Umsatzsteigerung

Atlas Copco: weiteres Rekordjahr mit weltweit 12 Milliarden Euro Umsatz

Atlas Copco hat 2017 seinen Umsatz um 15 % auf weltweit 116 Milliarden Schwedische Kronen (SEK) gesteigert (12 Mrd. Euro). Das organische Wachstum lag bei gut 10 %. Die Auftragseingänge summierten sich auf 123 Mrd. SEK oder 12,7 Mrd. Euro - plus 20 % gegenüber dem Vorjahr (103 Mrd. SEK). Beide Zahlen, Umsatz und Auftragseingang, bedeuten historische Höchststände für den Konzern, der Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, Bau- und Bergbauausrüstungen sowie Industriewerkzeuge und Montagesysteme herstellt und vertreibt. Zum Jahresende 2017 beschäftigte die Gruppe weltweit 47599 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, etwa 3500 mehr als Ende 2016. Der Betriebsgewinn lag mit 24,2 Mrd. SEK mehr als ein Fünftel über dem Betrag von 2016, ebenso wie der Gewinn vor Steuern (23,1 Mrd. SEK).

Atlas Copco steigerte seinen Umsatz 2017 mit Kompressoren, Vakuumtechnik, Montagelösungen sowie Ausrüstungen für den Bau, Bergbau und die Energietechnik auf rund 12 Milliarden Euro weltweit. (Foto: Atlas Copco Holding)

In Deutschland waren Ende des Jahres unter dem Dach zweier Holdings (Atlas Copco Holding GmbH und Atlas Copco Deutschland GmbH) in rund 20 Gesellschaften etwa 3400 Mitarbeiter beschäftigt, darunter über 130 Auszubildende.

Vakuumpumpen verzeichnen gestiegene Nachfrage

Der Konzern sammelte im vergangenen Jahr in allen fünf Konzernbereichen sowie allen wichtigen Regionen weltweit mehr Aufträge ein als 2016. Insbesondere die Vakuumtechnik tat sich hervor: Der Umsatz wuchs um 44 % auf 19,6 Mrd. SEK (2 Mrd. Euro). Daran hatte unter anderem der im zweiten Halbjahr 2016 übernommene Vakuumspezialist Leybold seinen Anteil, dessen Firmenzentrale sich in Köln befindet. Die Nachfrage nach Vakuumpumpen stieg in allen Industriebranchen, mit Schwerpunkten in der Halbleiterindustrie, der Herstellung von Flachbildschirmen sowie Laboren. Vor allem aus Asien und Nordamerika kamen mehr Aufträge als im Jahr zuvor.

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Zahlreiche Innovationen, wie ein mechatronischer Drehmomentschlüssel, tragen zum Wachstum von Atlas Copco bei. Der Konzern liefert neben Kompressoren, Generatoren und Vakuumpumpen auch Montagesysteme, Klebe- und Dosiertechnik sowie Stanznietsysteme. (Foto: Atlas Copco Holding)

Auch die Kompressortechnik blickt mit einem Umsatzwachstum von 7 % auf 38,8 Mrd. SEK (7 Mrd. Euro) auf ein starkes Jahr zurück. Impulse brachte unter anderem die Markteinführung eines neuen Turbokompressors für hohe Druckluftbedarfe. Die Nachfrage stieg sowohl bei großen als auch kleineren Kompressoren weltweit und legte besonders in Nordamerika zu.

Hohe Nachfrage aus der Automobilindustrie

Die Industrietechnik berichtet auch 2017 wieder von guten Geschäften. Die Umsätze stiegen weltweit um 9 % auf 16,4 Mrd. SEK (1,7 Mrd. Euro). In der Industrietechnik bündelt Atlas Copco das Geschäft mit Industriewerkzeugen, Montagesystemen, Klebe- und Dosiertechnik sowie Stanznietsystemen. Der Konzernbereich profitierte von Investitionen der Automobilindustrie insbesondere in die Herstellung von Elektroautos und Kleintransportern. Auch die Luftfahrtindustrie fragte mehr Ausrüstung nach. Geografische Schwerpunkte waren zuletzt Südamerika, Europa und Asien, während sich die Nachfrage aus Nordamerika kaum veränderte.

Atlas Copcos Umsatz mit Ausrüstungen für die Energieerzeugung, den Tunnel- und Bergbau erholte sich 2017 deutlich. Der Tunnel- und Bergbau erzielte mit 29 Mrd. SEK Umsatz (3 Mrd. Euro) ein Plus von 16 % bei einer solide steigenden Nachfrage in allen Bereichen. Der kürzlich neu strukturierte Konzernbereich Power Technique ("Energietechnik") legte beim Umsatz um 12 % auf 13,2 Mrd. SEK zu (1,3 Mrd. Euro). Dieser Konzernbereich bietet fahrbare Kompressoren, Stromerzeuger, Lichtmasten, Pumpen sowie handgeführte Bauwerkzeuge, Verdichtungs- und Betontechnik an.

Wie vor einem Jahr angekündigt, soll der Konzern 2017 in zwei börsennotierte Unternehmen aufgeteilt werden: eines soll weiterhin Atlas Copco heißen und die bisherigen Konzernbereiche Kompressortechnik, Vakuumtechnik, Industrietechnik sowie Energietechnik umfassen. Das Geschäft mit Bau- und Bergbautechnik soll in der neuen Epiroc AB gebündelt werden. Auf der Hauptversammlung Ende April werden die Aktionäre über die Aufteilung abstimmen; der Aktiensplit könnte dann im Juni vollzogen werden. Der Konzern will durch die Aufteilung für Investoren interessanter werden. kp

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