Elektromotorische Prozessregelventile

Andreas Mühlbauer,

Schnelle und präzise Regelventile

Elektromotorische Regelventile können mit ähnlichen Stellgeschwindigkeiten und Schließzeiten aufwarten wie pneumatische Ventile. Gleichzeitig sind sie eine wenig anfällige und energieeffiziente Alternative.
Elektromotorische Regelventile können mit ähnlichen Stellgeschwindigkeiten und Schließzeiten aufwarten wie pneumatische Ventile. © Bürkert

Wenn es bei der Prozessautomatisierung auf schnelle und exakte Regelung ankommt und Druckluft nicht infrage kommt, eignen sich die elektromotorischen Prozessregelventile von Bürkert. Ausgelegt als Sitz- oder Membranventile sind sie eine präzise und energieeffiziente Alternative zu pneumatischen, federbalancierten Ventilen.

Elektromotorische Prozessregelventile fahren nahezu verzögerungsfrei und ohne Überschwingen die gewünschte Position an, halten diese unabhängig vom Mediendruck stabil und erreichen dadurch eine hohe Regelgenauigkeit. Sie bieten viele Möglichkeiten zur Prozessoptimierung und Vernetzung, beispielsweise über die Geräte-Plattform EDIP (Efficient Device Integration Platform) des gleichen Herstellers.

Regeln mit hoher Geschwindigkeit

Die elektromotorischen Schrägsitz- und Geradsitz-Ventile der Typen 3360 und 3361 arbeiten mit einer Stellgeschwindigkeit von 6 mm/s und einer Schließzeit von 3 bis 4 s. Damit liegen sie im Bereich pneumatischer Ventile. Je nach Anforderung lässt sich die Stellgeschwindigkeit anwendungsspezifisch einstellen, eine Hub- und Schließbegrenzung definieren sowie Endpositionen sanft anfahren. Bei einem Energieausfall lässt sich die Sicherheitsstellung über den optionalen Energiespeicher anfahren. Zudem gibt es eine Handnotverstellung. Die Antriebsoberfläche ist nach EHEDG-Richtlinie hygienisch gestaltet. Die Anwendungen reichen vom Bedampfen von Backwaren und der Wasserregelung beim Bleichen von Textilien oder in Molkereien bis zu Temperieranlagen und der Druckregelung in Kühlkreisläufen.

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Die elektromotorischen Prozessregelventile bieten sich als Alternative zu pneumatischen Ventilen an. Das optionale Bediendisplay zeigt die Betriebszustände an und ermöglicht die Konfiguration und Diagnose am Gerät. © Bürkert

Wenn es um Regelungsaufgaben in Bereichen mit Medienkontakt geht, wie beispielsweise in der Nahrungsmittel- oder Pharmaindustrie sowie der Wasseraufbereitung, bieten sich die Membranventile des Typs 3363 an. Sie sind im Kunststoff- oder Edelstahlgehäuse erhältlich. Ihr elektrischer Antrieb mit Kugelumlaufspindel positioniert die Membran praktisch verzögerungsfrei, genau und mit einer Stellgeschwindigkeit von bis zu 4 mm/s. Dabei lässt sich die Stellgeschwindigkeit variieren. Druckschwankungen im Medium übertragen sich nicht auf die Ventilstellung.

Die Antriebskraft lässt sich auf die Betriebsbedingungen abstimmen und damit die Membranlebensdauer verlängern. Falls erforderlich, lässt sich auch hier die Sicherheitsposition bei Energieausfall über einen Energiespeicher anfahren. Weiterhin stehen Funktionen zur Prozessregelung, Ventildiagnose und vorbeugenden Wartung zur Verfügung. Anspruchsvolle Umgebungsbedingungen sind durch die hohe IP-Schutzart und die Unempfindlichkeit gegen Stöße und Schwingungen kein Problem.

Nach Unterlagen von Bürkert / am

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