Software-Lizenzierung

Andreas Mühlbauer,

IoT-Geräte lizenzieren

Die Individualisierung von Maschinen muss nicht mit unterschiedlicher Hardware einhergehen. Durch die Installation anwenderspezifischer Softwarepakete bleiben Hersteller und Betreiber flexibel und sparen Kosten. Um die Sicherheit und spezifische Funktion zu gewährleisten, bietet Wibu ein System zur individuellen Lizenzierung an. 

Die Schutz- und Lizenzierungstechnologie CodeMeter von Wibu-Systems bietet Herstellern die Möglichkeit, ihre Software zu verschlüsseln und die Funktionen abhängig vom Kauf freizuschalten. © Wibu-Systems

Früher haben Hersteller von Industrieanlagen ihre Märkte bedient, indem sie Maschinen mit bestimmten Merkmalen für bestimmte Zwecke hergestellt haben. Heute jedoch lizenzieren Hersteller immer häufiger die unterschiedlichen Funktionen auf einheitlichen IoT-Geräten, Einplatinen-Computern und Steuerungen. Diese sind inzwischen so leistungsfähig, dass sie ganze Softwarepakete mit allen Funktionen speichern können. Die Hersteller können die kompletten Geräte anbieten, direkt bei der Lieferung oder nachträglich Funktionen freischalten und gesondert verkaufen und somit ihren Kunden bedarfsgerechte Hardware anbieten.

Durch die Lizenzierung gelangen die Hersteller zu einem schlanken Produktportfolio und können somit Produktionskosten einsparen, neue Zielgruppen und Zielmärkte durch günstige Einstiegsangebote erreichen und die Monetarisierung von Softwareinnovationen erzielen.

Berechtigungen sicher verwalten

Die Schutz- und Lizenzierungstechnologie CodeMeter von Wibu-Systems bietet Herstellern die Möglichkeit, ihre Software zu verschlüsseln und die Funktionen abhängig vom Kauf freizuschalten. Die Berechtigungen, beispielsweise auch die Informationen zu den freigeschalteten Funktionen, sind in der Schutzhardware CmDongle oder der verschlüsselten Aktivierungsdatei CmActLicense gespeichert. Damit ein Hersteller nachträglich Aktualisierungen vornehmen kann, gibt es die sogenannte Context-Datei, die alle notwendigen Informationen sicher gespeichert enthält und diese auch transportieren kann.

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Basierend auf der ersten Context-Datei kann der Hersteller weitere Updates über modifizierte Context-Dateien erzeugen und dem Anwender senden. © Wibu-Systems

Seit der SPS IPC Drives 2018 enthält CodeMeter Push-Updates, die den Rückkanal als Option erlauben. Gleich bei der ersten Aktivierung erzeugt das Gerät eine Context-Datei. Ab der neuen CodeMeter-Version 6.70 wird beim Erzeugen jeder Update-Datei automatisch eine modifizierte Context-Datei erstellt. Dies ist die Datei, die das Gerät bei der nächsten Anfrage schicken würde. Anstatt eine neue Context-Datei anzufordern, kann der Hersteller nun weitere Updates auf Basis dieser modifizierten Context-Datei erstellen. Der Vorgang wiederholt sich, sodass bei jedem Update eine neue modifizierte Context-Datei für das folgende Update bereitsteht.

Diese Verwaltung der modifizierten Dateien erfolgt in CodeMeter License Central ab Version 3.21 automatisch und transparent für den Hersteller. CodeMeter License Central ist eine datenbankbasierte Anwendung zur Erstellung, Auslieferung und Verwaltung von Lizenzen. Sie lässt sich einfach an SAP, E-Commerce- und CRM-Lösungen anbinden.

Doch was passiert, wenn ein Update auf dem Gerät nicht verwendet wurde? Da alle Updates differenziell sind und aufeinander aufbauen, können Updates nicht übersprungen werden. Doch auch hier hilft CodeMeter License Central. Alle Updates, die noch nicht über eine Quittung bestätigt wurden, werden in die aktuelle Update-Datei integriert. Die Laufzeitkomponenten auf dem Gerät prüfen automatisch, welche Updates bereits angewendet wurden, und führen nur die noch offenen Schritte durch.

Die zur SPS vorgestellten Versionen von CodeMeter und CodeMeter License Central bieten dem Hersteller damit die Möglichkeit, durch ein Push-Update Lizenzen ohne einen Rückkanal vom Gerät sicher auszuliefern. Mögliche Fehlerzustände wie „Update vergessen“ werden automatisch korrigiert. Neben Lizenzen können auch Schlüssel und Zertifikate ausgeliefert werden, zum Beispiel für OPC UA.

Umzug auf ein neues Gerät

Trend zur freischaltbaren Softwarefunktion. © Wibu-Systems

Das Push-Update macht den Rückkanal optional. Geräte, die online sind, können diesen weiterhin nutzen. Über den Rückkanal, auch wieder als Context-Datei, lassen sich nämlich Lizenzaktualisierungen quittieren und Nutzungsdaten zurückmelden. Die Quittung ist für Supportfälle hilfreich und wird für den Umzug einer Lizenz auf ein anderes Gerät benötigt. Der Hersteller möchte sicher sein, dass eine Lizenz auf dem alten Gerät entfernt wurde, bevor diese auf einem neuen Gerät erneut aktiviert werden darf.

Eine weitere Neuerung zur Messe ist ein Bulk-Update für Geräte und Maschinen. Die Ausgangssituation kann wie folgt aussehen: Ein Betreiber besitzt einen Park von gleichen Geräten, auf denen auf einmal die gleichen Lizenzen freigeschaltet werden sollen. Die Context-Dateien von allen gewünschten Geräten werden dann beim Betreiber in einer XML-Datei kombiniert. Diese Datei wird an CodeMeter License Central übergeben und komplett verarbeitet. Als Ergebnis schickt die Software eine neue XML-Datei an den Betreiber zurück, welche alle Update-Dateien für die gewünschten Geräte beinhaltet. Diese Update-Dateien werden im letzten Schritt auf die Geräte im Park verteilt.

Elke Spiegelhalter, PR-Verantwortliche bei Wibu-Systems / am

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