Elektroexporte

Drittes Rekordjahr in Folge

Die Ausfuhren deutschen Elektroindustrie sind auch im Dezember 2016 dynamisch gewachsen. Insgesamt erhöhten sie sich um 9,0 Prozent gegenüber Vorjahr auf 15,2 Milliarden Euro – den bislang höchsten Dezember-Wert überhaupt. Im Ranking der Top-Ten-Abnehmerländer der deutschen Elektroexporte gab es 2016 einen Wechsel an der Spitze.

Top-10-Abnehmerländer

Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland übertrafen ihren Vorjahreswert im Dezember 2016 mit 14,1 Milliarden Euro um 10,3 Prozent. In den gesamten zwölf Monaten des vergangenen Jahres legten sie um 3,4 Prozent auf 166,2 Milliarden Euro zu. Für die Importe brachte 2016 damit ebenfalls das dritte Allzeithoch hintereinander.

Mit einem Plus von 8,3 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro hat China die USA (+2,0 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro) im vergangenen Jahr wieder von der ersten Position verdrängt. Frankreich (+0,6 Prozent  auf 11,8 Milliarden Euro) blieb an Stelle drei, gefolgt von Großbritannien (+1,7 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro) und den Niederlanden (+2,5 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro). Auf den Plätzen sechs bis zehn folgten wie schon 2015 Polen (+3,2 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro), Italien (+7,0 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro), Österreich (+4,9 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro), Tschechien (+10,0 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro) und die Schweiz (+3,6 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro). So kamen auch 2016 wieder acht der zehn größten Nachfrager deutscher Elektroexporte aus Europa, vier davon aus dem Euroraum.

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Wie bereits 2015 zogen die Branchenausfuhren in die Industrieländer (+4,7 Prozent auf 119,8 Milliarden Euro) 2016 etwas stärker an als die Exporte in die Schwellenländer (+3,8 Prozent auf 62,3 Milliarden Euro).
Absolut haben die Exporte der deutschen Elektroindustrie im zurückliegenden Jahr 2016 um 7,6 Milliarden Euro zugelegt. Der höchste Beitrag hierzu kam dabei von den Ausfuhren nach China (+1,3 Milliarden Euro). Den zweithöchsten Wachstumsbeitrag steuerten die Branchenexporte nach Polen (+1,1 Milliarden Euro) bei. Es folgten die Lieferungen nach Tschechien (+718 Millionen Euro), Ungarn (+581 Millionen Euro) und nach Italien (+565 Millionen Euro). „Das heißt: Vor allem auch die Region Osteuropa hat erneut kräftig zum Zuwachs der heimischen Elektroausfuhren beigesteuert“, sagte Dr. Gontermann.
Vergleichsweise hohe absolute Exportrückgänge waren 2016 für die Branchenausfuhren nach Malaysia (-391 Millionen Euro), in die Vereinigten Arabischen Emirate (-290 Millionen Euro), nach Saudi-Arabien (-267 Millionen Euro), nach Irland (-139 Millionen Euro) und in die Philippinen (-94 Millionen Euro) zu verzeichnen.
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