Kompressoren

Das wichtigste am Beruf ist die Familie

Boge wird mit Ihnen in der vierten Generation als Familienunternehmen geführt. Sind die Strukturen und Prozesse in traditionell geprägten Familienunternehmen mit kurzfristig agierenden Share-Holder-Value-Unternehmen wettbewerbsfähig?

Gerade deshalb, weil traditionell geprägte Familienunternehmen eben nicht kurzfristig agieren, stehen sie in unserer Branche in Deutschland recht gut da. Boge hat in den letzten Jahren seine Wettbewerbsfähigkeit stetig erhöht und Marktanteile gewonnen. Wir haben – anders als am Share-Holder-Value orientierte Konzernunternehmen – sowohl Umsatz als auch Beschäftigung gesteigert.

Welche Innovationen, Ideen oder Ereignisse haben zu der Entwicklung Ihres Unternehmens maßgeblich beigetragen?

Die Idee, die Bedürfnisse unserer Kunden verlässlich und qualitativ hochwertig zu erfüllen, ist durch alle vier Familiengenerationen leitend. Dies wurde bestätigt durch die Markteinführung einer absolut innovativen Schraubenkompressor-Baureihe in den frühen 1990er Jahren (S-Serie) und die Entwicklung ölfrei verdichtender Schraubenkompressoren Mitte der 1990er Jahre; hier sind wir inzwischen größter deutscher Hersteller. Neue Steuerungskonzepte sind Teil einer aktuellen umfassenden Boge Effizienzstrategie für Druckluftversorgung.

Wofür sehen Sie den Namen Boge besonders stehen?

Boge steht für Premiumqualität, fast 100jährige Erfahrung, absolute Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit der technischen Lösungen und der Menschen, die sie erbringen.

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Wie wichtig ist der Markenname Boge für den Unternehmenserfolg?

Boge verfolgt eine Markenstrategie, die uns im Premiumsegment positioniert. Der Erfolg des Unternehmens Boge ist der Erfolg der Marke Boge.

Deutsche Unternehmen sind meist stark technologiegetrieben, doch die Qualität, so hat man zunehmend den Eindruck, kommt dabei zu kurz. Sind technologische Führerschaft und hoher Qualitätsanspruch unter dem heutigen Kostendruck noch vereinbar?

Im Käufermarkt nennt der Kunde seine Bedingungen und Erwartungen. Unser Produktversprechen ist es, dass die erbrachte Leistung ihren Preis wert ist.

Was schätzen Sie an dem Produktionsstandort Deutschland?

Die Stabilität des politischen Systems versetzt alle Marktteilnehmer in die Lage, sich auf Kernthemen und Kernkompetenzen zu konzentrieren.

Wo sehen Sie beim Produktionsstandort Deutschland die Herausforderungen?

Steuergesetzgebung, Arbeitszeiten, Entlohnungssysteme, Bildungsfragen: Wie bekommen wir es z.B. hin, dass MINT-Fächer und -Berufe wieder attraktiver werden und die Übernahme unternehmerischen Risikos wieder eine Vorbildfunktion bekommt?

Wie beeinflusst die Globalisierung Ihr Geschäft?

Positiv – wir wachsen besonders im Ausland und begrüßen prinzipiell die Ausweitung unserer Marktchancen im globalen Rahmen. Mehr Märkte, mehr Kunden, mehr Lieferanten, mehr Produktionsmöglichkeiten bedeuten eindeutig mehr Zukunft. Da können wir auch mit mehr Wettbewerb leben.

Time is money – in Zeiten globalen Wettbewerbs müssen Produkte immer schneller auf den Markt kommen und besser vermarktet werden. Wie geht Ihr Unternehmen mit diesen Anforderungen um?

Wir reagieren durch strukturelle Anpassung an solche Bedingungen, d. h. im Bereich der Produktgenese ein fortlaufend optimiertes professionelles Anlaufmanagement.

Welchen Stellenwert haben Aus- und Weiterbildung in der Unternehmens-Strategie?

Wir halten unsere traditionell hohe Ausbildungsquote und machen Ausbildung intern produktiver indem wir z.B. angehenden Mechatronikern im dritten Ausbildungsjahr Auslandseinsätze in unseren Tochtergesellschaften ermöglichen. Mitarbeiter in der Fertigung haben die Möglichkeit, sich intern zur Fachkraft weiter zu qualifizieren.

Kommt der Führungsnachwuchs überwiegend aus den eigenen Reihen?

Der Mix macht‘s. Da, wo spezifische technische Kompetenz gefordert ist, haben talentierte „Eigengewächse“ gute Chancen auf einer attraktive interne Karriere.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an Mitarbeitern?

Denken und handeln – in der Reihenfolge. Kundenorientiertes, kostenbewusstes, unternehmerisches Denken ist die Voraussetzung für erfolgreiches eigenverantwortliches Handeln im Sinne des Unternehmens. So kommen wir voran!

Wird Boge auch unter der nächsten Führungsgeneration noch ein Familienunternehmen sein?

Eindeutig ja. Ich will den Stab in der Familie weiter geben. Familientradition ist ein Weiterreichen des Feuers, nicht der Asche.

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