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Maschinen- und AnlagenbauWipotec: Gewogen und für gut befunden

OEM-Wägezellen

Wipotec produziert OEM-Wägezellen für fast alle namhaften Maschinenbauer. Bei vielen Kunden laufen die Transportbänder rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Oft sind deshalb nur schmale Wartungsfenster für den Einbau neuer Anlagen oder die Installation von Ersatzteilen vorgesehen.

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Elektronischer DatenaustauschEffizientes Supply Management

Über die reine Produktlieferung hinaus unterstützt SEW-Eurodrive seine Kunden auch bei der Optimierung ihrer Geschäftsprozesse mithilfe der elektronische Datenübertragung EDI. Sie soll für Kunden einen echten Mehrwert im Bereich Einkauf und Materialwirtschaft generieren. Ein Anwender ist Trumpf. Der Werkzeugmaschinenhersteller und Lasertechnikspezialist führte EDI ein, um Bestellabläufe zu beschleunigen und die Datenübermittlung zu automatisieren.

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Elektronischer Datenaustausch: Effizientes Supply Management

Das Prozessportfolio Drive-Benefits von SEW-Eurodrive erzeugt Mehrwerte für die Geschäftsprozesse der Kunden. Es bietet zahlreiche Möglichkeiten, Prozessabläufe einfacher zu gestalten und zu beschleunigen - vom Engineering und der Produktauswahl, über die Bestellung und Beschaffungslogistik bis hin zum Betrieb und Ersatzteilmanagement. Die Vorteile von Drive-Benefits sind erhöhte Prozesssicherheit, gesteigerte Effizienz und damit Kosteneinsparungen. Ein Baustein innerhalb dieses Portfolios ist der elektronische Datenaustausch.

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Effiziente Übertragung, sichere Prozesse

EDI steht für Electronic Data Interchange, also Elektronischer Datenaustausch. Dieser Begriff bezeichnet die elektronische Übermittlung von Geschäftsvorgängen zwischen Unternehmen. Hierbei sind die Anwendungssysteme der beteiligten Unternehmen als Absender, Übermittler oder Empfänger der Nachrichten direkt miteinander verbunden. Elektronischer Datenaustausch ist die effizienteste Form der Übertragung von Daten aus Auftrag, Lieferung und Rechnung. Als EDI-Nachrichten können prinzipiell alle Dokumente versandt werden, die Formularcharakter aufweisen. Hierbei handelt es sich um den Austausch von strukturierten Daten, bei denen genau festgelegt ist, in welcher Reihenfolge und welchem Format bestimmte Informationen übermittelt werden. Ob Artikelnummern, Absender- und Empfängerdaten, Bestellmengen oder der Rechnungspreis gesendet wird - diese Sprache wird weltweit verstanden

Ein kompetenter Partner

SEW-Eurodrive bietet seinen Geschäftspartnern schon seit über 15 Jahren die Möglichkeit, Daten mittels EDI auszutauschen. Der Kunde kann seine Bestellungen mit seiner Materialnummer, der Artikelreferenz, der SEW-Sachnummer oder der SEW-Angebotsnummer und Position senden. Ebenfalls auf elektronischem Wege kann er die Auftragsbestätigungen, Lieferavise und Rechnungen empfangen. Der elektronische Datenaustausch verschafft dem Kunden erhöhte Prozesssicherheit und spart wertvolle Zeit beim Bestellprozess. Die technische Anbindung erfolgt über eine One-to-One-Verbindung für alle Nachrichtenformate zwischen SEW-Eurodrive und dem Kunden.

Abwicklung über Dienstleister

Für kleinere Unternehmen ist die IT-Infrastruktur zum direkten Datenaustausch oftmals zu teuer. Daher gibt es alternativ die Möglichkeit, EDI-Austauschportale wie My-Open-Factory zu nutzen. Hierbei erfolgt ein "EDI-Outsourcing" über die Plattform eines Dienstleisters, der die Datensätze verarbeitet und an den Geschäftspartner weiterleitet. In diesem Fall benötigt der Kunde keinen eigenen EDI-Server. Für die Bestellabwicklung ist SEW an die EDI-Plattform My-Open-Factory angebunden, für die Rechnungsabwicklung an die EDI-Plattform Basware.

Bereits seit vielen Jahren gibt es technische Lösungen für elektronische Bestell- und Abwicklungssysteme, die vor allem in Großkonzernen intensiv genutzt werden. Doch auch mittelständische Unternehmen können durch ein elektronisches Bestellwesen Optimierungsspotenzial freisetzen und somit viel Zeit und Geld sparen.

