ZVEI-Innovationsstudie

Elektroindustrie ist Leitbranche der Digitalisierung

Die Digitalisierung schreitet rasch voran“, so ZVEI-Präsident Michael Ziesemer bei der Vorstellung der ZVEI-Innovationsstudie „Die Elektroindustrie als Leitbranche der Digitalisierung: Innovationschancen nutzen, Innovationshemmnisse abbauen“. Doch wer die gestaltenden Kräfte hinter dem digitalen Wandel sei, würde häufig nicht deutlich genug.

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ISI und dem IW Consult eine repräsentative Studie auf Basis von mehr als 2.500 Unternehmensdaten erstellt. Zentrales Studienergebnis: Die deutsche Elektroindustrie ist die Leitbranche für die Digitalisierung. Basis dafür ist ihre hohe Innovationsfähigkeit. Keine andere Branche treibt Innovationen so stark voran und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.

In einer Spitzenposition befindet sich die Elektroindustrie dabei sowohl als Anwender – der Digital Index der Branche ist doppelt so hoch wie derjenige der Gesamtwirtschaft – als auch als Impulsgeber für andere Branchen. „Ein Großteil der Innovationsleistungen der Elektroindustrie kommt de facto anderen Wirtschaftszweigen zugute – gerade auch im Bereich der Digitalisierung“, erklärt Ziesemer. Weltweit gebe es keine andere Branche, deren Technologien so stark mit anderen Technologiefeldern vernetzt seien.

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Die ZVEI-Innovationsstudie zeigt, gemessen am Umsatz der Branche liegen die Aufwendungen für Produkt- und Prozessinnovationen doppelt so hoch wie im verarbeitenden Gewerbe und mehr als dreieinhalbmal so hoch wie in der Gesamtwirtschaft. Hinzu kommt, dass 35 Prozent der Innovationen im verarbeitenden Gewerbe originär aus der Elektroindustrie stammen.

Deutlich wird aber auch, dass die Führungsrolle der Elektroindustrie im digitalen Wandel kein Selbstläufer ist: „Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Elektroindustrie als Enabler der Digitalisierung zu erhalten, sind natürlich zuerst die Unternehmen gefordert“, so Ziesemer weiter. „Allerdings benötigen sie dazu auch die Unterstützung der Politik und Wissenschaft.“ Der ZVEI empfiehlt daher, weiter verstärkt in den Bereich der Aus- und Weiterbildung zu investieren, die Breitbandinfrastruktur an den Bedürfnissen der Industrie zu messen und flächendeckend leistungsfähig zu machen, Forschungs- und Innovationspolitik neu zu denken und an den Anforderungen des digitalen Wandels auszurichten. kf

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