Die Brennet AG ist einer der führenden Hersteller buntgewebter und stückgefärbter Bekleidungsstoffe.
Renommierte Konfek- tionsunternehmen in weltweit über 50 Märkten schätzen die Zuverlässigkeit und technische Kompetenz des Unternehmens.
Die hohe Produktqualität wird durch permanente Investitionen in Gebäude, Anlagen und Geräte zur Sicherung der Prozesse ga- rantiert.
Eine davon war die Erneuerung einer Füllstandmessung in einem Kondensatbehälter.
Sie sollte mindestens die Messsi- cherheit der zuvor eingesetzten kapazitiven Sonde bei möglichst einfacher Inbetriebnahme erreichen.
Zusätzlich war der Wunsch vorhanden, dass ein Gerätetausch einfacher als bisher und ohne aufwändigen Neuabgleich erfolgen sollte.
Die Wahl fiel auf den neuen Levelflex FMP 51 von Endress + Hauser.
Er ist Teil des neuen einheitlichen Zweileiter-Geräte- konzepts und funktioniert nach dem Prinzip der geführten Ra- darmessung.
Diese durchgängige Lösung vereinheitlicht gleich mehrere Bereiche: Angefangen von Bedienung, Software und Schnittstellen, über Datenmanagement und Systemintegration bis hin zur Diagnose.
Dazu kommen Gehäusekomponenten und Elektronikmodule sowie Bestellstrukturen und Dokumentation.
Die Basis für diese Lösung legten eine Vielzahl von Industrie- und Endress + Hauser-Standards, die in Zukunft maßgebend für alle kommenden neuen Gerätekonzepte des Unter- nehmens sind.
Der erste Schritt in diesem Konzept erfolgt im Arbeits- gebiet Durchfluss mit dem neuen Promass E 2 Wire.
Er ist das weltweit erste Cori- olis-Messsystem, das alle heutigen Anforderungen der chemischen Industrie voll- umfänglich erfüllt und zudem in der von den Anwendern favo- risierten Zweileiter-Technik aufgebaut ist.
Im Bereich Füllstand wird die Gerätefamilie geführtes Radar Levelflex FMP 50…57 den ersten Schritt in eine gemeinsame Zukunft einleiten.
Die Gerätesoftware des hier eingesetzten neuen FMP 51 erfüllt in allen Belangen die kürzlich erschienene Namur Empfehlung NE 131 (Namur-Standardgerät) die unter anderem eine einheit- liche Gerätebedienung für Feldgeräte fordert.
Diese intuitive Bedienung reduziert die Komplexität und senkt die Kosten bei Inbetriebnahme, Schulung und Wartung.
Bei den traditionellen Laufzeitmessverfahren werden mittels Ultraschall oder Radar Messimpulse ausgesendet, die auf der Mediumsoberfläche reflektiert und empfangen werden.
Die Aus- wertung erfolgt anhand der Echo-Signalkurve.
Einbauten, wie beispielsweise Grenzschalter oder Schweißnähte, können, wenn keine optimale Einbaulage des Sensors möglich ist, störende Echo- Signale erzeugen.
Bei klassischen Echo-Signal Auswertungen werden die Störfaktoren von der Auswertung ausgeschlossen.
Nur Signale, die die Ausblendungskurve überragen, werden als Füll- standsignal akzeptiert.
Falls das Füllstandsignal beim Befüllen oder Entleeren des Silos unterhalb der Ausblendungskurve liegt, kann es zu Fehlauswertungen kommen.
Erst wenn der Füllstand www.scope-online.de April 2011 52 Prozesstechnik/Messtechnik hh In der Prozessindustrie steigen die Anforderungen an die Automatisierungstechnik stetig.
Leistungsfähig und flexibel auf der einen, geringe Kosten auf der anderen Seite.
Auch die Komplexität für den Anwender aufgrund der Vielzahl von Mess- aufgaben und der dafür verfügbaren Geräte unterschiedlicher Hersteller nimmt zu – hinzu kommen Betriebssicherheit und Verfügbarkeit.
Wie diese Anforderungen mit einem einheit- lichen und durchgängigen Konzept umgesetzt werden können, zeigt das neue Zweileiter-Konzept von Endress+Hauser für Durchfluss und Füllstand.
Keine Angst vorm Doppelecho Diagnose nach NE 107 Der Trend beim Betrieb und der Wartung von Prozessanlagen geht in Richtung „vorbeugende Wartung“.
Die Namur der chemischen und petrochemischen Industrie formuliert aus diesem Grund in ihrer Empfeh- lung NE 107 grundlegende Aspekte der Selbstüberwachung und Diagnose von Feldgeräten.
Diese sollen Aussagen über den Zustand der Geräte ermöglichen, damit entsprechende Maßnahmen von Anlagenfah- rer, Prozessleitsystem oder Instandhaltung eingeleitet werden können.
Die exakte Geräte- und Prozess- diagnose und deren Kategorisierung nach NE 107 (in Kombination mit einer Volltexthilfe im Fehlerfall) ermöglicht eine zeitsparende und zielgerichtete Instandsetzung.
Der integrierte Ereigniszähler protokol- liert Fehlerzustände und Gerätezugriffe mit Angabe der Ereignis-Zeit über einen Betriebsstundenzähler.