www.scope-online.de Mai 2011 53 h ellen Ausbau.
Ein großer Meilenstein in der Schaltschranktechnik war die Erfindung des PS 4000 Anreihsystems im Jahr 1985.
Bis heute millionenfach verkauft, wurde er zum Weltstandard.
Was bei einem RS noch schlicht Zubehör hieß, übertraf mit einem Portfolio von etwa 60 Komponenten der PS 4000.
Es gab Mitte der achtziger Jahre nichts Vergleichbares im Markt.
Welche Mög- lichkeiten dieser Schaltschrank den Kunden schon zur damaligen Zeit bot, beweist seine Variante als Datenvertei- ler, die nur vier Jahre später eingeführt wurde.
Und ein weiteres Mal bekam man die Anregung aus der Automobilindus- trie.
Das Schrankkonzept sollte für die Datentechnik mit entsprechendem Zu- behör weiterentwickelt werden.
Damit vollzogen die Herborner den ersten Schritt in ein völlig neues Marktseg- ment – die Informationstechnologie.
Heute gilt das Unternehmen als ein führender Anbieter von Planung, Bau, Ausstattung, Software und Service von Rechenzentren und IT-Infrastrukturen.
In den neunziger Jahren wurde das marktführende System PS 4000 kontinu- ierlich weiter ausgebaut.
1999 löste das TS 8-Schaltschranksystem den PS 4000 aus der Pole Position ab.
Der Slogan zur Markteinführung lautete: „Endlich unendliche Möglichkeiten“.
Der Kern des Schranks TS 8 ist das 16-fach pro- filierte, patentierte Vertikalprofil, das nicht nur eine hohe Stabilität, sondern zusätzlich eine zweite Montageebene bietet.
Außerdem ist er symmetrisch in Bezug auf das Maßraster, was ein Anrei- hen in alle Richtungen und damit mehr Flexibilität ermöglicht.
Effiziente Lösungen anbieten Zu diesem Longseller, der heute über 7,7 Millionen Mal im Einsatz ist, gehört ein bis ins Detail durchdachter System- und Zubehörbaukasten.
Die Schaltschrank- und IT-Rack-Systemplattform TS 8 ist heute Basis für die branchenübergrei- fende Systemarchitektur „Rittal – das System“.
Dieser Baukasten besteht aus auf einander abgestimmten Ge- häusen und Schaltschränken, sicheren Stromverteilungen, energieeffizienter Klimatisierungstechnik, kompletten IT-Infrastrukturen sowie intelligenten Planungstools.
Im Systemgedanken enthalten ist auch das Engineering und der Service.
Denn aufgrund der individuellen Kundenwünsche ist es heute im Bereich des mechanischen Schutzes von Elektrotechnik und Elek- tronik mit dem einzelnen Gehäuse nicht mehr getan.
Gefragt ist das umfassende Lösungsangebot.
Die Innovationskraft des Unterneh- mens wurde vielfach ausgezeichnet.
So hat Friedhelm Loh, Inhaber der Friedhelm Loh Group und seit 1974 Geschäftsführer von Rittal im Jahr 2010 die renommierte Dieselmedaille erhal- ten.
„Kreative und hochmotivierte Mit- arbeiter sind die Voraussetzung für neue Entwicklungen und deren Umsetzung im Markt.
Denn auf ihre Ideen und ihr Können kommt es an, damit die Fried- helm Loh Group auch zukünftig die besseren Produkte, die intelligenteren Prozesse und die zufriedeneren Kunden hat“, so Prof.
Dr.
Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, in seiner Laudatio.
st Schaltschränke Kennziffer Rittal, Herborn, Tel.
02772/505-0, Fax 505-2319, www.rittal.de