Druckluftverteileranlagen

Luft ablassen überflüssig

Drucklufterzeugung und -verteilung kostet Energie, und die ist teuer. Daher sollten Unternehmen bei der Installation neuer und der Erweiterung vorhandener Anlagen sowie der Verteilung nicht am falschen Ende sparen, sondern auf moderne, gut geplante Systeme setzen.

Eine modern geplante und aufgebaute Anlage erlaubt auch Erweiterungen oder einen Austausch im Kompressorraum.

Bei der Entscheidung für ein Druckluftverteilungsnetz spielen unterschiedliche Faktoren eine wichtige Rolle. Der Erzeugungsdruck ist der erste Parameter, der Verbrauch und Leistung beeinflusst. Die Luft sollte keinesfalls unter einem hohen Druck hergestellt und dann auf den Verbrauchsdruck reduziert werden, um Leckagen oder Druckabfall im Netz auszugleichen. Jedes zusätzliche Bar bedeutet eine 9 Prozent höhere Leistung und somit zusätzliche Energiekosten.

Bei einer durchschnittlichen Anlage liegt der Erzeugungsdruck bei rund 7 bar. Das Netz ist so ausgelegt, dass dieser Druck möglichst gleichförmig und effizient verteilt wird. Eine Erhöhung von 8 auf 10 bar führt zu einer 15-prozentigen Steigerung der Energiekosten für die Drucklufterzeugung. Ein größerer Durchmesser ist daher meist wirtschaftlicher als Veränderungen des Arbeitsdrucks.

Maximale Durchflussmenge und Ausbaureserven

Der Durchmesser des Hauptrings muss entsprechend der maximalen gleichzeitigen Entnahme an allen Verbrauchsstellen ausgelegt sein. Auch ein Produktionsausbau ist möglich, wobei im Kompressorraum Geräte mit höherer Leistung hinzukommen oder ausgetauscht werden können. Bei der Rohrleitung sind Änderungen am Hauptverteiler während des laufenden Betriebs normalerweise schwierig. Die einmal getroffene Wahl bedingt die Funktion des Systems über die vollständige Lebensdauer des Netzes. Der Einsatz moderner modularer Systeme erleichert und beschleunigt eventuelle Änderungen am Sekundärnetz. Damit verringern sich die Kosten für Änderungen und Modernisierungen.

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Druckverluste entstehen durch die Reibung des Mediums beim Fließen durch die Leitung. Sie stehen in enger Verbindung mit der Geschwindigkeit der Druckluft und der Rauheit des Rohres. Die Auslegung des Netzdurchmessers sollte daher so erfolgen, dass die Geschwindigkeit des Fluids in den Hauptleitungen so gering wie möglich ist. Dabei liegen die Richtwerte bei 6 m/s oder weniger. Eine geringere Geschwindigkeit hat einen niedrigeren Elektrizitätsverbrauch für die Herstellung und Verteilung der Druckluft zur Folge. Bei der modernen Anlagenplanung geht man von einem Druckabfall von maximal 3 Prozent des Eingangsdrucks aus.

Materialien und Produkte

Ein geringes Gewicht erleichtert und beschleunigt die Montage, während korrosions- und oxidationsfreie Materialien langfristig eine qualitativ hochwertige Druckluft garantieren. Wichtig ist auch die Art der Anschlüsse zur Verbindung der Rohre. Perfekte Dichtheit bieten Systeme mit maschinell gefertigten Anschlüssen, aus beständigem Material mit hochwertigen Dichtungen.

Anlagenlayout und Durchmesser der Rohre basieren auf der Position der Entnahmestellen. Optimal ist eine Konfiguration mit geschlossenem Ring. Trotz höherer Anfangsinvestition bietet diese auf Dauer eine gleichmäßige Verteilung des Drucks und geringeren Druckabfall bei gleichem Durchfluss. Modular-systeme, die kostengünstige Änderungen zulassen, eventuell auch unter Druck, ermöglichen außerdem eine Anpassung des Netzes an einen Produktionsausbau.

Eine korrekte Installation vermeidet Druckluftverluste, Fehlfunktionen oder Brüche. Eventuell höhere Montage- kosten zahlen sich langfristig durch geringere Betriebs-, Wartungs- und Reparaturkosten aus.

Berechnungsprogramme für den Druckluftbereich ermöglichen eine schnelle Auswertung unterschiedlicher Konfigurationen und erstellen Berichte mit den Eckdaten. am

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