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Maschinen- und AnlagenbauWipotec: Gewogen und für gut befunden

OEM-Wägezellen

Wipotec produziert OEM-Wägezellen für fast alle namhaften Maschinenbauer. Bei vielen Kunden laufen die Transportbänder rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Oft sind deshalb nur schmale Wartungsfenster für den Einbau neuer Anlagen oder die Installation von Ersatzteilen vorgesehen.

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AnwenderberichtFlexible ERP-Lösung für Formenbauer

Harting Applied Technologies setzt Work Plan Enterprise ein

Ob Werkzeug- oder Sondermaschinenbauer - projektorientierte Unternehmen haben besondere Anforderungen an ihre Organisation und somit an die eingesetzte PPS- oder ERP-Software. WorkPlan Enterprise von Sescoi ist speziell für solche Branchen konzipiert und flexibel anpassbar. Für Harting Applied Technologies, Hersteller von Formwerkzeugen und Montagesystemen, erwies sich WorkPlan als ideale Lösung, die sich schnell in Betrieb nehmen ließ und seit April 2010 für mehr Transparenz in der Organisation und Fertigung sorgt.
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ERP-Lösung: Flexible ERP-Lösung für Formenbauer

Fast jeder Werkzeug- und Formenbau-Betrieb braucht heutzutage Unterstützung durch ein PPS- oder ERP-System (Produktionsplanungs- und Steuerungs- bzw. Enterprise Resource Planning System). Denn es herrscht ein harter Wettbewerb, in dem nur die überleben, die exakt kalkulieren, qualitativ hochwertige Produkte fertigen und zuverlässig liefern. Ein ERP-System unterstützt dabei. Es hilft beim Planen und Optimieren von Arbeitskraft, Materialien, Ressourcen und Zeiten. Außerdem ermöglicht es den Verantwortlichen, jederzeit die Kontrolle über alle Vorgänge zu behalten. Harting Applied Technologies hatte diese Vorteile schon vor Jahren erkannt und in ein ERP-System investiert, das individuell entwickelt auf die spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten war. Das zur Technologiegruppe gehörende Unternehmen (siehe Textkasten) produziert zum einen Werkzeuge und Formen für Spritz-, Druckguss- sowie Stanz-Biege-Maschinen. Zum anderen werden komplette Montagesysteme (Sondermaschinenbau) hergestellt. Bei beiden Bereichen handelt es sich um projektorientierte Einzelfertigung, für die das Unternehmen Aufgaben von der Produktentwicklung bis zur Serienfreigabe (bei Werkzeugen) übernimmt. Geschäftsführer Dr. Volker Franke erklärt: "Wir fühlen uns da zuhause, wo Qualität gefordert wird und die Teile filigran sind. Das gilt zum Beispiel für Spritzgussanwendungen mit nur 1/10 mm Wandstärke, für die wir Formen bauen. Auch feinste Umformteile wie Kontaktfedern aus nur 30 µm dicker Folie zählen zu unseren Spezialitäten." Während der Montagebereich von Harting Applied Technologies vielfach für externe Auftraggeber arbeitet, werden 95 Prozent aller Werkzeuge und Formen in die eigene Unternehmensgruppe geliefert, was jedoch den Wettbewerbsdruck zu vergleichbaren Anbietern nicht mindert.

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Managementsoftware steigert die Wettbewerbsfähigkeit

Bis Anfang 2010 hatte der Werkzeugspezialist ein selbstgeschriebenes ERP-System im Einsatz, das auf die gewachsenen Prozesse abgestimmt war. Mit dem Vorteil der Passgenauigkeit des Systems gingen allerdings auch Nachteile einher, die aus der geringen Kapazität des Entwicklers entstanden. So war es schwierig, das System auf die sich ständig ändernden Anforderungen anzupassen. Daher haben die Verantwortlichen bereits seit etwa drei Jahren die Ablösung des Systems ins Auge gefasst. Da der Harting-Konzern weltweit SAP einsetzt, untersuchten sie zunächst, ob SAP die hier vorhandenen Prozesse ausreichend gut unterstützen kann. Volker Franke berichtet: "Leider konnte SAP nicht die erforderliche Flexibilität bieten, um unser Tagesgeschäft abzubilden. Besonders was den Detaillierungsgrad anbelangt, wollen wir für Fertigungsaufgaben nur grobe Planungsdaten eingeben und in Gruppen bleiben. SAP dagegen benötigt frühzeitig im Prozess sehr detaillierte Informationen, die wir zu diesem Zeitpunkt nicht bieten können." Als auch von der IT-Abteilung die Aussage vorlag, dass es mit SAP keine Lösung gäbe, machten sich die Verantwortlichen auf die Suche nach einem anderen passenden System. Zwar haben es sich einige Anbieter auf die Fahne geschrieben, speziell den Werkzeugbau und Sondermaschinenbau zu unterstützen, doch die Wünsche von Harting blieben unerfüllt. Volker Franke resümiert: "Erst mit Sescoi und WorkPlan haben wir eine Lösung gefunden, die flexibel genug war, unsere Prozesse so abzubilden, wie wir wollten."

