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Spielraum für Erweiterungen auf dem Automotive-Sektor

ERPSpielraum für Erweiterungen

ERP: Spielraum  für Erweiterungen

Schnelle Auftragserfüllung, individuelle Kundenwünsche – auch vor dem Automotive-Sektor machen die veränderten Marktanforderungen der heutigen Zeit nicht Halt. Um technologisch auf dem neuesten Stand und für die kommenden Wettbewerbsherausforderungen gerüstet zu bleiben, setzt der nordrhein-westfälische Großhändler für Fahrzeugbauteile Suer künftig auf die ERPII-Lösung APplus der Asseco Solutions.

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ERPSpielraum für Erweiterungen

Schnelle Auftragserfüllung, individuelle Kundenwünsche – auch vor dem Automotive-Sektor machen die veränderten Marktanforderungen der heutigen Zeit nicht Halt. Um technologisch auf dem neuesten Stand und für die kommenden Wettbewerbsherausforderungen gerüstet zu bleiben, setzt der nordrhein-westfälische Großhändler für Fahrzeugbauteile Suer künftig auf die ERPII-Lösung APplus der Asseco Solutions.

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ERP: Spielraum  für Erweiterungen

Mit über 20.000 Sortimentsartikeln bietet der 1892 gegründete Großhändler aus Wermelskirchen seinen Kunden ein umfassendes Portfolio an Fahrzeugbauteilen, Aluminiumprofilen und Landmaschinen-Ersatzteilen. Neben dem klassischen Handelsgeschäft fokussiert sich das Unternehmen auf die Fertigung einzelner Komponenten sowie den kompletten Service rund um den Nutzfahrzeugbau. Dabei ist der Mittelständler nicht nur in Deutschland, sondern auch international aktiv: Zusätzlich zu den Standorten in Wermelskirchen, Dasing und Leipzig verfügt Suer über Niederlassungen in Polen und Litauen. Im Jahr 2016 erwirtschafteten die insgesamt circa 200 Suer-Mitarbeiter einen Umsatz von 50 Millionen Euro.

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Ursprünglich aus dem Stahlgeschäft kommend, hat Suer bereits seit Ende der 90er Jahre eine Speziallösung für den Stahlhandel zur Unterstützung seiner Geschäftsprozesse im Einsatz. Die Prozesse und Anforderungen des heutigen Unternehmens lassen sich damit jedoch nur teilweise abdecken. Für zahlreiche Geschäftsbereiche – beispielsweise in Bezug auf Business Intelligence – sind daher Eigenentwicklungen notwendig, die oft jedoch nur grundlegende Funktionen zur Verfügung stellen können und über Schnittstellen an das zentrale System angebunden werden müssen. Für den Bereich Lagermanagement befindet sich zudem eine Drittlösung im Einsatz, die einen nahtlosen Ablauf bereichsübergreifender Prozesse zusätzlich erschwert.

„Den veränderten Kundenanforderungen kann die alte Lösung nicht mehr gerecht werden“, erklärt Peter Offermann, Projektleiter bei Suer. „Denn diese erwarten in der heutigen Zeit einfach mehr Flexibilität bei der Bearbeitung ihrer Aufträge als früher, zum Beispiel wenn es darum geht, spezielle Verpackungsrichtlinien umzusetzen.“ Zudem besteht auch unternehmensintern immer wieder die Notwendigkeit, Prozesse effizienter zu gestalten, indem beispielsweise für Kunden individuelle Barcodes generiert werden sollen. Für Anforderungen wie diese bietet das bisherige IT-System keine Unterstützung.

Vor knapp zwei Jahren begann Suer daher damit, sich am Markt nach einer modernen, integrierten ERP-Lösung umzusehen. Hierzu selektierten die Projektverantwortlichen um Peter Offermann zunächst die drei vielversprechendsten Systeme, die vor allem nach objektiven Kriterien wie der Unternehmensgröße für Suer geeignet schienen. Die Kandidaten der Endauswahl wurden daraufhin zu Workshops und Präsentationen an den Firmensitz geladen, um die jeweiligen Lösungen genauer begutachten zu können.

Im Oktober fiel schließlich die Entscheidung zugunsten der Asseco-Lösung APplus, welche die speziell zusammengestellten Gruppen aus Key-Usern und Vertretern der Geschäftsleitung vor allem durch ihre zukunftsfähige und offene Technologie überzeugte: Sie bietet Spielraum für künftige Erweiterungen und lässt sich bei Bedarf auch durch die Suer-interne EDV anpassen und warten. Da die Lösung vollständig browserbasiert ist, können Mitarbeiter geräteunabhängig auf das System zugreifen, sodass auch eine einfache Anbindung von Außendienstmitarbeitern denkbar wäre.

„Wir wollten auf jeden Fall einen ‚Allrounder‘ einführen“, resümiert Offermann den Entscheidungsprozess, „denn unser Geschäftsfeld ist sehr breit gefächert: Zu 70 Prozent bestehen wir aus Handel, zu 30 Prozent aus Produktion. Wir brauchten daher eine Lösung, die beide Teile umfassend und auf hohem Niveau abdecken kann, keine Speziallösung, die nur auf einen Teilbereich zugeschnitten ist.“

Automatisierung durch integrierte Prozesse

Version 6.3 der ERP-Software APplus

Der Livestart der Lösung ist für den 1. Januar 2018 geplant. Anschließend will Suer vor allem von den zahlreichen neuen Funktionalitäten von APplus profitieren, welche die bisherige IT nicht bereitstellen konnte, wie eine zuverlässige Produktionsplanung. Künftig werden die fehlenden Funktionalitäten integriert über APplus bereitgestellt, das den Bereich Fertigung unter anderem um umfassende Funktionen für Planung und Kalkulation erweitert.

Zudem rechnet Suer auch durch die Integration aller Geschäftsbereiche mit deutlichen Effizienzsteigerungen. Aufgrund der bislang getrennten Systeme mussten Daten in der Vergangenheit teilweise mehrfach im System gepflegt werden. Dies kostete nicht nur unnötig Zeit, sondern war auch als Fehlerquelle geradezu prädestiniert. Zudem erschwerte der Bruch zwischen den Systemen, Kennzahlen über mehrere Bereiche hinweg zu ermitteln und auszuwerten. Mit APplus werden alle relevanten Prozesse im Unternehmen künftig integriert ablaufen, sodass der Pflegeaufwand der Daten deutlich sinkt.

Für die Zukunft denkt Suer zudem über eine Ausweitung des Systems auf seine Auslandsniederlassungen nach. Aktuell arbeiten diese jeweils mit ihrem eigenen System und sind lediglich rudimentär in die Prozesse der deutschen Zentrale eingebunden, können etwa per VPN Lagerbestände einsehen. Dank der Multimandantenfähigkeit von APplus ließe sich die internationale Zusammenarbeit optimieren: Eine Bestellung im Ausland würde dann beispielsweise automatisch einen Warenausgang in Deutschland auslösen, sodass Aufträge zwischen den einzelnen Niederlassungen obsolet wären. „Generell würden wir damit auch unsere Flexibilität für zukünftige Entwicklungen sicherstellen“, betont Peter Offermann. „Sollte es eines Tages notwendig werden, eine vollkommen neue Produktsparte anzubieten, könnte die neu gegründete Firma eigenständig agieren, wäre aber trotzdem weiterhin als Mandant in unser zentrales System eingebunden.“ cs

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