Platz sparend, einfach und zuverlässig muss die Technik sein, die weltweit in Kälteanlagen und Wärmepumpen zum Einsatz kommt.
„Und das bedeutet, dass sich dort Schmelzsicherungen, klein dimensionierte Leitungen und stark beanspruchte Schütze ein Stelldichein geben - aber nicht immer Stand der Technik sind“, betont Steffen Klein, Geschäftsführer von Combitherm in Fellbach.
Ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und den Bau von Wärmepumpen und Kälteanlagen spezialisiert hat.
In den Anlagen von 100 bis 2.000 kW kommen neben speicherprogram- mierbaren Steuerungen auch reine Schütz-/Relaissteuerung zum Einsatz.
Während Schütze bei sehr großen Anlagen bis zur Größe S12 eingesetzt werden, um die Motoren zu schalten, genügen beispielsweise bei Anlagen bis 100 kW Kälteleistung erheblich kleinere Ausführungen.
Christopher Wagner aus der Elektrotech- nik-Abteilung bei Combitherm berichtet: „Der wichtigste Aspekt bei der Auswahl von Komponenten ist nach der Qualität die Baugröße, denn Platz ist immer extrem rar im Schaltschrank.“ Aus diesem Grund wurde dort die neue Generation von Nieder- spannungs-Schaltgeräten aus dem Systembaukasten Sirius von Siemens eingesetzt.
Die Schütz-Größe S00 der Reihe Sirius 3RT2 ist gegenüber früher von 5,5 kW auf 7,5 kW erweitert worden und auch die S0-Geräte können nun statt 11 kW für Leistungen bis 18,5 kW verwendet werden.
Das entspricht im 400-V-Netz einem Strom von 38 A.
Die Leistungsschalter 3RV2 sind sogar bis 40 A einsetzbar.
Dazu Christopher Wagner: „Damit sind wir endlich in der Lage, Motoren bis 30 kW mit spürbar weniger Platzbe- darf im Schaltschrank zu starten.“ Denn früher mussten Schütze der Baugröße S2 verwendet werden, heute genügt S0.
Das gelingt des- halb, weil die Motoren nicht direkt gestartet werden.
Damit beim An- wender das Versorgungsnetz nicht übermäßig belastet wird, werden bei Combitherm fast aus- schließlich Motoren mit zwei getrennten Wicklungen verwendet.
Dadurch sinkt nicht nur die Netzbelastung sondern es können auch die Schütze, Zuleitungen und Absicherungen um die Hälfte kleiner dimensioniert werden.
Nachdem die erste Wicklung 0,7 Sekunden lang bestromt wird, schaltet das Zeitrelais Sirius 3RP von Siemens das zweite Schütz dazu.
Mit diesem Teilwindungs- anlauf erreicht man deutlich geringere Anlaufströme.
Durchgängig mit Federzugtechnik Eine weitere Verbesserung des neuen Sirius-Systembaukastens sind die integrierten Hilfsschalter.
Während sich im Sirius- Schütz der Größe S00 ein Schließer oder ein Öffner befindet, sind bei der etwas größeren S0-Variante beide vorhanden.
In Kombination mit den aufsteckbaren Hilfsschalterblöcken sind damit insgesamt fünf Hilfsschalter möglich.
„Seitdem wir die neue Schütz-Generation verwenden, können wir in einigen Fällen sogar auf ein zusätzliches Hilfsrelais verzichten, was wiederum Platz und Verdrahtungsaufwand spart“, erklärt Chris- topher Wagner.
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass die Hilfsschalterblöcke für die Baugrößen S00 und S0 nun identisch sind.
Das spart nicht nur Platz im Vorratslager, son- dern hilft auch den Monteuren vor Ort, die nur noch eine Größe www.scope-online.de Februar 2011 34 Elektrotechnik + Elektronik hh Die Niederspannungs-Schalttechnik wird von Praktikern gerne als „Klappertechnik“ bezeichnet.
Das damit zum Ausdruck gebrachte mechanische Schalten von Schützen & Co.
genießt in der Industrie höchsten Respekt.
Ein Grund dafür ist, dass entsprechende Lösungen zuverlässig, langlebig und kosten- günstig sind.
Am Beispiel von Kälteanlagen und Wärmepumpen wird deutlich, wie sehr Schaltgeräte gefragt sind.
Klappern ist effizienteffizient ist Die durch Werner von Siemens im Jahr 1847 gegründete „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske“ hat sich zu einem weltweit agierenden Konzern entwickelt.
Mit 128.000 Mitarbeitern und einigen tausend Auszubildenden ist Sie- mens heute einer der größten deutschen privaten Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb für die Bereiche Industrie, Energie und das Gesundheitswesen.
Die bundesweiten Service- und Vertriebsaktivitäten sind in einer regionalen Organisation mit rund 14.000 Mitarbeitern mit Sitz in Berlin gebündelt.