Flexibel im Detaillierungsgrad

Die Entscheidung für WorkPlan hatte mehrere Gründe. Ein wichtiger ist, dass Harting in Work Plan den Detaillierungsgrad der Planung selbst bestimmen kann. Volker Franke konkretisiert: "Wir können zwar auf der Einzelteilebene Vorgabezeiten und viele Details eingeben, müssen das aber nicht. Es ist ebenso möglich, auf einer übergeordneten Stufe zu bleiben. Wir machen vielmehr eine Vorplanung mit Platzhaltern, die in unseren Bilanzen als Merkposten erscheinen. In den anderen Systemen hätten wir dafür im Prinzip schon eine relativ genaue Definition treffen müssen." Auch die Bildschirmdarstellung sprach für WorkPlan. Franke lobt die einfach anzulegenden Baumstrukturen sowie die Art und Weise der Querverknüpfung zwischen den verschiedenen Sichtweisen. Man könne bei Work Plan problemlos zwischen den Ansichten hin- und herspringen, also vom Kundenblatt über die Angebote in die Aufträge und wieder zurück. Außerdem kam die Flexibilität und einfache Bedienung gut an. Formulare, Ansichten, Filter sind problemlos zu generieren und exakt auf die Bedürfnisse anzupassen. Sofern ein Anwender die Berechtigung für diese Daten hat, kann er das selbst übernehmen. So lässt sich Work Plan sukzessive weiterentwickeln, ohne dass jedes Mal ein IT-Spezialist benötigt wird.

Im Eiltempo zur Inbetriebnahme

Als für den Geschäftsführer und seine involvierten Kollegen Ende 2009 feststand, dass Work Plan für ihr Unternehmen am besten passt, ging es im Eiltempo voran. Man entschloss sich zu einer Testinstallation und schickte die Hauptanwender noch im Dezember zur Schulung zu Sescoi nach Neu-Isenburg. Mitte Januar stand die Testinstallation. Im März wurden alle laufenden Aufträge ins System eingetragen, und im April konnten die Mitarbeitenden bereits auf die eingepflegten Aufträge zurückmelden. Ganz freiwillig war die rekordverdächtige Einführung nicht, gesteht Volker Franke. "Wir wollten uns eigentlich mehr Zeit lassen, um alles in Ruhe auszuprobieren. Unvorhersehbare Umstände haben uns jedoch dazu geführt, dass wir so schnell wie möglich auf ein neues ERP-System umstiegen. Wir nutzten also die Testphase bereits zur Vorbereitung und haben gegen deren Ende Angebotserstellung und Auftragsverwaltung auf WorkPlan umgestellt - ohne Parallelbetrieb mit dem alten System. Es hat funktioniert." Der Monatsabschluss April wurde bereits mit Daten durchgeführt, die in WorkPlan erzeugt und an SAP transferiert wurden. Heute erfolgt das komplette Rechnungswesen inklusive Rechnungsstellung in WorkPlan. Ein Informationssatz geht ins SAP-System, das die Nachverfolgung beziehungsweise das Mahnwesen übernimmt. Auch die Personalabrechnung und Finanzbuchhaltung laufen über SAP, weshalb verschiedene Schnittstellen definiert werden mussten. Kein großes Problem bei WorkPlan, schließlich ist die Sescoi-Software seit Dezember 2009 SAP-zertifiziert.

