www.scope-online.de April 2011 17 h kann er das gefertigte Werkstück nachbearbeiten, ablegen und einen neuen Rohling aufnehmen.
Durch diese Arbeitsweise wird eine um fünf Prozent höhere Maschinenlaufzeit erreicht.
Die Kosten für den zweiten Ausleger rechnen sich schnell: „Wir schätzen, dass die Amortisationszeit für den zweiten Kranausleger bei weniger als zwei Jahren liegt“, sagt Wolfgang Hütter, der Produktionsleiter des Voith- Werks Mergelstetten.
Die Längste der Welt Für viele fertigungsnahe Einsätze sind Säulen- schwenkkrane eine gute Lösung.
Allerdings nicht für jeden Fall.
Einen anderen Weg ging der Ahlener Maschinenbauer Leifeld Metal Spinning bei der Entwicklung der bis dato längsten Streckmaschine der Welt.
Als Be- und Entladeportal dient hier eine Krananlage von Demag Cranes & Components.
Die Drückwalzmaschine für das Abstrecken von über 15 Meter langen Rohren ist 30 Meter lang und 200 Tonnen schwer.
Mit ihr lassen sich sehr dünne und lange Teile sowie Behälter mit reduzierten Wandstär- ken fertigen.
Auf diese Weise werden unter anderem Transportkosten eingespart, wie sie etwa bei Gas gefüllten Hochdruckspeichern anfallen.
Bei der Krananlage handelt es sich um einen Ein- träger-Laufkran (Typ EKKE) mit 25 Meter Spurmitten- maß, der auf einer über neun Meter langen Kranbahn fährt.
Um die Rohre sicher handhaben zu können, ist der Kran mit zwei baugleichen Seilzügen des Herstel- lers ausgestattet, die jeweils Lasten von bis zu 3,2 Tonnen handhaben.
Der Tandembetrieb ermöglicht das gemeinsame Anheben und Verfahren von Lasten mit zwei Katzen beziehungsweise Hubwerken.
Aufgabe des Krans ist die Ver- und Entsorgung der Drückwalzmaschine mit Werkstücken und gefer- tigten Hohlteilen.
Alle Kran- und Katzbewegungen werden durch ein Laser-Wegmess-System erfasst und geregelt.
Der Kran nimmt die vor der Streckmaschine bereitgestellten Halbzeuge (Durchmesser 60 bis 650 mm) automatisch auf.
Dazu dienen zwei Lastaufnah- men in Form von C-Haken mit Prismenauflage, die in die Unterflasche eingehängt werden.
Horizontale Stellschrauben minimieren das Rotieren der Lastauf- nahme im Kranhaken und ermöglichen die Justage des Winkels zur Transportachse.
Geführt durch das Wegmess-System wird das Transportgut nach der Aufnahme vollautomatisch weiter verfahren und in der Maschine abgelegt.
Nach der Bearbeitung werden die Fertigteile entnommen und zum Abnahmepunkt trans- portiert.
Mit mehr als zwei Rohren pro Stun- de liegt die Produkti- onskapazität über dem Der Kran als Be- und Entladeportal: An der derzeit längsten Drückwalzmaschine der Welt kommt ein Laufkran mit Laser-Wegmess-System von Demag zum Einsatz.
Demag Cranes gilt als einer der weltweit führenden Anbieter von Industriekranen, Krankomponenten, Ha- fenkranen und Technologien zur Hafenautomatisierung.
Der Konzern ist in die Geschäftsbe- reiche Industriekrane, Hafentechnik und Services gegliedert.
Demag Cranes produziert in 16 Ländern und betreibt Tochtergesellschaften wie die Demag Cranes & Components GmbH und die Gottwald Port Technology GmbH, Vertretungen und ein Joint Venture ein weltweites Ver- triebs- und Servicenetz in mehr als 60 Ländern.
Im Geschäftsjahr 2009/2010 erwirtschafte- ten 5.711 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Umsatz von 931,3 Millionen Euro.