Innovation und Verantwortung

In Ditzingen, in der Nähe von Stuttgart, hat der Werkzeugmaschinenhersteller und Lasertechnikspezialist Trumpf seinen Stammsitz. Technische Innovationen bestimmen die Entwicklung des 1923 gegründeten Familienunternehmens von Anfang an. Entscheidenden Anteil hat Trumpf daran, dass Lasertechnik heute in nahezu allen Lebensbereichen zum Einsatz kommt. Kontinuität und Langfristigkeit prägen das Handeln der Firma. Als Familienunternehmen orientiert sich Trumpf an einem auf Verantwortung und Nachhaltigkeit ausgerichteten Wertesystem. Die Schwerpunkte der gesellschaftlichen Verantwortung konzentrieren sich dabei auf die Bereiche Bildung, Forschung, Mitarbeiter, Nachhaltiges Wirtschaften und Familienunternehmen.

Automatisierung statt Papierflut

Um die Bestellabläufe zu beschleunigen und die Datenübermittlung zu automatisieren, beschloss Trumpf gemeinsam mit SEW-Eurodrive den elektronischen Datenaustausch einzuführen. "SEW ist einer der Lieferanten, bei dem wir aufgrund des Bestellvolumens und der guten Zusammenarbeit den elektronischen Datenaustauch einführen wollten", erläutert Michael D'Alessandro, verantwortlich für Beschaffungsprozesse bei Trumpf. Zudem ist bei SEW-Eurodrive intern das Know-how vorhanden, um eine solche Schnittstelle zu implementieren. "Ohne großen Projektaufwand", fährt der Projektleiter fort, "konnten wir in beiden Unternehmen die EDI-Abwicklung vor einigen Jahren live schalten." Auch mit diesen Erfahrungen hat Trumpf weitere Lieferanten auf die EDI-Abwicklung umstellen können und hat zwischenzeitlich ein Lieferantenportal aufgebaut, aus dem SEW-Eurodrive seine EDI-Datensätze erhält. Über das Portal werden viele verschiedene Prozesse automatisiert. Es bietet Sicherheit in der Bestellabwicklung, denn bei elektronischen Datenübertragungen gibt es weniger Fehler. Welche Lieferanten über EDI angebunden sind, hängt in erster Linie von den einzelnen Zulieferern selbst ab. Firmen, die eine EDI-Anbindung einrichten können, erhalten die Datensätze automatisiert aus dem Lieferantenportal in ihr eigenes System. Andere Firmen melden sich im Lieferantenportal an und holen Ihre Bestellung ab. Mit dem Lieferantenportal hat Trumpf die Möglichkeit, zahlreiche Prozesse innerhalb seines Einkaufs zu automatisieren. "Wegen der Papierflut von Auftragsbestätigungen hatten wir uns früher dafür entschieden, von unseren Lieferanten keine Auftragsbestätigungen mehr zu erhalten. Allerdings fehlte dann die Transparenz und Sicherheit, dass Bestellungen termingerecht geliefert werden. Mit einer Auftragsbestätigung auf elektronischem Weg haben wir die Information sofort im System und schonen auch die Umwelt", erklärt D'Alessandro. Ein Materialdisponent sieht direkt, ob nicht nur eine Bestellung abgegeben wurde, sondern auch ob eine Bestätigung vorliegt. Somit sorgt EDI für eine erhöhte Prozesssicherheit.

EDI in der Logistik

Eine Besonderheit im Elektronischen Datenaustausch mit Trumpf besteht in der Lieferavis-Sendung. Hierfür gibt es ein separates Logistikportal, das der Hauptspediteur Schmalz & Schön betreibt. In diesem reinen Logistikportal hinterlegen die Lieferanten ihre Sendungsanmeldungen. Auch hier gibt es eine Schnittstelle mit elektronischer Datenübermittlung, die SEW-Eurodrive nutzt. Sobald Informationen zu einer Lieferavis vorliegen, gehen die Daten an die Spedition. Der Spediteur weiß daraufhin ganz genau, wann er die Produkte bei SEW abholen kann. Für die nächsten zwei bis drei Jahre plant Trumpf weitere Projekte. Als Hauptthemen stehen u. a. die automatische Rechnungsabwicklung, automatische Wareneingangsprozesse und Reklamationsbearbeitungen über das Portal auf der Agenda. Auch hierbei setzt Trumpf auf SEW als kompetenten Partner.

Nachhaltige Erfolgsfaktoren

Elektronischer Datenaustausch bietet Unternehmen im B2B-Geschäft zahlreiche Vorteile. Der Bestellprozess wird beschleunigt und Auftragsbestätigungen können schneller verarbeitet werden. Zudem fallen manuelle Tätigkeiten weg, es gibt keinen Medienbruch und die Datenqualität erhöht sich. Der Lieferant hat den Vorteil, dass er zeitnah über Auftragseingänge im ERP informiert wird und Aufträge ohne Zeitverlust direkt abwickeln kann. kf

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