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Cloud-StrategieDiese 5 Dinge müssen bei der Datenmigration beachtet werden

Datenmigration

Bei der Planung einer Cloud-Strategie muss neben der reinen Auslagerung von Daten in die Cloud zusätzlich eine Exit-Strategie bedacht werden. Damit sowohl beim Datenmanagement als auch bei der Cloud-Strategie eine größtmögliche Flexibilität erhalten bleibt, müssen folgende fünf Punkte berücksichtigt werden.

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Hochverfügbarkeitslösung, Supply Chain ManagementWie geklont

Funktioniert bei global agierenden Unternehmen das Liefer- kettenmanagement selbst nur wenige Stunden nicht, läuten die Alarmglocken. Eine neuartige HP-Standardlösung bietet Schutz bei der Verwendung von SAPs Supply Chain Management.

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Hochverfügbarkeitslösung: Wie geklont

Natürlich kann man sich grundsätzlich auf die IT und auf die Anwendungen zur Unterstützung von wichtigen Geschäftsprozessen in Lieferketten verlassen. Gleichwohl können selbst kurze Unterbrechungen - aus welchen Gründen auch immer - von nur wenigen Stunden für Unternehmen Missliches mit sich bringen; bis hin zu den gefürchteten "Peitscheneffekten", bei denen sich bei Ausfall oder bei Störung eines Glieds einer Lieferkette Probleme gefährlich aufschaukeln. Der Automatisierungsspezialist Festo in Esslingen unterstützt praktisch alle Geschäftsprozesse mit der SAP-Lösungsfamilie mit der Bezeichnung Business Suite. Eine vorbildliche logistische Leistungsfähigkeit und Lieferbereitschaft gehören für das Unternehmen zu den Maximen, an denen konsequent und kontinuierlich gearbeitet wird. Die permanente Nutzung des Live-Cache bei den SAP Supply-Chain-Managment-Anwendungen - insbesondere bei der globalen Verfügbarkeitsprüfung - versetzt das expansionsorientierte Unternehmen in die Lage, bei stetig steigendem Liefervolumen und optimierten Lieferterminen jederzeit und gewohnt schnell, verbindliche Aussagen gegenüber Kunden über Produktverfügbarkeiten machen zu können. Und tritt doch der Ernstfall mal auf, kommt der Hot Standby Service ins Spiel. Die Verwendung von SCM-Funktionen schafft zweifelsfrei Wettbewerbsvorteile. So lässt sich etwa in Windeseile herausfinden, von welchem Werk aus Kunden mit welchen Produkten am schnellsten und am kostengünstigsten beliefert werden. Außerdem erkennt das System, wenn nicht mehr genügend Teile für die Produktion auf Lager sind und ordnet automatisch eine Nachlieferung an. Im Idealfall läuft damit die Fertigung immer wie geschmiert - ob in einem Werk in Tschechien oder in einem in China.

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Im Ernstfall Alarmglocken

Der Knackpunkt ist aber: Hat man sich dafür entschieden, diese Funktionen zu nutzen, und können sie für längere Zeit - vielleicht für einen halben Tag - nicht verwendet werden, steht das komplette Lieferkettenmanagement auf der Kippe. "Wie rasch sich SCM-Anwendungen wieder zum Laufen bringen lassen, hängt von vielen Faktoren ab. Dieser Prozess nimmt aber in der Regel Stunden in Anspruch, mitunter auch mehr als einen Tag", erklärt Markus Ertl, Senior Consultant bei HP. Der Grund für dieses Risiko ist eine technische Basiskomponente mit der Bezeichnung Live-Cache, die in etlichen SAP-SCM-Komponenten verbaut ist. Hauptaufgabe des Live-Cache ist es, komplexe Planungs- und Optimierungsläufe sicherzustellen und für den schnellen Zugriff auf immens große Datenvolumen mit immens vielen Merkmalskombinationen zu sorgen. Von der technischen Konzeption her fußt der Live-Cache auf einer vollständig in einem Hauptspeicher gehaltenen Datenbank, dem so genannten In-Memory-Ansatz. Gibt es - aus welchen Gründen auch immer - Live-Cache-Störungen, verrichten die SAP-SCM-Anwendungen nicht mehr richtig ihre Dienste. In der Konsequenz kann das Lieferkettenmanagement ins Stocken kommen. Sollte der Live-Cache gar havarieren, wird man mit dem Ausfall der Anwendungen konfrontiert. In diesem Fall muss man sie neu starten. Vom ersten Zeitpunkt des "Hochfahrens" bis zur vollständigen Nutzung des Live-Cache braucht es allerdings Zeit. Anders als beim Wiederanlauf einer klassischen Software-Datenbank, bei der quasi die Daten sofort wieder vorhanden sind, muss sich die hautpspeicherbasierte Datenbank zuerst wieder "aufladen" und sich schrittweise optimieren. Erst wenn alle diese Prozeduren abgearbeitet sind, können der Live-Cache 100prozentig arbeiten und auch die SCM-Geschäftsprozesse wieder vollständig genutzt werden. Wie lange die technische Wiederherstellung dauert, hängt von der Komplexität der Operationen ab, die zum Ausfallzeitpunkt im Live-Cache gerade liefen. Diese schwankt sehr stark. Kurz ausgedrückt: Man kann Glück oder Pech haben und Minuten oder Stunden an die Technik verlieren. Der Zeitpunkt des Ausfalls lässt sich nicht planen. Ebenso wenig kann man solche Ausfälle im Vorfeld ausschließen. Eile ist geboten, da nach Wegfall des Live-Cache sukzessive auch andere SAP- Komponenten beeinträchtigt werden. Nacharbeiten bis hin zu manuellen Konsistenzprüfungen nehmen dann gut und gerne einen Tag oder mehr in Anspruch. Der Ausfall des Live-Cache muss daher kurz und transparent gehalten werden, um ein Ausweiten der Probleme auf die Systemlandschaft zu vermeiden. Sehr oft arbeitet der Live-Cache nach etwa zwei Stunden wieder - allerdings müssen noch Konsistenzprüfungen durchgeführt werden, die gut und gerne einen Tag oder mehr in Anspruch nehmen können.

