Lackierkabine www.scope-online.de Mai 2011 22 Von Anfang an spezialisiert auf elektromechanische Steuerungen ist das im Jahr 1973 von Gerardus de Man gegründete gleichnamige Unternehmen.
Bereits im Jahr 1976 konzipiert und ent- wickelt es für diese Zeit richtungswei- sende Positioniersteuerungen, die das exakte Anfahren einer Position eines mo- torisch angetriebenen Aggregats ermög- lichen.
Für Ford wird im Jahr 1980 mit ei- ner Speicher SPS erstmals die SPS-Tech- nologie eingesetzt und zehn Jahre später steigt das Unternehmen in die Roboter- technologie ein.
Gerade hier konnte es diesen April auf der Hannover Messe viele Besucher anlocken.
Es zeigte die vollau- tomatische Abnahme ungeordneter Werk- stücke von einem vom Unternehmen als revolutionär bezeichneten Werkstückträ- gersystem (entwickelt vom de Man Part- ner Almert Logistic Intelligence) durch einen Roboter.
Möglich wird dies durch die wabenartige Bauart des Trägers, die eine gute Voraussetzung für eine vollau- tomatische Erkennung der Produkte über ein Kamerasystem bietet.
Seit fast 40 Jahren ist das Familien- unternehmen aus Borgholzhausen nun Spezialist für ganzheitliche Automatisie- rungslösungen.
Mit dem Erfolg der Pro- dukte wurde auch der Ruf nach Gebäude- erweiterungen laut.
Im Jahr 1992 baute das Unternehmen am Firmensitz ein neu- es Verwaltungsgebäude.
Eine neue Mon- tagehalle, die unter anderem als Techno- logiezentrum sowie zum Aufbau und zur Vorabnahme aller Anlagen benutzt wird, wurde im Jahr 2003 fertig.
Inzwischen beschäftigt das Unternehmen um die 30 Mitarbeiter.
Sein Lieferspektrum reicht von automatischen Lagersystemen über Roboteranlagen und Fördertechnik bis hin zu Materialflusssystemen.
Damit er- möglicht es eine flexible und schlanke Gestaltung von Herstellungsprozessen, die vor dem Hintergrund zunehmend dynamischer und schneller werdender Märkte immer wichtiger wird.
Die Leiden- schaft für innovative und perfekt abge- stimmte Technologie bildet bis heute die Grundlage aller kundenindividuellen Au- tomationslösungen für Lager, Handling und Materialfluss.
Alle Anlagen werden schlüsselfertig inklusive aller Kompo- nenten erstellt.
ee In den Kinderschuhen steckten Arbeits- und Umweltschutz als Walther Pilot in den 60er und 70 er Jah- ren noch Farbspritzboxen vertrieb.
„Die Absaugewege sind so angeordnet, daß der größte Anteil der nicht am Werkstück haftenden Spritzstäube auf der mit Git- terrosten abgedeckten Wasserfläche nie- derschlägt, von der diese Farbstäube ab- genommen oder laufend fortgeschwemmt werden.
Die Spritzer arbeiten ohne Mas- ke.
Durch den großen Luftwechsel ma- chen sich die Lösungsmitteldünste nicht bemerkbar.
Die von den Behörden empfoh- lene Luftmenge muss 7 m3/sec.
betragen.
Diese Anlagen bewähren sich bestens in der Praxis.“ Hieß es in der damaligen Pro- duktbeschreibung.
Da kam es hauptsäch- lich darauf an, dass eine Anlage prozess- sicher funktionierte.
Aufgrund schlechter Isolierung dürften in der kalten Jahreszeit hohe Mengen an Heizmittel verbraucht worden sein.
Die Kabinenbeleuchtung war dürftig und hätte nicht der hohen Quali- tätsproduktion von heute genüge getan.
Umwelt- und Arbeitsschutz waren als The- men durchaus schon entdeckt, aber nicht wirklich ernst genommen.
Heute heißen sie Lackierkabinen und bieten hohe Sicherheitsstandards: Das Tragen einer Maske ist Pflicht.
Die Farb- stäube werden bei derartigen Anlagen nicht mehr mit Wasser fortgeschwemmt, sondern in Spezialfiltern abgeschieden.
Die Lackierkabinen arbeiten mit hochef- fizienten Brennern zur Frischlufterwär- mung, verbrauchen wenig Luft und kön- nen mit Systemen zur Wärmerückgewin- nung ausgestattet werden.
Bedingt durch die Tatsache, dass große Mengen partikel- beladener Abluft durch erwärmte Frisch- luft ersetzt werden müssen, ist die La- ckierkabine nach wie vor häufig genug ein „Energiefresser“ ersten Ranges jedoch ist gerade darum das Potenzial für Kosten- senkungen besonders hoch.
Durch geeig- nete Maßnahmen können bis zu 60 Pro- zent an thermischer Energie eingespart werden.
So werden Luftsinkgeschwindig- keiten, Fluchtwege und elektrische Si- cherheitsschaltungen gefordert und von den Kabinen aus Wuppertal erfüllt.
ee Kennziffer Walther Spritz- und Lackiersysteme, Wuppertal, Tel.
0202/787-0, Fax 787-217, www.walther-pilot.de Steuerungen Kennziffer de Man, Borgholzhausen, Tel.
05425/9497-0, Fax 5774, www.deman.de Industrie gestern und heute hh