www.scope-online.de Februar 2011 52 Maschinenbau in Mitteldeutschland hh Wachstumsmotor Nummer Eins ist der Maschinen- und Anlagen- bau in Ostdeutschland – und die Branche bekommt Rückenwind.
In den vergangenen Monaten verzeichneten die Unternehmen steigende Kapazitätsauslastungen und Umsatzrenditen.
Stel- lenabbau und Kurzarbeit spielten kaum noch eine Rolle.
Das meldet der VDMA Ost nach Abschluss der Konjunkturumfrage für das 4.
Quartal 2010 unter den 350 Mitgliedern des Landes- verbandes in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Dennoch ist die wirtschaftliche Entwicklung in den genannten Bundesländern sehr unterschiedlich.
Es gibt zwei grundverschiedene Trends: Das erfolgreiche Mitteldeutschland mit boomenden Standorten und den Norden.
Zwar gibt es hier auch Ausnahmen, aber nicht in dem Maße wie in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Ein Grund ist, dass die Zusammenarbeit in Netzwerken mit Part- nern aus Wissenschaft und Forschung hilft, Lösungen für die verschiedenen Themenstellungen zu finden.
Zahlreiche Verbun- dinitiativen, Cluster und die staatlichen Einrichtungen tragen dazu bei, dass diese Netzwerkarbeit einer der vielen Schlüssel zum Erfolg der Unternehmen Mitteldeutschlands ist.
Die Agenturen der einzelnen Bundesländer Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen sind die erste Anlaufstelle für Unterneh- men.
Als ein Instrument der Wirtschaftsförderung möchte die Wirtschaftsförderung Sachsen zur nachhaltig positiven Entwick- lung der sächsischen Wirtschaft beitragen.
Die Ansiedlung von innovativen wettbewerbsfähigen Unternehmen in Sachsen und die damit verbundene Erhaltung bzw.
Schaffung von Arbeitsplätzen, die Stärkung der ansässigen Unternehmen durch Absatzförderung und Kooperationsvermittlung und ein wirksames Standortmarke- ting stellen die Hauptaufgabenfelder dar.
Diese Ziele haben sich auch die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt (IMG) und die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen gesetzt.
„Mit Investitionen in Forschung und Entwicklung sichern die Unternehmen die Innovationsfähigkeit der sächsischen Wirt- schaft.
Die breit aufgestellte Forschungslandschaft im Freistaat ist der Wirtschaft dabei ein wichtiger und zuverlässiger Partner“, be- tont Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer, in deren Ressort auch die Technologieförderung angesiedelt ist.
374 Projekte wurden 2010 im Rahmen der sächsischen Technologieför- derung unterstützt.
Das bewilligte Gesamtvolumen betrug 109,7 Millionen Euro und lag damit über dem langjährigen Durchschnitt.
Der deutliche Aufschwung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt sich auch in der Investitionsförderung des Landes Sachsen- Anhalt.
So wurden im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt für insgesamt 336 Investitionsvorhaben von Unternehmen rund 327 Millionen Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Ver- besserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) bewilligt.
„Dahinter steht ein Investitionsvolumen von knapp 1,58 Milli- arden Euro und damit das höchste seit vier Jahren.
Für das erste Jahr nach der Krise ist das ein exzellentes Ergebnis.
Es zeigt, dass die heimischen Unternehmen die Krise in der Tat gut überstanden haben“, schätzt Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr.
Reiner Haseloff ein.
Brötchengeber Maschinenbau Neben den staatlichen Agenturen gibt es zahlreiche Vereine und Organisationen, deren erklärtes Ziel es ist, den Wirtschafts- standort Mitteldeutschland national und international zu repräsentieren und dessen Weiterentwicklung zu fördern.
Bei- spielhaft ist hier die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland zu nennen, deren Ziel es ist, sich selbst tragende, international wettbewerbsfähige Cluster aufzubauen.
In diesem Verein enga- gieren sich strukturbestimmende Unternehmen sowie Kammern und Städte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel „einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der traditionsreichen Wirtschaftsregion Mittel- Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine bedeutende Größe in den drei Bundesländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.
Einen wesentlichen Anteil an dessen positiver Entwicklung haben zahlreiche Bildungsstätten und eine stabile Forschungsland- schaft.
Deren Engagement und das der Unternehmen in den einzelnen Netzwerken unterstützt die Branche und führt sie nach vorn.
Geschickt Geschickt vernetzt