www.scope-online.de Mai 2011 63 schienen aus Stahl und Edelstahl sowie darauf abgestimmte Verbindungselemente.
Die präzise ausgeführten Montage- schienen stehen in zahlreichen Ausführungen zur Verfügung: Ungelocht, gelocht und in vielen verschiedenen Querschnit- ten.
Als Verbindungselemente kommen Hammer- und Haken- kopfschrauben, Aufhänge- und Sonderschrauben sowie auch Gewindeplatten zum Einsatz.
Dabei werden die Hammer- und Hakenkopfschrauben galvanisch verzinkt oder feuerverzinkt in Stählen der Festigkeitsklassen 4.6 und 8.8 oder in den Edel- stahl-Qualitäten A2 und A4 angeboten.
Je nach Anforderung werden auch Sonderwerkstoffe verwendet.
Abgerundet wird das Standard-Programm durch eine große Auswahl an Normteilen und Rohrschellen sowie unterschiedliche Konsolen.
Im Service-Center des Unternehmens entstehen in der eige- nen Entwicklungsabteilung (3D CAD), im eigenen Musterbau und auf eigenen Fertigungsanlagen Sonderlösungen für Kunden aus verschiedenen Branchen.
Sondergewinde werden abge- dreht, Montageschienen exakt nach Kundenvorgabe abgelängt, konstruktive Optimierungen an Profilen und Schrauben vorge- nommen oder Rohrschellen in Sonderdimensionen hergestellt.
Die Spitze des Eisbergs bilden dann komplette Neuentwicklun- gen wie etwa einbaufertige Gewindeplatten mit Fixierhilfen aus Kunststoff oder geometrisch ausgefallene Verbindungselemente für den Waggonbau.
Zu den Spezialitäten des Zulieferers gehören ultralange Hakenkopfschrauben für die Bahntechnik.
Für den Bau von Lo- komotiven werden Hakenkopfschrauben in Längen von 600 bis 1200 mm benötigt.
Die Gewinde haben Durchmesser von M10 bis M20.
Die Gewindelänge betrug bis zu 120 mm.
Diese Produkte fertigen die Spezialisten aus Köbbinghausen genau nach Kun- denspezifikation in zertifizierter Qualität.
Michael Stöcker h Das Schmuckstück der neuen Produktionsstätte: Automatisches Hochregallager Stahlprofi le und Verbindungselemente Kennziffer Steelline Profi ltechnik, Plettenberg, Tel.
02391/6072-0, Fax 6072-10, www.steelline.biz Jahre SCOPE Jahre Zulieferer Vom Rohteil zum System Ein Bild mit dem Titel „Deutsches Zulieferwesen der 1960er-Jahre“ hätte nur wenige Farben.
Zwar waren damals sehr viele klassische Zulieferer von Metall- oder auch schon Kunststoffteilen am Werk, die Zahl der Branchen aber war gering.
Zudem gab es viel we- niger Spezialisten, weil weniger technische Disziplinen existierten (keine Mikroelektronik, weniger Werkstof- fe etc.).
Die meisten Zulieferer waren Hersteller von Roh- oder Halbfertigteilen in kleineren Stückzahlen.
Manuelle Fertigung überwog wer durchweg halbauto- matisch produzierte, gehörte zu den Innovativen.
Als Motor für das Zulieferwesen wirkte allen anderen voran der Automobilbau in Gestalt der großen OEMs.
Ei- nige von ihnen begannen in den 1970er-Jahren damit, einzelne Prozessschritte wie das Gießen und Schmieden auszulagern.
Das beeinflusste die Struktur der Zuliefer- industrie.
Viele Betriebe begannen zu automatisieren, eigneten sich neue Verfahren an und fertigten nun auch größere Serien.
Auf der Basis dieses Kompetenzgewinns und weiterer Automation setzt dann Anfang der 1980er- Jahre ein Trend ein, der bis heute anhält: Die Herstel- lung einbaufertiger Teile und Baugruppen, die immer größere Abschnitte der Wertschöpfungskette abdecken.
Parallel dazu entstehen nicht nur weitere Zulieferbran- chen (bei zugleich sinkender Zahl der Betriebe), son- dern es nimmt auch die geometrische Komplexität der Bauteile zu.
Die mittelständischen Unternehmen sind zudem in der Lage, immer höhere Qualitätsansprüche zu befriedigen.
Gegen Ende der 80er statten sich viele Be- triebe mit CNC-Technik aus und treiben die Automation voran.
Sie tun dies auch, um sich gegen die wachsende Konkurrenz aus dem Ausland zu wappnen.
Wer in diesen Jahren hier nicht am Ball blieb, hatte schlechte Karten.
In den 90er-Jahren erlebt das deutsche Zulieferwe- sen einen dramatischen Wandel durch den Lopez-Effekt.
Viele Betriebe fallen dem Preis-Druck zum Opfer oder können die Outsourcing-Diktate der Autobauer nicht er- füllen.
Es kommt zu massiven Konzentrationsprozessen, mancher Zulieferer sucht sein Heil in Kooperationen mit Leidensgenossen.
Zugleich differenziert sich das Zulie- ferwesen in den Folgejahren immer feiner heraus.
Heute kennt das Zulieferwesen hierzulande drei Gat- tungen: Viele Teilefertiger, weniger Komponenten-Lie- feranten und wenige Systemhersteller.
Dabei ist die Abgrenzung keineswegs statisch, da die deutschen Zu- lieferer viel gelernt haben.
Vor allem, sich breit aufzu- stellen, ihre Verbesserungsprozesse nie ruhen zu las- sen und sich aktiv in die Entwicklungsprozesse ihrer Kunden einzumischen.
ms Kontakt zur Argez Kennziffer Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie, Düsseldorf, Tel.
0211/6871-0, Fax 6871-364, www.argez.de