Zentralschmiersystem

WEA-Lager gut geschmiert

In Windkraftanlagen gibt es eine Reihe von Lagern, die in festen Intervallen zuverlässig geschmiert werden müssen. Um die unter hohen Belastungen arbeitenden Lager prozesssicher mit Schmierstoff zu versorgen, hat SKF das System Condition Based Lubrication entwickelt.

Durch eine Kombination aus einer Zentralschmieranlage (1), einem Zustandsüberwachungssystem (2) und der Schnittstelle SKF Condition Based Lubrication (3) lässt sich den Lagern von Windenergieanlagen bei Bedarf automatisch zusätzlicher Schmierstoff zuführen.

Die Weiterentwicklung von Windenergieanlagen setzt seitens der Hersteller innovative Ideen voraus. Jeder Serviceeinsatz auf einer Windenergieanlage treibt die Instandhaltungskosten in die Höhe und stellt zudem ein Unfallrisiko dar. Daher sollten diese Einsätze so selten wie möglich erfolgen. Damit erhöht sich der Bedarf an zuverlässiger, einfach zu wartender Betriebstechnik sowie an intelligenten Lösungen zur Fernsteuerung und -überwachung. Gefragt sind leistungsfähige Lösungen, die gleichzeitig umwelt- und ressourcenschonend sind. SKF hat auf diese Entwicklung reagiert und ein innovatives Technologiepaket geschnürt, das durch das SKF Condition Based Lubrication Interface (CBL) perfektioniert wird: CBL ermöglicht eine automatisch dosierte Schmierung von schwer zugänglichen Lagern in Windkraftanlagen. Dadurch lassen sich manuelle und besonders bei Offshore-Systemen sehr teure Instandhaltungsarbeiten vermeiden.

Im Prinzip handelt es sich beim CBL-Interface um eine clevere Ergänzung bereits vorhandener Lösungen. Denn zur prozesssicheren Versorgung der Lager in Windenergieanlagen hatte der Hersteller schon vor einigen Jahren das Zentralschmiersystem Wind Lub entwickelt. Wesentlicher Bestandteil davon ist das Pumpenaggregat KFG. Einige Konstruktionsteile dieses Aggregates wurden optimiert, um die Anforderungen im Wind-Sektor zu erfüllen.

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Neben den Schmiersystemen hatten die Schweinfurter mit Wind Con auch schon ein online-gestütztes Zustandsüberwachungssystem für Windenergieanlagen entwickelt. Es überwacht z.B. Lager- oder Getriebezustände, die Wellenausrichtung, etc. Zu diesem Zweck messen seine Sensoren Vibrationen und übermitteln die entsprechenden Messdaten in Echtzeit an den Betreiber oder dessen Condition Monitoring-Dienstleister. Durch das System lassen sich Zustandsverschlechterungen in Turbinen also sofort erkennen. Mit Hilfe des Condition Based Lubrication-Interfaces behält Wind Con nun auch die Schmierstoffversorgung „im Auge“. Denn die Schnittstelle verknüpft das Online-Zustandsüberwachungs-System mit dem Schmiersystem Wind Lub. Das bedeutet in der Praxis: Sobald die Zustandsüberwachung eine Störung erkennt, lässt sich die Schmierpumpe via Condition Based Lubrication so steuern, dass sie zusätzlich zum fest eingestellten Intervall weitere Schmierzyklen durchführt. Das wiederum trägt zur einwandfreien Funktion der Lager bei.

Außerdem erhält der Spezialist dank der CBL-Schnittstelle zwischen beiden Systemen nun auch weitere Informationen über den Zustand des Zentralschmiersystems. Beispielsweise kann er dadurch den Schmierstoffverteiler überwachen oder auch den Füllstand im Fettbehälter kontrollieren, um eine Mangelsituation zu vermeiden. Falls trotzdem einmal Fehler auftreten sollten – etwa in Form von Systemblockaden oder beschädigten Schmierstoffleitungen –, wird der Betreiber automatisch benachrichtigt.

Im Betrieb ermöglicht CBL durch die zustandsbasierte Schmierung die Aufrechterhaltung eines optimalen tribologischen Zustands. Es ergänzt die automatische, in festgelegten Abständen erfolgende Schmierung genau dann, wenn es wirklich nötig ist. SKF Condition Based Lubrication macht aus einer herkömmlichen Intervallschmierung somit ein hochfunktionales, zustandsabhängiges Schmiersystem. Unter dem Strich hilft es den Betreibern von Windenergieanlagen, die Lagerlebensdauer zu verlängern, Reparaturen besser zu planen, eskalierenden Lagerausfällen vorzubeugen und damit die Kosten pro kWh zu senken. Weil jeder zusätzlich ausgelöste Schmierzyklus automatisch an ein Überwachungszentrum – beispielsweise ein SKF Remote Diagnostic Center – gemeldet wird, erfüllt das System auch eine erweiterte Frühwarn-Funktion. Und noch ein Sicherheitsaspekt: Um eine unbeabsichtigte Überschmierung zu vermeiden, löst Condition Based Lubrication zusätzlich zum voreingestellten Schmierzyklus immer nur einen Extra-Schmierzyklus pro Tag aus. jg

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