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Mikrofluidik und DosiertechnikFett ganz fein

Serienproduktion der neuen Gleitringdichtung

Viele verbinden den Begriff Mikrofluidik noch immer ausschließlich mit der Medizin- oder Biotechnik, aber mittlerweile findet man Anwendungen in fast allen industriellen Bereichen.

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Tragbares MesssystemHydraulik-Wartung leicht gemacht

Ein systematisches Überwachen und Dokumentieren mit Hilfe einfach zu bedienender Diagnosegeräte beugt plötzlichen Ausfällen von Maschinen, Fahrzeugen und Anlagen vor. Über das Vergleichen von Messreihen kann der Anwender neue Entwick- lungen im Hydrauliksystem erkennen und den rechtzeitigen Service-Einsatz vorbereiten. Diagnosesysteme erhöhen nicht nur die Verfügbarkeit und beugen Maschinenschäden vor, sie verhindern mit rechtzeitigen Wartungs- und Instandhaltungs- arbeiten auch ausfallbedingte Konventionalstrafen.

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Tragbares Messsystem: Hydraulik-Wartung leicht gemacht

Die geplante zustandsorientierte Instandhaltung bietet ein häufig unterschätztes Einsparpotenzial. Condition Monitoring reduziert die Instandhaltungskosten und erhöht die Maschinenverfügbarkeit. Störungen werden schon im Vorfeld erkennbar, Stillstand wird planbar und durch Reparatur verursachte Ausfälle werden verhindert. Eine Maschine nach dem Motto "trial and error" wegen ein und desselben Problems mehrfach zu "untersuchen", kann sich kein Betreiber, kein Maschinenvermieter und kein Servicebetrieb leisten. Auch im Hydraulikbereich sollten Servicemitarbeiter auf eine schnelle und kompetente Fehlerdiagnose eingerichtet sein. Fest installierte Mess-Systeme wie die Parker Controller-Familie zur Überwachung von Druck, Temperatur, Ölstand oder auch Volumenstrommessgeräte sowie berührungslos arbeitende Drehzahlmesser ersetzen die unabhängige Prüfung durch mobile Systeme nicht. Die Messwerte stationärer Sensoren lassen sich über die mobil einsetzbaren Serviceman und Service Master-Kits problemlos abfragen, auswerten und dokumentieren. Erst mit Hilfe dieser Geräte können Unregelmäßigkeiten, die sich möglicherweise schleichend eingenistet haben, erkannt werden. Hinzu kommt, dass die herstellerseitig in den Maschinen integrierten Hydraulik-Messsysteme im Regelfall nur die normalen Anforderungen an den Maschineneinsatz abdecken. Um die optimale Auslegung unter den jeweiligen Einsatzbedingungen zu erreichen, sind zur Feineinstellung zusätzliche Messstellen heranzuziehen. Die Einstellung der optimalen Leistungscharakteristik unter den jeweiligen (auch klimatischen) Einsatzbedingungen hilft außerdem Treibstoff während des Betriebs zu sparen - ein Kriterium, das bei wachsenden Treibstoffkosten an Bedeutung gewinnen wird. Häufig sind enorme Druckschwankungen und Druckspitzen die Ursache für Ausfälle von Schlauch- und Rohrleitungssystemen sowie kompletter hydraulischer Systeme. Druckschwankungen werden zum Beispiel durch Pulsationen von Pumpen erzeugt. Der störungsfreie Betrieb einer Hydraulik, ob in einem Bagger, einer Presse, oder in einem Bohrgerät, setzt eine individuell richtige Einstellung der Pumpenleistung voraus. Eine nichtangepasste Leistungscharakteristik führt nicht nur zu unzureichender Systemfunktion: Zu hohe Drücke lassen Leitungen und Kupplungen platzen, ein zu schneller Volumenstrom führt zu einer Überhitzung mit dem Risiko der Dampfblasenbildung im Hydrauliköl und damit zur Gefährdung der Sicherheit.

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Mehr Sicherheit mit mobilen Diagnosegeräten

