Desktop-Virtualisierungslösung

Virtuell verbunden

Kroenert stellt Benutzer-Arbeitsplätze externen CAD-Entwicklern über das Rechenzentrum zur Verfügung. Dabei sorgt die HDX 3D Pro-Technologie von Citrix dafür, dass Externe in der virtuellen Umgebung effizient arbeiten können und sensible Konstruktionsdaten das Rechenzentrum nicht mehr verlassen.

Mit XenDesktop können ortsfremde Betriebssysteme auf dem Rechner virtualisiert werden. Dabei erhöhen die zentrale Datenhaltung und abgestufte Zugriffsrechte die Sicherheit. (Bild: Citrix)

Von Selbstklebeetiketten über Arzneimittelverpackungen bis hin zu flexiblen Solarmodulen und Membranen für Brennstoffzellen: Unterschiedlichste Alltags- und Hightech-Produkte werden heute auf Anlagen des Maschinenbauers Kroenert produziert. Zum Lieferspektrum gehören neben kompletten Beschichtungsanlagen auch unterschiedliche Auf- und Abwickler, modulare Auftragssysteme sowie Trockner, Befeuchter und Kaschierwerke.

Vor über 110 Jahren entwickelte Kroenert seine ersten Tapetendruckmaschinen. Heute werden jährlich rund 40 Beschichtungsmaschinen in alle Teile der Erde geliefert. (Bild: Kroenert)

CAD-Konstruktion ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von Kroenert. In der internen Entwicklungsabteilung sind heute 40 Mitarbeiter damit beschäftigt, die Beschichtungsanlagen zu entwerfen und im Detail zu planen. Bei der Konstruktion der mehrere Meter langen Produktionsstraßen kommt es auf jede einzelne Schraube an – aber auch auf eine möglichst schnelle Umsetzung. Kroenert arbeitet daher aus Zeitgründen immer wieder mit zwei externen Ingenieurbüros zusammen. Den Mitarbeitern dieser beiden Dienstleister stellte die IT-Abteilung bisher abgesicherte Workstations mit verschlüsselten Festplatten zur Verfügung, auf denen die 3D-CAD-Software Siemens NX lokal installiert war. Per VPN-Verbindung konnten die externen Anwender mit diesen Workstations auf die Konstruktionszeichnungen im Rechenzentrum von Kroenert zugreifen. „Die Lösung hatte in der Praxis jedoch gravierende Nachteile“, weiß Lars Lorenzen, IT-Leiter bei Kroenert. „Das Laden oder Speichern eines Modells über die VPN-Verbindung dauerte oft bis zu 30 Minuten. Wenn ein Rechner abstürzte, bevor eine Datei bei uns zentral gespeichert war, konnte schon einmal die Arbeit eines ganzen Tages verloren gehen. Trotz der Abschottung und Verschlüsselung der Endgeräte hatten wir außerdem immer ein mulmiges Gefühl dabei, sensible Konstruktionsdaten aus dem Haus zu geben.“ Letztlich war die bisherige Lösung daher ein Kompromiss, mit dem weder die externen Anwender noch die Verantwortlichen bei Kroenert wirklich zufrieden waren.

Anzeige

Um die Arbeitsbedingungen für die externen Konstrukteure zu verbessern, wollte die IT-Abteilung die Benutzer-Desktops mit der Client-Software von Siemens NX über das Rechenzentrum zugänglich zu machen. Gemeinsam mit dem IT-Partner SMP Management führte Kroenert mehrere Praxistests von Desktop-Virtualisierungslösungen durch. „Letztlich entsprach bei diesen Tests nur Citrix XenDesktop mit der HDX-3D-Pro-Technologie unseren Erwartungen“, berichtet Lars Lorenzen. „Die Mitbewerberprodukte waren relativ schnell vom Tisch, da damit die benötigte Grafikleistung am Client einfach nicht zu erreichen war. Produktives Arbeiten war mit diesen Lösungen nicht möglich.“

Hohe Grafikleistung am Client

Die HDX-3D-Pro-Technik von Citrix XenDesktop hingegen optimiert die Darstellung von grafikintensiven Anwendungen in virtuellen Umgebungen durch die Kombination von Software- und Hardware-basiertem Rendering und Komprimierungstechnologie. Der Deep Compression Codec ermöglicht auch über WAN-Verbindungen mit begrenzter Bandbreite flüssiges Arbeiten mit professionellen Grafik-Anwendungen im Rechenzentrum.

