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HybridleitungenChainflex: Mehrfach verseilt hält besser

Das Chainflex-Programm umfasst alle Leitungstypen

Robotik und Automation boomen auch 2017: „Wir werden erstmals die Rekordmarke von 14 Milliarden Euro Branchenumsatz knacken“, erklärte Dr. Norbert Stein, Vorsitzender des Vorstands von VDMA Robotik + Automation. Dieser Boom treibt auch die Kabelhersteller voran.

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DokumentationssystemOptimales Zusammenspiel

Bis zu 200 mehrseitige Chargenbegleitkarten entstehen derzeit täglich in einem Produktionswerk für Mehrschicht-Platinen. Dabei werden alle Daten, die im gesamten Arbeitsprozess entstehen, manuell festgehalten. Die besondere Herausforderung hierbei ist, dass alle Daten jederzeit auswertbar sein müssen. Außerdem ist der Zugriff auf sämtliche Einzeldaten für mindestens 15 Jahre sicherzustellen. Die produktionsspezifischen Messwerte, Arbeitswerte und Kennzahlen bilden die Basis für eine spätere Recherchierbarkeit zum Nachweis der Produkteigenschaften auch in Bezug auf eventuelle Produktionsfehler und Ausschussteile. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass die Chargenbegleitkarten in Reinräumen anfallen, das heißt, hier gelten besondere Bestimmungen, die auch beim Prozess der Digitalisierung beachtet werden müssen. Das Unternehmen Dokumenten- und Datenservice (DD) mit Sitz in Esslingen ist im Bereich der Erfassung, Verarbeitung und Archivierung von analogen und digitalen Daten tätig und hat die Aufgabe in Zusammenarbeit mit dem Kunden wie folgt gelöst.

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Definition der Arbeitsgänge

Elektrotechnik/Elektronik (ET): Optimales Zusammenspiel

Vor der Generierung einer Chargenkarte müssen zunächst im hauseigenen SAP R/3-System alle erforderlichen Arbeitsgänge definiert werden. Die individuellen Arbeitspläne werden nach Erstellung als XML-Datei ausgegeben. Aus diesen Daten generiert das Tool G-Form ein grafisches Formular, das anschließend auf Reinpapier gedruckt wird. Jede Chargenkarte erhält eine eindeutige Chargennummer, die zusätzlich in Form eines Barcodes mit aufgedruckt wird. Das Formular wird dann in einem Masterverzeichnis für die spätere OCR-Erkennung abgelegt. Die Erfassung der Belege wird dann direkt beim Kunden installiert. Der Vorteil dieser Lösung: Kein Zeitverlust für den Zugriff auf die Daten, der durch den Transport der Dokumente entstehen würde. Zudem werden Risiken wie Verlust von Dokumenten beim Versand oder Transport ausgeschlossen.

Nachdem die Belege beim Kunden gescannt wurden, startet eine automatische Datenübertragung der gescannten Daten über eine sichere ENX-Leitung auf einen Server des Dienstleisters. Sämtliche handschriftlichen Eintragungen werden direkt nach Erstellung des Belegs mit einer OCR/ICR-Software ausgelesen, manuell validiert und im Anschluss daran als digital/archivierte Dokumente und somit auch als reportingfähige Daten an den Kunden übergeben. In regelmäßigem Turnus werden entsprechend Vereinbarung sämtliche Daten gesichert und auf einen Datenspeicher (CD/DVD) ausgelagert und zur Langzeitarchivierung übergeben.

Digitalisieren der Belege

Auch die Digitalisierung erfolgt direkt beim Kunden in einem dafür eingerichteten Büro im Reinraum. Hardware und Software stellt der Dienstleister. Nach einem festgelegten Testprogramm sind alle Belege in einer Zeit von wenigen Minuten komplett eingelesen. Zur Sicherung der hohen Qualitätsanforderungen wurde aus einigen Testläufen der richtige Scanner mit den optimalen Einstellungen installiert und in Betrieb genommen. Die im Standardverzeichnis abgeholten XML-Daten werden dann über G-Form automatisch eingelesen und temporär in einer Access-, SQL- oder Oracle-Datenbank gespeichert. Eine Formatvorlage und Definition des Aufbaus ist in einem Reporting-Tool hinterlegt und wird nach Anforderung durch einen Benutzer in einem C# Windows Druckprogramm mit den dynamischen Daten gefüllt.

Der Benutzer kann den Ausdruck nach unterschiedlichen Filterkriterien wie Datum, Werk und Chargennummer eingrenzen und erhält zunächst eine Druckvorschau – nach einer Sichtprüfung kann dann der Ausdruck gestartet werden. Nach erfolgreichem Ausdruck oder nach einem fest vorgegebenen Zeitraum können die Daten aus der Datenbank gelöscht werden. Sollte später eine Statistik notwendig sein, werden die dafür notwendigen Daten in einer separaten Datenbanktabelle abgelegt. Statistiken und Auswertungen werden über verschiedene Reportingtools erstellt und sind über das Druckprogramm abrufbar. Dr. Peter Stipp

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