www.scope-online.de Mai 2011 16 Die SCOPE-Story hh Legenden sind die erwachsenen Töchter unklarer Umstände.
Beim Graben nach den Wurzeln von SCOPE macht der eifrige Rechercheur gleich dutzendweise Bekanntschaften mit mehr oder weniger nebulösen Anekdoten.
Manche kurios-keck, einige abstrus-abwegig, die meisten zu vage-verschwommen.
Die wohl glaubhafteste Legende, die sich um die Geburt der Fachzeit- schrift SCOPE rankt, kommt der Wahrheit plausibel nahe und führt in das England der 1950er-Jahre.
Dort lebte und arbeitete ein Verleger mit dem Familiennamen Ryan.
Er gab damals recht erfolgreich den Industrietitel Scope’s Factory and Office Service heraus.
Seiner Zeit um etliche Jahrzehnte voraus, ersann Ryan die Vision eines europäischen Fachzeitschriften-Netzwerks.
Also machte sich der Brite auf die Socken und hielt Ausschau nach publizistischen Partnern in den Nachbarländern, die bereit waren, diesen unternehmerisch riskanten Weg mit ihm gemein- sam zu gehen.
Er fand sie zunächst in Frankreich, wo alsbald die Schwesterzeitschrift Périscope erschien.
Nach einer kurzen Atempause reiste Ryan dann nach Deutschland, wo er 1960 dem Verleger Roland Hoppenstedt jun.
begegnete.
Dessen gleichnamiger Vater hatte bereits in der Weimarer Republik gemeinsam mit sei- nem Cousin Hans in Berlin die R.
& H.
Hoppenstedt Verlagsan- stalt gegründet (1926).
Zu de- ren ersten Veröffentlichungen gehörten Titel wie Das Grün- buch der Aktiengesellschaften oder das Spezial-Archiv der Deutschen Wirtschaft.
1934 übernahmen die Hoppenstedtler zudem das Ruder beim Verlag für Rechts- und Wirtschaftslitera- tur und legten erstmals den Klassiker Handbuch der Deutschen Aktiengesellschaften auf.
Nach der Umfirmierung in Hoppen- stedt & Co (1935) erschien dann die Erstausgabe von Wer leitet – Die Männer der Wirtschaft und einschlägigen Verwaltung.
Publizistisch ein großer Erfolg.
Während der Zweite Weltkrieg im zweiten Jahr wütete, kam 1941 noch Das Spezial-Archiv der Deutschen Wirtschaft heraus.
Aber unter dem Joch von Nazi-Regime und den Gängelungen der Kriegswirtschaft gestaltet sich eine normale Unternehmertätig- keit zunehmend schwierig.
1945 machen die alliierten Bomber das Berliner Verlagsgebäude dem Erdboden gleich.
Die publi- zistische Arbeit kommt zum Erliegen.
Allerdings nicht für lange Zeit.
Denn bereits 1946 fasst sich Verleger Roland Hoppenstedt sen.
ein Herz und wagt in einem kleinen Hotel in Heppenheim an der hessischen Bergstraße den Neubeginn.
Im Februar 1948 erhandelt Hoppenstedt mit viel Geschick von der alliierten Militärverwaltung die Lizenz zur Publika- Ein runder Geburtstag ist der richtige Augenblick für eine stolze Nabel- schau.
Und ein 50-jähriges Jubiläum allemal.
So lange nämlich zeigen wir – das Industrie-Magazin SCOPE – schon Flagge in der deutschen, schweize- rischen und österreichischen Medienlandschaft.
So lange schon durchleben wir als polytechnische Fachzeitschrift gemeinsam mit der mittelständischen Industrie fröhliche Höhenflüge und tiefe Tränentäler.
1961 gestartet als schwarzweißes Monatsheft erreicht SCOPE heute als medienübergreifende Fachpublikation täglich viele Tausend Leser und User in fast allen Branchen.
Eine Selbstbetrachtung zwecks Jubiläum.
„Streit anfangen mit „Streit anfangen mit einer Zeitschrift“ einer Zeitschrift“ Die Hoppenstedt Firmengruppe besteht aus vier Schwesterunternehmen: Die Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH verkauft Firmeninformationen und Geschäftsadressen die Hoppenstedt Kreditinformationen GmbH und die Hoppenstedt360 GmbH sind Anbieter von Kredit- und Risikoanalysen.
Fachzeitschriften und Produkt- informationen publiziert die Hoppenstedt Publishing GmbH.
Die Unternehmen haben ihren Sitz in Darmstadt und gehören seit 2006 zum europäischen Wirtschaftsinformationsunternehmen Bisnode mit Sitz in Stockholm.
Zu Bisnode gehören in Deutschland neben Hoppenstedt auch das ABC der deutschen Wirtschaft, D+B Deutschland und Wer liefert was?.