SensoControl Geräte aus dem Hause Parker sichern Beweismittel, wenn es darum geht, Ursachen von Ausfällen von Neumaschinen auf den Grund zu gehen. Sie zeichnen Druckverläufe ebenso auf, wie Druckspitzen. Und über die Dokumentationsfunktion stehen Messdaten auch als neutrale Beweismittel zur Verfügung. Das tragbare Messsystem "The Parker Service Master Plus" ermöglicht die schnelle unkomplizierte Erfassung und Analyse komplexer Vorgänge in Maschinen, Anlagen und Fahrzeugen. Es liefert die Daten für die sorgfältige Analyse und Dokumentation von Druck, Temperatur, Volumenstrom und Drehzahl. Das Handmessgerät ist ein Werkzeug für die vorbeugende Wartung, Inbetriebnahme und Fehlersuche bis hin zur Maschinenoptimierung. Es ermöglicht die "ferngesteuerte" Überwachung von (Mobil-) Hydraulik-Systemen auf mehr als 50 Kanälen. Signale von bis zu 26 Sensoren lassen sich gleichzeitig messen, um fehlerhafte Ventile oder Ventile mit nicht geeigneter Öffnungscharakteristik oder auch Leckagen zu erkennen. Außerdem deckt das Messgerät eine ungenügende Pumpenleistung sowie die Pulsation von Pumpen oder rotatorischen Verbrauchern auf. Zwei analoge Signaleingänge können Druckspitzen mit bis zu 0,1ms enorm schnell registrieren. Das ist wichtig, denn Druckspitzen in Arbeitsmaschinen bringen Zylinder und Motoren in Schwingungen; und das wiederum verursacht ruckartige Bewegungen von Drehwerken und/oder Lastarmen. Dieses Verhalten kann mehrere Ursachen haben: Entweder eine nicht optimale Auslegung des Systems oder eine nicht sachgemäß erfolgte Anpassung der Leistungscharakteristik an die jeweiligen Anbaugeräte. Die dritte Möglichkeit ist eine unzureichende Wartung. Die richtige Einstellung der Pumpenleistung ermöglicht also nicht nur den störungsfreien Betrieb, sondern senkt zugleich den Treibstoffbedarf. "The Parker Service Master Plus" ist damit auch Werkzeug zur Optimierung der Leistungscharakteristik und zur Reduzierung der Lebenszykluskosten. Dieses Messsystem ist aber nicht nur für Instandhalter interessant: Es ermöglicht auch Konstrukteuren, die Funktionen komplexer Hydrauliksysteme konstruktionsnah zu prüfen und zu optimieren, um im Zusammenwirken mit den Softwareprogrammen und Regelungssystemen "Überschwinger" zu erkennen und zu beseitigen. Für diese Aufgabe ist die grafische Darstellung der Messwerte auf dem großen Display von hohem Nutzen. CAN-, LAN-, USB-Schnittstellen erleichtern die Datenübertragung. Der Messwertspeicher des Geräts bietet Platz zur (automatisierten) Aufzeichnung von mehr als einer Milliarde Messwerten. Die PC Software SensoWin 7 unterstützt das Einlesen und Bearbeiten der Messdaten. Dokumentationen und Zertifikate lassen sich damit unter Nutzung der Vorteile von Windows schnell und kostengünstig erstellen. CAN-Bus, die automatische Sensorerkennung und die mit den Parker CAN-Bus-Sensoren gegebene Plug-&-Play-Lösung sowie die Kompatibilität zu den bisherigen Diagnosesensoren macht dieses Messsystem zukunftssicher. Zusätzliche Flexibilität gibt die Anschlussmöglichkeit analoger Fremdsensoren.

Perfekte Ölzustandsüberwachung

Da neben Druckschwankungen und Druckspitzen oder Lasthalte und Rückschlagventile mit ungeeigneter Öffnungscharakteristik immer wieder verschmutze Hydrauliköle Ursache für Systemausfälle sind, kommt der Ölüberwachung eine wichtige Bedeutung zu. Das Hydrauliköl muss hinsichtlich Temperatur, Füllstand, Durchfluss und Ölzustand auch in Bezug auf die Partikelbelastung und den Wasseranteil beobachtet werden. Zu hohe Temperaturen, Reibung, Leckagen aber auch Alterungsprozesse hinterlassen "Spuren" im Öl. Das OilCheck Handüberwachungsgerät erfasst die Dielektrizitätskonstante und macht teure und zeitraubende Laboranalysen überflüssig. Mit einer Wiederholgenauigkeit von über 95% erkennt es mechanischen Verschleiß und jeden Verlust von Schmierfähigkeit des Öls, z.B. durch das Eindringen von Wasser, die Kontaminierung mit Metallgehalten oder Oxidation. Ob im Feld, an der Produktionsstraße, oder im Labor, die laseraktivierten tragbaren LaserCM Partikelanalysatoren sorgen für hochgenaue Überwachung. Sie haben nicht nur eine Alarmfunktion sondern ermöglichen die für das Condition Monitoring so wichtigen Trendanalysen. Im Bereich der Feststoff-Kontaminierungsanalyse bietet der IcountPD als fest montiertes Online-Partikeldetektormodul mit M16 x 2 Messkupplungen zur einfachen Probeentnahme eine preiswerte Lösung. Kalibriert durch anerkannte Online-Methoden und unterstützt von relevanten ISO-Verfahren ermöglicht der IcountPD eine frühe Anzeige des Verunreinigungszustands. Dieses Messsystem zur kontinuierlichen und preiswerten Überwachung tendenzieller Systemkontaminierung verlängert die Verwendbarkeit der Hydraulik-Flüssigkeit und trägt dazu bei, Stillstandszeiten zu reduzieren. Gerade über verschlissene Kolbenstangenbünde oder Entlüfterkappen und Leckagen in Wärmetauschern kann das durch Temperaturunterschiede verursachte Kondenswasser in hydraulische Systeme eindringen. Genau wie in Kfz-Bremsleitungen ist Wasser auch "Gift" in normalen Hydraulikleitungen. Fein verteilte Wassertröpfchen oder gar Ansammlung von freiem Wasser sind im Öl sichtbar. Gegen "Sichtbares" lässt sich ankämpfen. Schlimmer ist das "unsichtbare", das gelöste Wasser. Hier helfen nur Feuchtmesssysteme. Die kompakten und leichten Parker MS100 und MS150 - Feuchtigkeitssensoren ermöglichen die Frühwarnung und lassen sich von OEMs und Endnutzern schnell und einfach installieren und konfigurieren. Parker bietet aber nicht nur die Messtechnik für die (vorbeugende) Instandhaltung. Kommt es außerhalb der Maschinen-Garantiezeit z.B. zum Bruch von Hydraulikschläuchen, dann hilft der mobile 24-Stunden Reparaturservice Parker "Schlauch Blitz" an allen 7 Tagen der Woche. Im Regelfall ist innerhalb Deutschlands binnen einer Stunde ein Hydraulikfachmann vor Ort für sämtliche Wartungsarbeiten einsatzbereit. Der Schlauch Blitz Servicewagen ist eine mobile Werkstatt, die mit Parker-Technik und Parker-Anschlüssen, -Schläuchen und -Zubehör ausgestattet ist. Reinhold Kuchenmeister / st

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