Kühltechnik

Mara Hofacker,

Chillen mit weniger Kältemittel

Mit seinen neuen Blue e Chillern in der Leistungsklasse von 11 bis 25 kW hat Rittal seine Kühltechnik bei Kaltwassersätzen für die Maschinen- und Schaltschrank-Kühlung deutlich weiterentwickelt. Mit 40 Prozent weniger Kältemittel leisten die Geräte einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Umweltschutz.

Mit seinen neuen Blue e Chillern in der Leistungsklasse von 11 bis 25 kW hat Rittal seine Kühltechnik bei Kaltwassersätzen für die Maschinen- und Schaltschrank-Kühlung deutlich weiterentwickelt. © Rittal

Gleichzeitig profitieren Anwender von exakter Temperaturregelung, vereinfachter Bedienung und Montage sowie neuen Sicherheitsfunktionen. Vorkonfigurierte und schnell ab Lager verfügbare Optionspakte bieten Lösungen für nahezu jede Anforderung: etwa für Präzisionsregelungen, bei höheren Druckanforderungen oder robusten Outdoor-Anwendungen in Kältezonen.

Das Rückkühlen von Flüssigkeiten durch sogenannte Chiller zählt in vielen industriellen Fertigungsprozessen zu den Grundvoraussetzungen für einen reibungslosen Betrieb. So müssen Schaltschränke und insbesondere Werkzeugmaschinen für die präzise Bearbeitung von Metall über eine exakte Temperaturregelung verfügen. Zudem sind Lösungen gefragt, die bedien- und montagefreundlich sind und maximale Sicherheit bieten. Anwender sind auch nicht mehr bereit, lange Lieferzeiten in Kauf zu nehmen. Individuelle technische Lösungen müssen schnell ab Lager und in Serie zur Verfügung stehen. Und schließlich rücken zunehmend Anforderungen an Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit in den Fokus.

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Umweltfreundlich kühlen

Mit der Entwicklung seiner neuen Blue e Chiller bietet Rittal ein ausgereiftes Lösungspaket, das diese Anforderungen erfüllt. Die Chiller sind im robusten Industriestandard (IP 44, Elektrik) – ergänzend zu den Blue e+ Chillern mit 1,5 bis 6 kW – in vier Leistungsklassen von 11 bis 25 kW und in den beiden Gehäusegrößen 660 x 1265 x 1315 mm bzw. 760 x 1265 x 1515 mm (BHT) erhältlich. Durch den Einsatz der Micro-Channel-Technologie und einem damit sehr hohen Lamellenwirkungsgrad der Wärmetauscher (Aluminiumstrangpressprofil mit kleinen Kanälen mit einem Durchmesser von etwa 1 mm) benötigen die Geräte insgesamt 40 Prozent weniger Kältemittel als bisher. Da die Wärmeüberträger aus 100 Prozent Aluminium bestehen, ist eine galvanische Korrosion ausgeschlossen.

Bedarfsgerecht regeln

Lüfter und Kompressor werden über einen Digitalcontroller zentral angesteuert. Dabei lässt sich die Temperatur des Kühlmediums präzise regeln: Standardmäßig beträgt die Hysterese ± 2K, optional ist eine Präzisionsregelung (Heißgas-Bypass) von ± 0,25 K möglich. Dadurch werden Temperaturschwankungen, die zu Ungenauigkeiten am bearbeiteten Werkstück führen, verhindert und eine gleichbleibende Qualität gewährleistet.

Das mehrsprachfähige und industrietaugliche Touch-Display an der Vorderseite des Chillers sowie intelligente Kommunikations-Schnittstellen machen die Bedienung und Analyse komfortabel. So erfolgen die Parametrierung der Geräte sowie die Auslese der Daten und Systemmeldungen im Klartext übersichtlich und schnell. Fehlermeldungen werden priorisiert und in drei Eskalationsstufen (Hinweis, Fehler, Wartung) dargestellt.

Die Blue e Chiller sind anschlussfertig verdrahtet und lassen sich im Plug-&-Play-Prinzip schnell in Betrieb nehmen. Kranösen erleichtern den Transport, ebenso der Gabelstapler-taugliche Sockel. Einheitliche Wasseranschlüsse, ein einstellbares Überstromventil (Bypass-Ventil) sowie eine optimale Zugänglichkeit zu allen Komponenten erleichtern Monteuren und Service-Mitarbeitern das Arbeiten an den Geräten.

Sicherheit mitgedacht

Integrierte Überstromventile stellen eine konstante Kühlwasserzirkulation bei geschlossenem Verbraucher und laufender Pumpe sicher. Dies schützt die Kühlmediumpumpe vor Überlastung. Das Ventil ist auf die jeweils verwendete Pumpe und den Betrieb bei 50 Hz voreingestellt. Bei 60Hz Betrieb kann die Ventileinstellung angepasst werden. Für maximale Betriebssicherheit und erhöhte Verfügbarkeit sorgt eine Füllstandüberwachung. Optionale Strömungswächter alarmieren zudem bei zu geringem Durchfluss und erkennen frühzeitig Hydraulikfehler wie z.B. Verschmutzungen und Verstopfungen im System.

Als Zusatzleistung bietet Rittal vorkonfigurierte und schnell ab Lager verfügbare Optionspakte, die für nahezu jede Anforderung eine passende Lösung bieten. So stehen leistungsverstärkte Pumpen (4 und 6 bar) etwa für Mehrkreissysteme zur Verfügung. Wenn erforderlich, lässt sich mit einer Präzisionsregelung (Heißgas-Bypass) die Regelgenauigkeit von ± 2K auf ± 0,25 K verbessern. Zudem lassen sich die Blue e Chiller für Kältezonen von bis zu -20°C fit machen, ebenso für Laser-Anwendungen, auch mit wassergekühltem Verflüssiger oder mit Heizung aufrüsten, und mit Sonderlack individualisieren.

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