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EnergieführungskettenOhne Schmierung

Bei der Herstellung von Energieführungsketten gehört Stahl keineswegs zum „alten Eisen“. Im Gegenteil. Er ist hochbelast- bar, robust und hat sich für Energieführungen seit über 50 Jahren in vielen Anwendungen aus guten Gründen behauptet. Ihre wichtigste Eigenschaft ist: Wartungsfreiheit.

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Energieführungsketten: Ohne Schmierung

Der Werkstoff Stahl nimmt aufgrund seiner Eigenschaften wie Festigkeit, Hitzebeständigkeit, Härte, Kerbschlagzähigkeit und Korrosionsverhalten in der Technik einen breiten Raum ein und hat sich in unzähligen Anwendungsbereichen als unverzichtbar etabliert. Extreme Betriebsbedingungen beweisen immer wieder, dass Stahl auch bei dem Einsatz von Energieführungsketten aufgrund seiner Eigenschaften in unzähligen Einsatzfällen unverzichtbar ist. Deshalb hat Kabelschlepp diese Produktgruppe bewusst im Portfolio erhalten und kontinuierlich nach dem Stand der Technik weiterentwickelt. Das Unternehmen bietet mit der Steel Line seinen Kunden individuelle Lösungen für besonders harte Fälle und extreme Beanspruchungen.

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Offshore-Applikationen sind ein klassischer Anwendungsbereich. Hier überzeugen Stahlketten aufgrund der Seewasser- und UV-Resistenz. Sie widerstehen dauerhaft und zuverlässig den rauen klimatischen Bedingungen. Mit ihrer hohen Belastbarkeit durch die Materialeigenschaften und die robuste Konstruktionsweise bewältigen sie auch extreme mechanische Beanspruchungen durch besonders hohe Zusatzlasten, selbst bei großen freitragenden Längen. Die Leistungsfähigkeit prädestiniert Stahl-Energieführungsketten auch für diverse Einsatzbereiche in rauen Umgebungsbedingungen, etwa bei Tunnelbohrgeräten. Hier meistern sie mechanische Fremdeinwirkungen durch auf die Kette fallende Geröllbrocken sowie den hohen Verschmutzungsgrad durch Sand oder Granulate. Aus jahrzehntelangem Produkt- und Anwendungs-Know-how resultiert ein differenziertes, auf extreme Betriebs- und Umgebungsbedingungen abgestimmtes Angebotsspektrum mit entsprechenden konstruktiven Details. So konzipiert das Unternehmen die Kettenbänder mit Kettenlaschen in unterschiedlichen Geometrien, darunter ein offenes Anschlagsystem mit selbstreinigendem Effekt, um verschmutzungsbedingten Verschleiß zu minimieren und möglichst lange Standzeiten zu realisieren. Diesem Ziel leistet auch die Wartungs- und Schmiermittelfreiheit der Stahlketten in erheblichem Maße Vorschub: Sämtliche Produkte dieser Steel Line müssen nicht geschmiert werden und sind daher wartungsfrei; Stillstandzeiten zur Schmierung der Kette entfallen also.

Seetüchtig und hart im Nehmen

Ein weiterer Grenzbereich sind hohe Dauertemperaturen wie bei Industrieöfen, in Gießereien sowie in der Stahl verarbeitenden Industrie. Je nach Ausführung meistern Stahlketten Dauertemperaturbelastungen und Maximalwerte von bis zu 600 °C sowie Bedingungen mit heißen Spänen oder Funken (in Edelstahlausführung kurzeitig sogar bis 1.000 °C!). Vergleichsweise hoch sind die Betriebstemperaturen beispielsweise in Walzwerken. Hinzu kommen die kurzzeitige, aber extreme Strahlungswärme der Brammen sowie die durch die Temperaturführung der Walzstraße entstehende Feuchtigkeit und Dämpfe. Hier haben sich Edelstahlketten an Walzstraßen-Wartungskranen jahrzehntelang anstandslos bewährt. Verzinkte Varianten sorgen an Schmiedemanipulatoren für Bewegung; neben den Umgebungstemperaturen sind bei diesen verfahrbaren Greifern, die Stahlteile packen und bewegen, Zusatzlasten von 60 bis 70 kg/m zu berücksichtigen.

Auch Umgebungen mit heißen Spänen können die Funktionalität von Energieführungsketten aus Stahl nicht beeinträchtigen. Sie sind zudem chemikalien- sowie strahlenbeständig und überzeugen in Chemieanlagen an Handling-Robotern und Manipulatoren – im Umfeld von Säurebädern in galvanischen Betrieben, ebenso wie in Kraftwerkanwendungen oder anderen Einsatzbereichen mit radioaktiver Strahlung. Eine Stahlkette nimmt es auch nicht für übel, wenn man einmal drauf tritt (was bei Anordnung in Bodennähe des Öfteren der Fall ist).

Manchmal geht eben nur Stahl – für alles andere hat Kabelschlepp als Vollsortimenter mit Energieführungsketten aus Kunststoff oder einer Kunststoff-Aluminium-Kombination die optimale Lösung. Denn die Anwendung entscheidet über den Werkstoff. So wie bei der besonders kleinen und preisgünstigen Baureihe Easytrax 0115. Sie wurde für die zuverlässige Energieversorgung der schnell verfahrenden Ebenen eines Food-Automaten entwickelt. Kundenseitig stand eine Zeit sparende und somit kostengünstige Leitungsbelegung im Fokus; ein relativ langer Verfahrweg und äußerst begrenzter Einbauraum waren ebenfalls zu berücksichtigen. Eine Ausführung der Kette in 2K-Technologie wäre in dieser Anwendung überdimensioniert und unnötig kostenintensiv gewesen. Daher wurden die Kettenglieder aus einem Werkstoff gefertigt und durch eine tribologisch optimierte Materialauswahl auch den Anforderungen an minimale Geräuschentwicklung und Lebensdauer Rechnung getragen.
Die Konstruktionsweise ermöglicht extrem kleine Krümmungsradien und passt so in den vorgesehenen Bauraum des Automaten. Der besondere Easytrax-Vorteil, die schnelle Leitungsbelegung, blieb auch bei dieser Entwicklung erhalten. Fertig konfektionierte Leitungen können ganz einfach und mit minimalem Zeitaufwand eingezogen werden. Da die Bügel dabei nicht in den Innenraum schwenken, zeichnet sich die Kette durch einen sehr hohen Befüllungsgrad aus.

Für begrenzten Bauraum

Eine andere Variante ist Easytrax 0320, die in modernen Behandlungsstühlen in Arztpraxen eingesetzt wird. Häufig muss auf sehr engem Bauraum die Bestromung innerhalb eines schwenkbaren Sockels gewährleistet werden. Dies wird mit einer Ausführung der Kette mit KR/RKR-Gliedern realisiert: Die rückwärtigen Krümmungsradien (RKR) ermöglichen die benötigte Drehbarkeit. Die Kettenkonstruktion in 2K-Technologie mit einem harten Kettenkörper und flexiblen Bügeln bietet eine hohe Torsionssteifigkeit bei sehr schneller Leitungsbelegung durch einfaches Einziehen der Leitungen. Der Innenraum ist ohne Störkanten leitungsschonend konzipiert. Trennstege halten die zu führenden Leitungen in der am Behandlungsstuhl in Seitenlage angeordneten Kette zuverlässig in Position. Wichtig ist in der Anwendung auch eine möglichst geringe Geräuschentwicklung – die ist durch eine integrierte Geräuschdämpfung gewährleistet. st

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