Abwasserpumpen

KSB zeigt neues Drehzahlregelsystem

Auf der IFAT 2016 in München (30. Mai bis 3. Juni) präsentiert die KSB Aktiengesellschaft das Drehzahlregelsystem PumpDrive mit drei neuen Funktionalitäten, die speziell auf den Betrieb von Abwasserpumpen ausgelegt sind.

Abwasserpumpe mit Drehzahlregelsystem PumpDrive. Bild: KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal

Um beim Start sicherzustellen, dass sich die Wassersäule komplett aufbaut, sorgt der PumpDrive dafür, dass die Pumpe innerhalb von vier Sekunden Maximaldrehzahl erreicht. Diese wird für drei Minuten gehalten bis alle angeschlossenen Rohrteile gut durchströmt sind. Anschließend nimmt das System den bedarfsabhängigen Regelbetrieb auf. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Druckleitung und Pumpengehäuse vollständig mit Flüssigkeit gefüllt sind.

Das Drehzahlregelsystem PumpDrive ist ab sofort mit drei neuen Funktionalitäten ausgestattet, die speziell auf den Betrieb von Abwasserpumpen ausgelegt sind.

Die zweite neue Funktion ist die sogenannte Spülfunktion. Diese startet automatischoder das Servicepersonal aktiviert sie manuell auf der Bedieneinheit. Der PID-Regler erhöht die Drehzahl bis zum Maximalwert, wodurch der gewünschte Spüleffekt eintritt. Die bis dahin aktuelle Regelaufgabe wird zurückgestellt. Nach Ablauf einer einstellbaren Spülzeit endet diese Funktion und der ursprüngliche Regelbetrieb wird wieder aufgenommen.

Ein weiterer neuer Programmpunkt ist die sogenannte Fließgeschwindigkeits-Überwachung. Mit dieser stellt man sicher, dass die in der Auslegung vorgesehenen minimalen Strömungsgeschwindigkeiten eingehalten werden, um die Rohre frei von Ablagerungen zu halten. Unterschreitet die Strömung die einprogrammierte Mindestfließ-Geschwindigkeit, gibt der PumpDrive entweder eine Störungsmeldung an die Leitwarte oder er startet die Spülfunktion, um so die Rohrleitung wieder frei zu spülen. Die Fließgeschwindigkeit ermittelt das Drehzahlregelsystem durch eine Messung der elektrischen Werte des Antriebsmotors. Externe Sensoren werden nicht benötigt. Das sorgt für eine höhere Betriebssicherheit.

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Bis zu sechs PumpDrives lassen sich mit steckerfertigen Busleitungen zu einer regelungstechnischen Gruppe verbinden und erlauben es, sechs Pumpen parallel zu betreiben. Der Geräteverbund sorgt für die bedarfsmäßige Zu- und Abschaltung sowie für eine gleichmäßige Auslastung der einzelnen Aggregate. Den Ausfall einzelner Komponenten regelt er ohne Betriebsunterbrechung aus. Alle PumpDrive haben ein durchgängiges Design bis zu einer Motorleistung von 55 kW. kf

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