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ProduktdatenmanagementStimmige Daten für alle

Produktdatenmanagement

Wie stellt der rein kundenspezifisch arbeitende Werkzeug-, Modell- und Formenbau sicher, dass Produktentwicklung und Auftragssteuerung mit einheitlichen Daten arbeiten? Die Ausgangsbasis dafür könnte kaum anspruchsvoller sein.

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ERP-LösungDas ewige Kurbeln

einer Markise ist äußerst lästig: Ist sie endlich unten, ist meist die Sonne weg. Dafür gibt es die Antriebe und Steuerungen, die das Unternehmen Selve herstellt. Um seinen langfristigen Erfolg zu sichern, vertraut das Traditionsunternehmen aus Lüdenscheid auf die ERP-Technologie von AP. Bereits 1999 fiel bei Selve die Entscheidung, eine eigene EDV-Abteilung mit hoher Wertschöpfungstiefe aufzubauen. Das erklärte Ziel bestand darin, möglichst alle Systeme unternehmensintern verwalten und an veränderte Marktbedingungen und Anforderungen anpassen zu können. Aus diesem Grunde entschied man sich bereits Mitte 2006 das bestehende und in die Jahre gekommene ERP-System durch ein modernes zu ersetzen. Man erkannte sehr schnell, dass dies eine einmalige Chance war, nicht nur sogenannte "Insellösungen" miteinander zu verbinden, sondern auch alle Produktions- und Verwaltungsprozesse neu zu durchleuchten. Um alle Unternehmensbereiche bei der Entscheidung für ein bestimmtes Produkt zu berücksichtigen und auch eine hohe Akzeptanz der Mitarbeiter zu erreichen, stellte man eine Gruppe von Keyusern aus allen relevanten Abteilungen zusammen. Im Nachhinein war dies einer der Erfolgsgaranten für ein erfolgreiches Projekt. "Obwohl die Kosten für uns natürlich von großer Bedeutung waren, lag unser primärer Fokus auf einem leicht skalierbaren ERP-System, das unsere Prozesse abbilden kann, so dass wir unsere Prozesse nicht zwangsweise anpassen müssen", so Peter Marszelewski, IT- Leiter bei Selve. In funktionaler Hinsicht wollte der auf Lager produzierende Serienfertiger, der Standarderzeugnisse mit und ohne Varianten anbietet, einen möglichst hohen Abdeckungsgrad entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreichen. Ferner musste die neue Lösung mandanten- und mehrsprachenfähig sein, da mehrere Firmen im In- und Ausland zur Gruppe gehören und internationale Geschäftsbeziehungen bestehen. Hinzu kamen Anforderungen wie mindestens 1.000 Installationen, hohe Skalierbarkeit, einfach skalierbare Reports inklusive ABC-Kunden- und Lieferantenanalysen und die Fähigkeit, mehrstufige Stücklisten einfach zu verwalten und auftragsspezifisch nachauflösen zu können. Das System sollte die komplette Prozesskette miteinander verbinden und auf diese Weise die internen Abläufe vereinfachen und gleichermaßen bei erhöhter Transparenz beschleunigen. Denn das Unternehmen hat den Anspruch, alle Bestellungen soweit möglich noch am selben Tag zu versenden. Eine anspruchsvolle Zielsetzung für die gesamte Produktions- und Warenlogistik, die heute jedoch mit einer beeindruckenden Quote von über 90 Prozent erreicht wird.

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Eine eindeutige Entscheidung für AP Plus

Digitale Fabrik: Das ewige Kurbeln

Nach reiflicher Evaluierung der Funktionsanforderungen fiel die Entscheidung der Verantwortlichen einstimmig für die AP AG und ihr ERPII-System AP Plus. Selbst funktional ebenbürtige Produkte hatten sich bei näherer Betrachtung als weit weniger flexibel und anpassbar erwiesen. "AP Plus konnte hier mit dem Technologievorsprung seiner Lösung aufgrund der 100-prozentigen .NET-Basierung und der avisierten Einführungsunterstützung überzeugen", betont Peter Marszelewski.

Implementierung nach Wunsch

Von nun an blieben lediglich 6 Monate Zeit für die komplette Implementierung mit 80 Anwendern, zwei Mandanten und mehreren Produktions- und Auslieferungsstandorten. Zur erfolgreichen Realisierung des Projektes wurde das interne Keyuser-Team durch ein erfahrenes Projektteam der AP AG komplettiert. Nachdem man alle bestehenden Abläufe von Selve überprüft hatte, stellte man schon bei der Umsetzungsplanung in APplus erhebliche Optimierungsmöglichkeiten fest. So wurden neben ablaufprozessualen Strukturverbesserungen verschiedene Echtzeitschnittstellen implementiert, die unter anderem per Webservices Online-Verbindungen zum MDE-/BDE-System, zur Dokumentenarchivierung, zum CRM-System und zur Finanzsoftware schafften. Obwohl die Implementierung zu 80 Prozent mit dem AP Plus-Standard erfolgte, waren spezielle Anpassungen nötig, die im Zusammenspiel zwischen der AP AG und firmeninterner EDV-Abteilung ohne Schwierigkeiten realisiert werden konnten. Ein besonderes Highlight, das man in AP Plus für Selve realisierte, war die durchgängige Abwicklung der Vertriebsaufträge. Bei Auftragseingabe erhält man direkt Auskünfte über z.B. Kreditlimit, offene Posten, Lagerbestand bzw. Produktions- und Einkaufsplanung. Nach Auftragsfreigabe bekommen die Stahlwellen- und die Motorenfertigung separate Informationen zur Vorkommissionierung. Im Versandlager mit chaotischer Lagerhaltung werden mit wegoptimierten Sammel-Picklisten unter Berücksichtigung von Verpackungseinheiten und dem FIFO-Prinzip die Sendungen zusammen geführt. Bei der Lieferscheinrückmeldung erfolgt die Übergabe aller relevanten Daten an die Versandsoftware. Dort werden automatisch die Versandetiketten gedruckt, und bei Rückmeldung ins AP Plus wird eine Rechnung erzeugt und zum Ausdruck bereitgestellt. "Wir sind sehr zufrieden mit der AP Plus-Implementierung. Wir verzeichnen ein hohes Maß an Prozessoptimierung und haben Anstöße für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess geschaffen. Die Prozesse laufen wie gewünscht, das Budget wurde in terminlicher und finanzieller Sicht eingehalten und auch die Anwenderakzeptanz ist sehr hoch; wir waren vom ersten Tag an produktiv", resümiert Peter Marszelewski. ee

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