www.scope-online.de April 2011 16 Materialfluss/Verpackungstechnik Titelthema hh Ob in Siegen die Sektkorken knallten, als der Auf- trag der Getriebeherstellers Voith Turbo ins Haus flatterte, wissen wir nicht.
Aber ein wenig frohlockt haben dürften die Verantwortlichen beim Kranbau- er Vetter schon, denn 22 Schwenkkrane in einem Schwung – das passiert nicht alle Tage.
Häufiger kommt es hingegen vor, dass sich irgendwo in der Industrie ein paar kluge Köpfe zusammen setzen, um ihre grauen Zellen für die Optimierung produkti- onslogistischer Prozesse zu bemühen.
So geschehen eben auch bei Voith Turbo im Vorfeld der Eröffnung des neuen Werks in Heidenheim-Mergelstetten An- fang 2010.
Mit 230 Mitarbeitern fertigt der Getrie- behersteller hier Antriebssysteme für Eisenbahnen – unter anderem Achsgetriebe für chinesische High- Speed-Züge.
Bei der Konzeption des neuen Werks hat das Unternehmen Referenzen aus anderen Branchen, etwa dem Automobilbau, analysiert und die dabei ge- wonnenen Erkenntnisse auf die Produktion im Getriebebau übertragen.
Das Ergebnis: Minimierte Durchlaufzeiten und op- timierte Arbeitsabläufe.
Beim Materialfluss und einzelnen Arbeitsab- läufen galt als Maßstab höchste Effizienz.
Das schließt Wartezeiten aus, wie sie etwa entstehen, wenn Monteure auf einen einzigen Brückenkran in der Halle angewiesen sind.
Deshalb entschieden sich die Planer von Voith Turbo für den Einsatz der Schwenkkrane von Vetter Krantechnik.
Die Säulenschwenkkrane (Typ Meister) verrichten ihre Dienste direkt in der Produktion: Sie überneh- men das Einlegen von bis zu drei Tonnen schweren Getriebeteilen in die Bohr-, Fräs- und Schleifmaschi- nen.
An einigen Arbeitsplätzen wurden zwei Ausleger an eine Säule montiert – etwa bei der Beschickung einer Dreh-und Fräsmaschine: Hier nimmt der Werker mit dem ersten Ausleger einen Rohling auf und fährt ihn in eine Parkposition vor die Maschine.
Mit dem zweiten Ausleger holt er das bearbeitete Werkstück aus der Maschine und schwenkt es zur Seite.
Mit dem ersten Ausleger platziert er dann den geparkten Roh- ling in die Maschine.
Während dessen Bearbeitung Im Rahmen der Produktionslogistik übernehmen Hallenkrane in vielen Unternehmen zentrale Aufgaben.
Insbesondere wenn der Umgang mit schweren Bauteilen einem reibungslosen Materialfluss im Weg steht, sind Krane unverzichtbar.
Anlässlich der Cemat hat sich SCOPE-Redakteur Michael Stöcker bei führenden Herstellern nach aktuellen Anwendungs- fällen und Trends aus dem Industrie- und Prozess-Kranbau umgesehen.
Über den Köpfen Köpfen Vetter Krantechnik hat seinen Hauptsitz in Siegen und zählt zu den führenden europäischen Anbietern von Schwenkkranen und Kransystemen.
An zwei Fertigungs-Standorten (Siegen, Haiger) pro- duziert das Unternehmen mit moderner Fertigungstechnik für den Weltmarkt.
Die Vetter Krantechnik GmbH gehört zur Firmengruppe der Vetter Holding GmbH, unter deren Dach die drei Unternehmen Vetter Krantechnik GmbH, Vetter Kranservice GmbH und Vetter Umformtechnik GmbH eigenständig tätig sind.
Auf der Cemat stellt das Unternehmen in Halle 12, Stand B50 aus.