Für den Werkzeugbau konzipierte ERP-Lösung

Warum Work Plan Enterprise für Harting Applied Technologies eine ideale ERP-Software ist, erklärt Sescoi-Projektmanager Frank Welzel so: "Unser Unternehmen hat sich von Anfang an, also seit über 20 Jahren, auf Softwarelösungen für den Werkzeug- und Formenbau spezialisiert. Wie WorkNC, unsere automatische CAM/CAD-Lösung für 2- bis 5-Achs Bearbeitungen, wurde auch WorkPlan auf die speziellen Bedürfnisse der Einzelteilfertiger, projektorientierten Unternehmen und Auftragsfertiger ausgerichtet. Die Hersteller von Formen, Pressformen, Werkzeugen, Modellen, Mustern, Prototypen, Spezialmaschinen oder ähnlichem können mit WorkPlan Enterprise ihre Arbeitskraft, Materialien, Ressourcen und Zeiten optimieren und behalten jederzeit die Kontrolle über alle Vorgänge." Work Plan ist modular aufgebaut. Zur Verfügung stehen Funktionen zur Ressourcenplanung, die die Automatisierung und Verwaltung von entscheidenden betrieblichen Tätigkeiten erlauben. So gibt es Module zu den Bereichen Angebot, Auftragsabwicklung, Planung und Simulation, Bestellwesen und Lagerverwaltung, Zeit-, Qualitäts-, Leistungs- sowie Informationsmanagement. Daneben bietet das System viele Optionen, die speziell für die Werkzeug- und Formenbau-Branche entwickelt wurden. Dazu gehört unter anderem eine spezielle Datenbankstruktur, die alle Änderungen aufzeichnet und die Rückverfolgung von Angebotsdaten und Kosten erlaubt. Schließlich ist es üblich, dass im Lebenszyklus eines Projekts mehrere Änderungen an den Projektdaten erfolgen. Die Verfolgbarkeit ist auch für das spätere Management von Kundendienst und Reparaturleistungen nützlich.

Sukzessiver Ausbau des WorkPlan-Systems

Bei Harting Applied Technologies ist heute ein sogenanntes Concurrent-User-Modell im Einsatz, mit 15 parallel zur Verfügung stehenden WorkPlan-Arbeitsplätzen. Es ist in einem Citrix-Umfeld installiert. Citrix ist ein Terminalserver, auf dem die Software mit allen Lizenzen läuft, während die Rechner der Anwender nur als Anzeige- und Bediensystem fungieren. So haben Geschäftsführer, Controller, Meister, Fertigungsleitung, Vertrieb und alle anderen relevanten Abteilungen Zugriff auf das zentrale Work Plan-System. Durch die besonderen Umstände bei Harting - wie zum Beispiel die Einbindung in eine Konzern-Struktur - wurde Work Plan zunächst nur in reduziertem Leistungsumfang installiert. Nach dem Softwarestart mit Angebotserstellung, Auftragsverwaltung und Rechnungswesen nutzen die Werkzeug- und Sondermaschinenbauer inzwischen auch das Modul Warenwirtschaft, also Bestellwesen und den Wareneingang. Während Kostenstellen-Material nach wie vor über SAP läuft, wird der projektbezogene Einkauf jetzt über Work Plan realisiert. Seitdem haben die Verantwortlichen deutlich mehr Informationen über die Bestellvorgänge und den tatsächlichen Zugang der Materialien.

Hand in Hand mit SAP

Bei der Zeiterfassung, die in SAP verankert ist, werden heute die Kommt/Geht-Meldungen parallel ins WorkPlan gespielt, so dass die Anwesenheit der Mitarbeitenden dort automatisch mitgeführt wird. Der Terminkalender für Abwesenheiten wie Urlaub und Krankheit wird derzeit in WorkPlan aufgebaut. Er löst die bisherige Excel-Liste ab. Auch die Kalkulation findet mittlerweile in WorkPlan statt, obwohl das bisherige Vorgehen schwierig abzubilden war. "Wir hatten etwas verzwickte Zuschlagssysteme, aber in der Zwischenzeit haben wir auf eine Kalkulation mit Herstellkosten umgestellt. Diese können wir sauber und transparent darstellen", erklärt Volker Franke. Der Geschäftsführer treibt den Work Plan-Ausbau voran: "Aktuell haben wir in Work Plan die Kapazitätsplanung für die Konstruktion in Angriff genommen, anschließend wird sie für die Montage umgesetzt. Das sind Bereiche, die wir 1:1 zuordnen können. Die Planung für den Fertigungsbereich dagegen wird auch in Zukunft nur grob erfolgen und im Detail den Meistern überlassen." lg

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