Regalbediengeräte, Pick-and-Place, Verpackungsmaschinen und auch Gabelantriebe haben eines gemeinsam – sie benötigen eine präzise Positionierung.
Es geht also um Regelgenauigkeit und Dynamik.
Und das war bislang eher eine Aufgabe, die von Servos umgesetzt wurde.
Dass dies auch mit Frequenzumrich- tern wirtschaftlich attraktiv gelöst werden kann, zeigt Lenze mit seiner vierten Skalierungsstufe Topline zum Antriebsbaukasten Inverter Drives 8400.
Die anderen sind Baseline, Stateline und Highline.
Mit der neuesten Variante lassen sich jetzt auch per- manenterregte Synchron-Servomotoren in den Leistungsberei- chen 0,55 kW bis 2,2 kW/230 V und 0,37 kW bis 45 kW/400 V be- treiben.
Die Geräte verfügen über eine entsprechende Regelung und sind mit Schnittstellen für Resolver, Inkremental- sowie Absolutwertgeber (single- und multi-turn) ausgestattet.
Mit dieser ausgebauten Plattform steht den Maschinenbauern ein vollständiges Produktspektrum zur Verfügung, das sich durch eine konsequente Skalierung in Preis, Funktion und An- triebsperformance auszeichnet.
Die Inverter Drives verfügen mit den bisherigen Skalierungsstufen Stateline und Highline sowie der neuen Topline über entsprechende Funktionalitäten für die Praxis – und werden bereits erfolgreich in Positionier-An- wendungen eingesetzt.
Erprobt ist beispielsweise eine Antriebs- lösung aus 8400 Highline und Standard-Asynchronmotor mit Rückführsystem für Positionieraufgaben.
Hier wird zwar eine integrierte Tabellen- positionierung benötigt, nicht aber die hohe Dynamik eines Servomotors.
Eine integrierte Tabellenpositionierung bieten die Inverter Drives 8400 bereits ab der Ausbaustufe Highline.
In ihr lassen sich bis zu 15 Positionen mit unterschiedlichen Fahrprofilen speichern, wobei diese als lineare oder S-förmige Rampen ausgelegt werden können.
Diese schaffen die Grundlage für eine schnelle Rezeptanpassung bei Pro- duktwechseln – auch als Folge der freien Konfigurierbarkeit der Profile – ohne zusätzliche Hard- und Software.
Die in der Tabelle im Umrichter abgelegten Positionen werden durch die SPS über die direkte Ansteuerung der Klemmen oder den angeschlossenen Feldbus vorgegeben.
Der Antrieb fährt anschließend selbständig die Position an und meldet das Erreichen an die Steuerung.
Um dynamisch auf Prozessänderungen in der Maschine zu reagieren, ist eine Override-Funktion implementiert.
Wird ein neuer Positi- onswert während eines laufenden Vorgangs kommuniziert, setzt der Umrichter diesen sofort um und bringt den Antrieb ruckfrei zur neuen Position.
Darüber hinaus sorgen die S-förmigen Rampen für sanfte und mechanisch verschleißarme Bewegungen.
Durchgängige Parametrierung Die Familie Inverter Drives 8400 bietet innerhalb der Skalier- barkeit ihrer Ausführungen an dieser Stelle einen aufeinander aufbauenden Lösungsraum.
Dieser beginnt beim Stateline mit recht einfachen Abschaltpositionierungen.
Für höhere Anforde- rungen an Geschwindigkeit und Präzision ist der 8400 Highline in Verbindung mit einem Standard-Asynchronmotor mit HTL- www.scope-online.de März 2011 34 Automatisierung/Steuerungstechnik hh Präzises Positionieren gilt noch immer als eine Domäne der Servo-Antriebe.
Dabei lässt sich sogar im anspruchsvollen Verpackungsmaschinenbau eine Vielzahl von Aufgaben mit Frequenzumrichtern effizient lösen.
Wie das geht, zeigt Lenze mit seiner Plattform Inverter Drives 8400 und der Ausbaustufe Topline.
Die neuen Geräte sind mit ihrer hohen Regelgenauig- keit und Dynamik speziell für Anwendungen konzipiert, die bisher allein der Servowelt vorbehalten waren.
Umrichter Umrichter statt Servo?Servo? statt Lenze wurde 1947 gegründet hat seinen Sitz in Hameln und beschäftigt weltweit etwa 3.000 Mitarbeiter.
Rund 300 von ih- nen sind in Forschung und Entwicklung tätig.
Die größten Standorte befinden sich in Extertal (Deutschland), Asten (Österreich), Shanghai (China) sowie Uxbridge (USA).
Das Produktspekt- rum reicht von Frequenzumrichtern und Servoantrieben, über Motoren, Kupplungen und Brem- sen bis hin kompletten Automatisierungslösungen.