Kennziffer :GE"Hd[ilVgZ [?gYZc B^iiZahiVcY 676HHd[ilVgZ6ÕH?YZcYhigV?Z)' ,+@Vgahgj]ZÕ^c[d5VWVh#YZ IZa#%,'_.+,'("% Vm %,'.+,'(" lll#VWVh#YZ =VaaZ*!HiVcY8 ? ?gk^ZaZ7gVcX]Zc Vjh Zgi^jc!=VcYZa! 9^ZchiaZ^hijc ?ciZgcVi^dcVa ?BZ]gVah(%?V]gZ OjkZga~hh^`Z^i! @cdl"]dljcY ccdkVi^dc :GEZ7jh^cZhh Letztes Jahr hatte es die Hannover Messe aber auch schwer: Erst kam ihr ein isländischer Vulkan in die Que- re, dessen Name Eyjafjallajökull die Zunge jedes Nachrichtensprechers lähmte - und seine Asche gleich den gesamten Flugverkehr in Europa.
Dann brachten die Finanz- und Bankhaie mit ihren Luftspekulati- onen die reale Industrie beinahe zum Absturz (und versuchen es, nebenbei bemerkt immer noch – warum legt die eigentlich keiner lahm?).
Und zu guter Letzt orakelte Angela Merkel: „Vielleicht ist die Hannover-Messe ein kleines Signal, dass wir am Tief- punkt angekommen sind“.
Mal ehr- lich - ein Kompliment an eine Messe sieht anders aus.
Oder bezog sich ihre Bemerkung auf Hannovers Ruf „Wer aus Hannover kommt, dem gefällt es überall auf der Welt“? Doch die Hannoveraner revan- chierten sich und wählten letztes Jahr Italien als Partnerland.
Die Folge: An- gela musste gemeinsam mit Berlusco- ni den Eröffnungsabend verbringen.
Wem das Abendessen weniger gefallen hat, liess das Minenspiel nicht erken- nen: sie steht mehr auf konturlose Männer, er eher auf Mädchen.
Was auch immer die Ursache war, ob Berlusconi oder Eyjafjallajökull, etliche Besucher blieben jedenfalls zuhause: mit 150.000 kamen 20 Pro- zent weniger an die Leine als 2008.
Doch dieses Jahr stehen alle Vor- zeichen auf grün: Erst gewann die Hannoveranerin Lena den Eurovision- Contest, dann wurde Christian Wulff, ein Mann nach Angelas Geschmack und ebenfalls aus Hannover, zum Bun- despräsidenten gewählt.
Seither kann die deutsche Wirtschaft ihre Wachs- tumszahlen gar nicht so schnell nach oben korrigieren, wie sie steigen.
Für eine erfolgreiche Hannover Messe also eigentlich beste Voraussetzungen.
Nun können es nur noch die Veran- stalter selbst vergeigen - aber offen- bar arbeiten sie daran.
Erst haben sie ein Bündel an 13 Einzelmessen zu- sammengestellt, dem die um gute Ar- gumente selten verlegene Pressestelle nur ein verbindendes Element verpas- sen konnte: windig.
Und dann haben sie den Termin vom angestammten Platz Ende April auf die erste Aprilwo- che (04.
– 08.04.) verlegt – angeblich wegen der dichten Messefolge Cemat (im Mai) und Ligna (im Juni).
Doch die Messe kann sich noch so anstrengen: Dieses Jahr kommen wir.
Denn ein solches Feuerwerk an – ich trau es mich kaum zu schreiben, das Wort ist eigentlich zu Tode gelutscht – Innovationen wie in diesem Jahr zeigte bisher noch keine HMI.
(Über diese informiert SCOPE übrigens schon in der kommenden Märzausgabe!) Und statt mit Berlusconi darf Mer- kel diesmal mit Sarkozy als Repräsen- tant des Partnerlandes Frankreich speisen.
Ob ihr das allerdings besser gefällt ist noch nicht ganz raus, denn der erinnert in vielen Punkten an ih- ren Vorgänger Gerhard Schröder.
Der kommt übrigens auch aus Hannover.
Wenn Sie auf der Messe aber gerne einen Kaffee in netter Gesellschaft trinken wollen, besuchen sie uns doch auf dem Stand E21 in Halle 17.
Hannover statt Hangover Editorial Hajo Stotz, Chefredakteur Kennziffer