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Mikrofluidik und DosiertechnikFett ganz fein

Serienproduktion der neuen Gleitringdichtung

Viele verbinden den Begriff Mikrofluidik noch immer ausschließlich mit der Medizin- oder Biotechnik, aber mittlerweile findet man Anwendungen in fast allen industriellen Bereichen.

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KugelhahnDen Hahn ganz dicht

machen die Entwickler von Gemü, da für Kugelhähne in der pharmazeutischen Produktion erhöhte hygienische Anforderungen bestehen. Ventile und Hähne beispielsweise müssen möglichst arm an Totraum sein und definierte, glatte Oberflächen aufweisen. Medien, die in Toträumen von Ventilen oder Hähnen haften bleiben, können Medikamente kontaminieren. Daher verwendet man totraumarme Dichtungen mit glatten Oberflächen, die sich leicht von Rückständen und auskristallisierenden Medien reinigen lassen.

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Kugelhahn: Den Hahn ganz dicht

Die totraumarme Dichtung der Baureihe 740 besteht aus zwei speziellen Halbschalen aus TFM. Dieser neuartige Dichtstoff erfüllt die hohen Anforderungen der US-amerikanischen Behörde für Lebensmittel- und Arzneisicherheit (FDA) und ist konform gemäß FDA 21 CFR 177.1550. Der Dichtstoff ist so chemikalien- und hitzebeständig wie konventionelles PTFE. Darüber hinaus zeichnet er sich aber durch eine wesentlich glattere Oberfläche, ein kleines Porenvolumen, geringe Kaltflusseigenschaften, geringe Verformung unter Druck und eine nahezu universelle chemische Beständigkeit aus. Die Innenoberfläche der Rohrstutzen sowie der Kugel sind im mediumsberührten Bereich auf eine Rauhigkeit von 0,6 µm mechanisch poliert und zusätzlich elektrolytisch poliert. Das gewährleistet eine gute Reinigung (CIP) und Sterilisation (SIP) der Kugelhähne.

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Die Spindel ist durch vorgespannte Tellerfedern, V-Ringe und eine kegelförmige Dichtung gleich dreifach abgedichtet. Das Dichtungspaket ist nachstellbar und wartungsarm. Die Baureihe ist damit konform mit der TA-Luft. Gleichzeitig gewährleistet diese Konstruktion in Verbindung mit der fein bearbeiteten Spindel eine geringe Reibung sowie eine hohe Lebensdauer des Dichtungspaketes.

In geöffnetem Zustand bieten die Kugelhähne eine hohe Durchflussleistung. Die maximal zulässige Betriebstemperatur beträgt 180°C. Bei Dampf beträgt der maximal zulässige Dampfdruck acht bar. Der maximal zulässige Betriebsdruck beträgt für Flüssigkeiten 63 bar in den Nennweiten DN 8 bis 50, und 55 bar in den Nennweiten DN 65 bis 100. Als Anschlussarten stehen in den Nennweiten DN 8 - 100 standardmäßig Schweißstutzen nach DIN 11850, DIN ISO 1127, ASME BPE sowie Clampanschlüsse nach ASME BPE zur Verfügung. Andere Anschlussarten sind auf Anfrage erhältlich.

Vom Grundaufbau her ist das System ein dreiteiliger Kugelhahn mit Topflansch. Auf diesen können neben dem Handhebel auch pneumatische Schwenkantriebe und elektromotorische Antriebe aufgebaut werden. Die Antriebe sind kompatibel mit denen aus den bisherigen Kugelhahnbaureihen 751 und 738 des Unternehmens. Für die pneumatischen Antriebe steht eine umfangreiche Instrumentierung in Form von elektrischen Stellungsrückmeldern, Ventilanschaltungen, sowie Stellungs- und Prozessreglern zur Verfügung.

Die Kugelhähne erfüllen die Sicherheitsanforderungen des Anhangs I der Europäischen Druckgeräterichtlinie 97/23/EG (DGR) für Fluide der Gruppe 1 und 2. Sie eignen sich für den Einsatz bei mechanisch sauberen, neutralen, aggressiven, flüssigen, gasförmigen Medien und Dämpfen. Neben Anwendungen in der pharmazeutischen Industrie bietet sich die Baureihe für Applikationen in der Kosmetikindustrie, Biotechnologie, Verfahrenstechnik oder der Lebensmittelindustrie an, insbesondere in Bereichen mit geringen Schaltwechseln. ee

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