Lithium-Ionen-Batterien

ABB bereitet sich auf die Elektrifizierung vor

Für eine weitreichende Technologiepartnerschaft haben ABB und Northvolt eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet, welche Produkte und Dienstleistungen für die von Northvolt geplante Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien umfasst.

Johan Söderström, MD ABB Sweden, Peter Carlsson, CEO Northvolt, und Ulrich Spiesshofer, CEO ABB.

Die Partnerschaft sieht außerdem eine enge Zusammenarbeit in der Entwicklung von Batterielösungen und bei weiteren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vor. ABB Technology Ventures (ATV) wird das Projekt in der Anfangsphase mit Startkapital unterstützen.

Northvolt will in Schweden die europaweit grösste und modernste Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien bauen. ABB unterstützt dabei mit einer ganzheitlichen Lösung, die nahezu alle Bereiche des Unternehmens umfasst: von der Industrieautomation über integrierte Robotik-, Maschinen- und Fabrikautomationslösungen und die Elektrifizierungstechnik bis hin zu ABB Ability, einem branchenübergreifenden Digitalangebot von ABB. Das Werk soll europäischen Kunden in der Automobilbranche hochwertige und flexible Batterielösungen bereitstellen und voraussichtlich im Jahr 2020 die Produktion aufnehmen. Eine Fertigungsstrasse soll zu Vorführzwecken bereits bis zum Jahr 2019 fertiggestellt werden und Northvolt die Möglichkeit eröffnen, Produkte und Prozesse vor dem eigentlichen Produktionsstart kontinuierlich zu optimieren.

„Wir freuen uns sehr, Northvolt beim Bau der Batteriefabrik der Zukunft in einem der Heimatländer unseres Unternehmens zu unterstützen“, sagte ABB-CEO Ulrich Spiesshofer. „Diese auf einzigartige Weise integrierte Fabrik wird die Führungsposition von ABB in der Industrieautomation und der intelligenten Elektrifizierung verdeutlichen und dazu beitragen, der stetig wachsenden Nachfrage nach smarteren, umweltfreundlicheren Speicherlösungen gerecht zu werden.“

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Im Zuge der Energiewende ist die Nutzung erneuerbarer Energiequellen stark gewachsen, während sich die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zusehends verringert. Sowohl die Elektrifizierung als auch die Speicherung von Energie sind wichtige Voraussetzungen für eine CO2-neutrale Gesellschaft. Allein die Verlagerung auf die Elektromobilität wird den Bedarf an Batterien in bislang ungeahnte Höhen treiben. Darüber hinaus ist die Fähigkeit, Energie zu speichern, entscheidend, um in der weltweiten Energieerzeugung und -verteilung schrittweise aus den fossilen Energieträgern aussteigen zu können.

„Die Elektrifizierung schreitet weltweit zügig voran. Wir wollen diesen Wandel unterstützen, indem wir die grösste und modernste Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien auf dem europäischen Kontinent bauen und die umweltfreundlichsten Batterien der Welt herstellen“, sagte Peter Carlsson, CEO von Northvolt. „ABB ist der Vorreiter im Bereich der Elektrifizierung. Wir freuen uns daher sehr, dass wir das Unternehmen als strategischen Partner, Hauptlieferanten und Investor gewinnen konnten.“

Zu den Produkten und Serviceleistungen, die ABB voraussichtlich liefern wird, zählen vollintegrierte Robotik-, Automations- und Elektrifizierungslösungen, einschliesslich des dezentralen Steuerungssystems ABB Ability System 800xA, sowie hochentwickelte digitale Lösungen wie das ABB Ability Manufacturing Operations Management.

Die Partner haben darüber hinaus eine technologische Zusammenarbeit vereinbart, um gemeinsam Innovationen in der Batterietechnologie voranzutreiben. Dazu gehören Bereiche wie die Fertigungsplattform, das Zellen- und Moduldesign und die Batterieleistung. Die Zusammenarbeit gilt vor allem für die Entwicklung von Batterielösungen für mobile und stationäre Anwendungen, einschliesslich der potenziellen Batteriebeschaffung.

Ab 2020 über 500 Kilometer Reichweite bei Elektroautos

Das Thema Elektromobilität aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, war Ziel des #E_motion Roadtrips von ABB.

Dass ABB das Thema Elektromobilität aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, zeigte jüngst der #E_motion Roadtrip. Eine Woche lang fuhr das Technologieunternehmen mit einem Elektroauto von Frankfurt über Mannheim nach München und legte dabei über 600 Kilometer zurück.

Für ABB ist klar, dass die Reichweite entscheidend für die Akzeptanz und damit für den Durchbruch der E-Mobilität ist. „Es ist das Kundenbedürfnis Nummer eins, eine große Reichweite zu haben. Menschen sind es gewöhnt mit einem Auto 600 Kilometer weit fahren zu können. Bei einem Elektroauto ist das heute noch nicht noch nicht ökologisch sinnvoll darstellbar. Aber ab 2020 rechnen wir damit, dass wir auf mindestens 500 Kilometer kommen werden“, sagt Alexander Kotouc, Leiter Produktmanagement BMW i. Um unkompliziert mit einem E-Auto zu reisen, ist zudem der Ausbau der Ladeinfrastruktur an deutschen Autobahnen von Bedeutung. Hierzu trägt ABB mit ihren Schnellladestationen bei. kp

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