingungsüberwachung erkannt werden kann. Der Schwingungssensor erfasst die Schwingungen kontinuierlich, während die Online-Überwachung in Verbindung mit der Web-Server Plus Visualisierung die Schwingungsgeschwindigkeit auswertet. Kündigt sich ein Lagerschaden an, so wird eine einstellbare Warnschwelle überschritten und der Sensor informiert den Betreiber per Mail, SMS oder Fax. So bleibt Zeit, um entsprechend zu reagieren. Der Sensor ist einfach zu montieren und für alle Fabrikate anwendbar. Die Nachrüstung kostet laut Anbieter 350 Euro pro Lagerseite. kf

Anzeige
Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

Niederdruckgussverfahren

Leichtmetallräder-ProduktionDrucklufterzeugung für Felgen-Finish

Laut Hersteller ist die Druckluftstation der neuen Leichtmetallräder-Produktion der Borbet-Gruppe in Kodersdorf/Oberlausitz ganz auf Energieeffizienz und hohe Verfügbarkeit getrimmt.

…mehr
automatische Melksysteme

KompressorenBoge sorgt für ölfreie Druckluft

Für die Steuerung automatisierter Melkprozesse im unreinen Stall ist die zuverlässige Versorgung mit reiner Druckluft ein absolutes Muss. Deshalb setzt die Firma Herwig Taute auf die Expertise von Boge Kompressoren.

…mehr
Tunnelbohrmaschine

KompressorenDruckluftversorgung von Atlas-Copco im Brenner

Von München nach Verona in drei Stunden – am Brenner fahren Tunnelbohrmaschinen von Herrenknecht den Berg auf. Ausgestattet sind sie unter anderem mit robusten, öleingespritzten Kompressoren von Atlas Copco.

…mehr
Metallbalgkupplung BK2

MetallbalgkupplungenR+W stattet landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge aus

Metallbalgkupplungen wurden unter anderem konzipiert, um auftretende Versätze von An- zur Abtriebsseite in radialer, angularer und axialer Richtung auszugleichen und trotz alledem eine torsionssteife Verbindung dauerhaft zu gewährleisten.

…mehr
Atlas Copco steigerte seinen Umsatz 2017

UmsatzsteigerungAtlas Copco: weiteres Rekordjahr mit weltweit 12 Milliarden Euro Umsatz

Der schwedische Industriekonzern Atlas Copco hat 2017 seinen Umsatz um 15 Prozent auf weltweit 116 Milliarden Schwedische Kronen (SEK) gesteigert (12 Mrd. Euro).

…mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neue Stellenanzeigen

Direkt zu:


ExtraSCOPE


TrendSCOPE


Robotik in der industriellen Fertigung