Kleinteile im MIM-Verfahren

Kleine, filigrane Stahlteile

von komplizierter Geometrie entstehen im Metal Injection Molding. Diese Technologie kombiniert verschiedene Verfahren, umfasst mehrere Prozessschritte und verlangt ein exaktes Feintuning. MIM ist eine Sache für Spezialisten mit Sinn für Präzision und Prozesssicherheit im Bereich kleiner, dünnwandiger Bauteile. Dazu zählen sich die Techniker von Parmaco, einem mittelständischen Zulieferer, der sich seit Anfang der 90er-Jahre der MIM-Technologie verschrieben hat.

Filigrane Stahlteile mit Idealgewichten von um die 20 Gramm verlassen die Fertigung des Unternehmens. Untere Gewichtsgrenze pro Teil: Nur etwa 0,03 Gramm! Mikrotechnik und Miniaturisierung sind denkbare Einsatzgebiete. Dabei erreicht man im MIM Dichten von 96 bis 100 Prozent der theoretischen Werkstoffdichte. Dadurch werden Materialeigenschaften erzielt, die weitgehend jenen des aus dem Vollen gearbeiteten Teils entsprechen. Die Oberflächenqualität von MIM-Teilen ist jener von Feingussteilen überlegen. Ohne Nacharbeit lassen sich im Metal Injection Molding Toleranzen von ± 0,3 Prozent des Sollmaßes erreichen. In Relation zur geringen Größe der Bauteile ist das verschwindend wenig. Bei Kleinstteilen kann die Genauigkeit im Hundertstelbereich liegen.

Neben niedrig legierten und rostfreien Stählen lassen sich auch weichmagnetische Legierungen oder Eisen/Nickel-Werkstoffe und Sonderlegierungen verarbeiten. Das Einsatzhärten von MIM-Teilen ist ebenfalls möglich. Alle Oberflächen-Behandlungsverfahren wie etwa das Vernickeln oder das Hartverchromen lassen sich anwenden. Grundsätzlich gilt, dass das Verfahren umso größere Vorteile bietet, je schwieriger ein Material bearbeitbar ist. ms

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