www.scope-online.de Mai 2011 89 Um den VOC-Gehalt auf weniger als fünf Prozent zu senken, wird das chemische Produkt vorgemischt und gebrauchsfertig gelie- fert.
Die Produktionsanlage kann den Mischvorgang ohne Zugabe organischer Lösungsmittel kontrollieren.
Die Produktstabilität ist mehrere Wochen gegeben, was eine notwendige Vorausset- zung ist für die realen Nutzungsbedingungen.
Beim Beschichter werden Produkteinstellungen nur mit Wasser vorgenommen.
Niedrige Schichtdicken Übrigens: Die Produktentwicklung von NOF Metal Coatings Europe wurde 2010 mit dem Europäischen Responsible Care Preis gewürdigt – erstmalig gewann damit ein in Frankreich ansässiges Unternehmen diese Auszeichnung.
Die Jurymit- glieder würdigten den Neuheitencharakter des Wettbewerbsbei- trags und hoben besonders hervor, dass die hochtechnisierte Beschichtung „eine bemerkenswerte Reduzierung der VOC Emissionen bei gleichzeitigem Rückzug aus den sechswertigen Chromverbindungen bietet“ (mehr dazu unter www.cefic.org/ Responsible-Care/Awards).
Die Zinklamellen-Beschichtungen aus Frankreich bieten grundsätzlich niedrige Schichtdicken bei hohem Korrosionsschutz.
Sie gelten als führend in der Automo- bil- und Lkw-Industrie sowie in vielen anderen Industriezwei- gen wie etwa auch der Windenergie und dem Eisenbahnbau.
NOF Metal Coatings Europe ist die europäische Tochtergesellschaft der NOF Metal Coatings Gruppe, die ihrerseits die Korrosions- schutzsparte der japanischen Chemiegruppe NOF Corporation ist, die die Zinklamellen-Technologie erfunden hat.
ms h Jahre SCOPE Jahre Oberflächentechnik Immer mehr Funktionen Als eine der wohl wichtigsten Querschnittstechnologien ist die Oberflächentechnik an der Herstellung fast aller Produkte beteiligt.
Das war vor 50 Jahren nicht anders als heute.
Ihre Verfahren und Prozesse verschönern, schützen, optimieren, modifizieren und funktionali- sieren die Oberflächen technischer Erzeugnisse.
In der Vielfalt der heute industriell verfügbaren Methoden und Möglichkeiten liegt denn auch der große Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte.
Gesellschaftlicher Druck (z.B.
Umweltschutz) hat die Entwicklung neuer, innovativer Verfahren der Oberflächentechnik ebenso vorangetrie- ben wie ökonomische Zwänge (z.B.
Energieeffizienz), die daraus entstehenden technischen Anforderungen (z.B.
Leichtbau) sowie auch die Ansprüche neuer Bran- chen (z.B.
Mikroelektronik, Photovoltaik) und ein ste- tig wachsendes Qualitätsbewusstsein von industriellen Anwendern und privaten Konsumenten.
So kennen wir heute erheblich mehr Verfahren und Möglichkeiten der Oberflächentechnik als in den 1960er-Jahren.
Zwar hat man auch damals schon ge- reinigt, grundiert, lackiert, galvanisiert, poliert, (plasma)nitriert, verzinkt und einiges anderes mehr aber Verfahren wie das Laserauftragsschweißen, das Elektronenstrahlhärten oder auch die verschiedenen chemischen, physikalischen und optischen Verfahren der echten Dünnschicht-Technologie sind erst in spä- teren Jahrzehnten im industriellen Maßstab zur Gel- tung gekommen.
Die großen Zukunftsaufgaben und -chancen der Oberflächentechnik liegen – neben dem Schützen und Verschönern – insbesondere darin, neuen Produkten immer mehr nützliche Merkmale und Funktionen zu verleihen, um ihnen auf diese Weise zu Leistungen zu verhelfen, die sie ohne die behandelte Oberfläche gar nicht bringen könnten.
Das mitunter größte Innova- tionspotenzial sehen viele Experten in diesem Zusam- menhang in intelligenten multifunktionalen Oberflä- chensystemen, die verschiedene Eigenschaften mit- einander kombinieren – und zwar maßgeschneidert und bedarfsgerecht.
Ein ebenso populäres wie an- schauliches Beispiel dafür sind hauchdünne Indium- Zinn-Schichten, die nicht nur hart und kratzfest sind, sondern auch transparent und leitfähig.
Zu was die gut sind? Zum Beispiel für eisfreie Autoscheiben mit zuschaltbarem Sonnenschutz, die kaum Energie brau- chen.
Im besten Fall reinigt sich die Scheibe dann auch noch selbst.
Die Ideallösung für Elektroautos.
ms Funktionale Oberfl ächen Kennziffer Fraunhofer Institut für Schicht- und Oberfl ächentechnik, Braunschweig, Tel.
0531/2155-0, Fax 2155-900, www.ist.fraunhofer.de Dünn aber beständig: Zinklamellen-Coating als Korrosionsschutz Korrosionsschutz-Beschichtungen Kennziffer NOF Metall Coatings Europe, Markgröningen, Tel.
07145/9635-0, Fax 9635-25, www.dacral-deutschland.de