Ausfallschutz eine Art von Versicherung

Das Angebot von SAP zum Schutz vor solchen Komplikationen nennt sich sich Hot Standby Service (HSS) und besteht aus Funktions- beziehungsweise Skriptdefinitionen. Damit werden konkrete HSS-Hochverfügbarkeitslösungen realisiert. Vereinfacht ausgedrückt funktioniert eine solche Lösung folgendermaßen: Neben der vorhandenen Live-Cache-Umgebung wird eine zweite betrieben, die bei einem möglichen Ausfall des Primärsystems automatisch dessen Live-Cache-Aufgaben übernimmt. Im IT-Fachjargon wird ein solcher Aufbau als Failover-Cluster bezeichnet. Hier geht es nicht darum, ausgefallene Komponenten automatisiert neu zu starten. Das dauert zu lange. Ein Verlagern der identischen Operationen auf andere Hardware nimmt einen gravierenden Teil der Probleme mit und greift daher ebenfalls zu kurz. Das zweite System läuft beim Hot-Standby-Konzept mit dem ersten im Verbund permanent mit und ist eine Art Klon des Primärsystems. "Der Klon sieht ähnlich aus und verhält sich ähnlich, ist aber kein identisches Spiegelbild. Innere Zustände, die zeitaufwendige Widerherstellungsarbeiten- oder -tätigkeiten und damit einen Ausfall des Lieferkettenmanagements bedingen, kann der Klon für sich vermeiden. Gleichzeitig wird er die Arbeiten des Primärsystems unmittelbar nachvollziehen und damit den inneren Motor für eine Übernahme im Notfall schon einmal warmlaufen zu lassen. Mit anderen Worten: eine permanente Verfügbarkeit der Anwendungen ist sichergestellt, ein Ausfallschutz für die Gesamtfunktion erstmals effektiv gegeben", klärt Senior Consultant Ertl auf. Bis vor kurzem konnten SCM-Anwenderfirmen nicht auf eine Hot-Standby-Komplettlösung zurückgreifen. Bisherige Implementierungen erfolgten stets auf Basis von Individuallösungen oder -projekten. Als erster SAP-Partner hat sich HP der Sache angenommen und eine neuartige Hochverfügbarkeitslösung für den Live-Cache auf den Markt gebracht. Und zwar als Produktkomplettpaket, das mit Unterstützung durch die SAP entwickelt wurde. Der Vorteil einer solchen Standardkomplettlösung: Es lassen sich damit IT-Kosten einsparen, weil keine teuren Individualentwicklungen nötig sind. Außerdem sinken die Risiken für Kunden, da für das Zusammenwirken der Komponenten der Anbieter verantwortlich ist. Vor allem durch ausgefeilte Datenreplikations- und Failover-Techniken sorgt die HP-Lösung dafür, dass die Hot-Standby-Lösung zu jedem Zeitpunkt gewissermaßen ein Klon des Primärsystems darstellt. "Fällt ein Live-Cache aus, erfolgt automatisch eine Umschaltung auf das Hot-Standby-System. Ohne Leistungseinbruch laufen die SCM-Anwendungen in weniger als zwei Minuten wieder, als wäre nichts geschehen", streicht Markus Ertl heraus. Gottfried Welz, Fachjournalist / ee

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