www.scope-online.de Februar 2011 29 Faktor vorteilhaft beeinflusst werden.
Ziel ist es dabei, sowohl das Eigenschwingverhalten der Maschine als auch die Qualität der Werkstückoberflächen und nicht zuletzt die gesamte Pro- duktivität zu verbessern.
Was ist der KV-Faktor? Er beschreibt das Verhältnis der (Ist-) Geschwindigkeit zum Schleppabstand (=Regelabweichung) beim Positionieren und ist ein Maß für die Geschwindigkeitsverstär- kung im stationären Zustand.
Der KV-Faktor ist eine Größe für die Lageregelung, etwa bei Werkzeugmaschinen, der die Kreis- verstärkung beinhaltet.
Er gibt an, mit welcher Geschwindigkeit ein bestimmter Lagefehler zu Null gemacht wird: Je größer der KV, desto schneller das System.
Allerdings darf er nicht zu groß werden, sonst kommt das System zum Schwingen.
Eine Erhö- hung des KV-Faktors bedeutet eine Steigerung der Leistungsfä- higkeit der Werkzeugmaschine.
Über die Maschinensteuerung ist dies nur bedingt zu erreichen, zumal recht aufwendig.
Durch hochdämpfende Isoloc-Elemente ist der Anwender hingegen in der Lage, den KV-Faktor um das Dreifache zu steigern! Die speziell dafür ausgelegten Isoloc-Elemente wirken umfas- send auf ein schwingungsfähiges System.
Durch die richtigen Lagerungselemente kann das dynamische Verhalten der Maschi- ne „beruhigt“ werden.
Es können die Schwingungsantworten (Amplituden) durch die passend ausgewählten Elemente erheb- lich reduziert werden.
Wichtig ist hier, dass die Elemente eine hohe Dämpfung (D 15 %) aufweisen.
Denn bei Elementen mit einer geringeren Dämpfung würde es deutlich länger dauern, bis die Schwingungen abklingen.
Eine bestimmte Oberflächenqualität eines Werkstücks kann beispielsweise bei einer starren Aufstellung nicht erreicht werden, da die Wechselwirkungen zwischen Werkzeug und Werkstück sowie zwischen Boden und Maschine bzw.
Maschi- nenteilen dadurch negativ beeinflusst werden.
Auch die oft mit „hoher Dämpfung“ beschriebenen Maschinenbetten aus Mineralguss, erreichen diese Verbesserungen nicht.
Der Dämp- fungsgrad von Maschinenbetten aus Mineralguss liegt zwar mit 2 - 3% deutlich höher als Grauguss oder Stahl, erreicht aber bei weitem nicht die Dämpfungswirkung der Isoloc-Elemente (bis 25 %)! Die Maschinenlagerungssysteme aus Stuttgart, wie etwa das neue Multidam MD+UMS, weisen einen Dämpfungsgrad von 17- 19 % auf, wodurch die Amplituden der gesamten Maschine und insbesondere die Amplituden der Werkzeuge und Werkstücke reduziert werden.
Entscheidend ist dabei die Relativbewegung zwischen dem Werkstück und dem Werkzeug.
Auch die gegenseitige Beeinflussung der Haupt- und Gegen- spindel kann reduziert werden.
Eine Aufstellung auf hochdämp- fenden Isoloc-Elementen hat weiterhin zur Folge, dass an einer Maschine der Ruck deutlich erhöht werden kann.
Über den Ruck, der die dritte Ableitung einer zurückgelegten Strecke nach der Zeit ist, wird die maximale Beschleunigung begrenzt.
Ein hoher Ruck ermöglicht also eine hohe Beschleunigung, was zu kürze- ren Bearbeitungszeiten führt.
Uwe Schürrle, Isoloc/ms h E-Mail: info@alw-liedgens.de Internet: www.alw-liedgens.de „Empfängerisolierung“: Elastisch dämpfende Elemente reduzieren Schwingungsimmissionen (hier: Fußpunkterregungen) während des Fertigungsprozesses Da tut sich was: Relativbewegungen zwischen Werkzeug und Werkstück bei einer Werkzeugmaschine Schwingungsdämpfungselemente Kennziffer Isoloc Schwingungstechnik, Stuttgart, Tel.
0711/69760-0, Fax 690987, www.isoloc.de Kennziffer Weitere Details zur Auslegung der Dämpfungselemente lesen Sie unter www.scope-online.de mit Eingabe der Kennziffer.
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