electronica

Andreas Mühlbauer,

Neues Schmalband-IoT Testsystem

Endrich stellt auf der electronica ein NB-IoT Testsystem vor. Bei dieser Lösung handelt es sich um eine neue, zellenbasierte LPWAN-Technologie auf Basis der bestehenden LTE-Infrastruktur.

Das NB-IoT Testsystem ist eine LPWAN-Technologie auf Basis bestehender LTE-Infrastruktur. © Endrich

Sie ermöglicht die Anbindung einer großen Anzahl einfacher Geräte innerhalb einer Funkzelle, wobei als Kompromiss nur eine Datenrate zwischen 600 Bit/s und 250 kBit/s unterstützt wird. Die Lösung ist hauptsächlich für die gelegentliche Übertragung geringer Mengen an (Sensor-)Daten vorgesehen und zeichnet sich durch einen niedrigen Energieverbrauch aus.

Vernetzte Objekte, wie etwa Smart Devices, enthalten neben einem bestimmten Sensor auch ein Kommunikationsmodul, das die Verbindung mit dem Internet of Things herstellt. Gerade für solche Anwendungen ist das richtige Netzwerk von Bedeutung.

Wenn es um kurze Übertragungsdistanzen geht, können lokale Netzwerke wie LAN, Wi-Fi oder andere WLAN-Lösungen (z. B. Bluetooth, ZigBee oder sogar Nahfeld-Techniken) zur Anbindung von Geräten dienen. Bei größeren Entfernungen aber kommen nur LoRaWAN oder Mobilfunk-Netze in Frage.

Bestehende Mobilfunknetze (z. B. GPRS, UMTS oder LTE) zur Übertragung geringer Datenraten von gängigen Smart Devices zu nutzen, wäre zu teuer. Gefragt ist vielmehr eine Lösung, die ein optimales Verhältnis aus technischen Fähigkeiten und Kosteneffizienz bietet.

Die Vorteile der NB-IoT-Technik kommen im Freien und in geschlossenen Räumen zum Tragen, wo traditionelle Module wegen der schwächeren Signale mehr Energie aufnehmen. Die in langen Intervallen übertragenen kleinen Datenpakete erfordern ein Minimum an Energie, was ausschlaggebend für das Hauptmerkmal der NB-IoT-Technik ist, nämlich die äußerst lange Batterielebensdauer. Die breitbandigen GSM-, 3G- und 4G-Module bieten Funktionen wie die mobile Sprachkommunikation, Messaging und die Datenübertragung mit hohen Datenraten.

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Auf dem Markt sind deutliche Trends auszumachen, die eine wachsende Nachfrage nach NB-IoT-Applikationen erkennen lassen. Endrich möchte gemeinsam mit seinem Funkmodul-Hersteller Fibocom ein Pionier im Bereich dieser Technik sein.

Um die Einrichtung einer entsprechenden Infrastruktur zu verdeutlichen, hat das Unternehmen auf der electronica eine funktionsfähige NB-IoT-Applikation vorgestellt.

Der aus einem Thermosäulen-Array bestehende GridEye-Sensor von Panasonic detektiert dabei Personen, die sich dem Stand nähern. Das aus 64 Pixeln bestehende Wärmebild des Sensors wird durch ein Modul des Typs M910-GL LTE CAT-NB1 von Fibocom über das NB-IoT-Netzwerk von T-Systems an verschiedene Cloud-Dienste übertragen.

In einem der Cloud-Server werden die durchschnittliche Temperatur der Sensorpixel sowie die Umgebungstemperatur abgespeichert. Endrich hat ebenfalls einen Cloud-Server eingerichtet, an den über den UDP-Port sämtliche Pixel-Temperaturen gesendet und in einer Datenbank abgelegt werden. Das übertragene Wärmebild lässt sich dann auf den Smartphones der Messebesucher und auf einem großen Terminaldisplay darstellen.

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