XenDesktop bietet dabei unterschiedliche Konfigurationsoptionen auf dem Server. Je nach Leistungsanforderungen kann die IT-Abteilung den virtuellen Desktops entweder dedizierte Grafikprozessoren zuweisen oder Hardware-basiertes GPU-Sharing nutzen. „Wir haben uns letztlich aber doch dafür entschieden, jedem Anwender einen eigenen Grafikprozessor zur Verfügung zu stellen“, erklärt Lorenzen. „Unsere Anwender arbeiten mit extrem komplexen Modellen und haben daher sehr hohe Leistungsanforderungen. Für den direkten Zugriff auf den physischen Grafikprozessor aus der virtuellen Umgebung nutzen wir die GPU-Pass-Through-Technologie der Virtualisierungsplattform Citrix XenXerver.“

Die externen Anwender waren von der Leistung der virtuellen CAD-Desktops von Anfang an beeindruckt: „Wir haben das Feedback bekommen, dass kein Unterschied zu einer lokal installierten CAD-Anwendung festzustellen ist“, so der IT-Leiter. „Die Modelle lassen sich am Bildschirm genauso flüssig wie bisher bearbeiten, unterschiedliche 3D-Mäuse funktionieren wie gewohnt – und auch beim Multi-Monitor-Betrieb gibt es keine Probleme.“

Erheblich beschleunigt wurde durch die virtuelle Umgebung das Laden und Speichern von Modellen. Die Konstruktionsdaten laufen jetzt nicht mehr über die WAN-Verbindungen, sondern werden nur noch innerhalb des Rechenzentrums über 10-Gbit-Glasfaserleitungen übertragen. „Teilweise können die externen Anwender dadurch sogar schneller arbeiten als unsere eigenen Mitarbeiter im LAN“, ergänzt Lars Lorenzen.

Die benötigte Bandbreite für die Anbindung der externen Konstruktionsbüros ist überschaubar: 2 Mbit reichen nach den bisherigen Erfahrungen für bis zu acht Anwender aus. Auch die Bereitstellung von CAD-Arbeitsplätzen für mobile Anwender und Homeoffice-Arbeitsplätze ist damit jederzeit möglich.

Ein weiterer Vorteil: Ganz gleich, von welchem Ort aus auf die virtuellen Desktops zugegriffen wird, die sensiblen Konstruktionsdaten verlassen das Rechenzentrum von Kroenert nicht mehr. Mit der Citrix-Lösung kann die IT-Abteilung zudem alle Zugriffs- und Nutzungsrechte granular steuern. So dürfen die Mitarbeiter der externen Konstruktionsbüros zwar Zeichnungen von Anlagen im Büro ausdrucken, aber keine Dokumente auf lokalen Festplatten speichern. Der Zugriff auf die Dokumente im Rechenzentrum erfolgt über verschlüsselte Verbindungen, zudem ist der Benutzer-Zugang durch eine mehrstufige Authentifizierung geschützt. „Das Thema Sicherheit war für uns ein wichtiges Argument für die Virtualisierung der CAD-Arbeitsplätze“, unterstreicht Lars Lorenzen.

Ebenso wichtig sind für den IT-Leiter aber auch die flexiblen Nutzungsmöglichkeiten, die die Desktop-Virtualisierung dem Unternehmen eröffnet. „Wir können heute Benutzer-Desktops per Knopfdruck für jeden Anwender zur Verfügung stellen – an jedem Ort und auf jedem Endgerät. So sind wir in der Lage, auch auf veränderte Anforderungen sehr schnell zu reagieren.“ cs

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Virtual Machining-Software

Schuss ins Schwarze

Als Marke kennt man Weitner in den Kfz-Werkstätten führender Autohersteller. Kontinuierlich hat der Spezialist für Werkstattausrüstung in neueste Technologien investiert. Mit innovativen Produkten, neuen Fertigungsmethoden und aktueller...

mehr...

CAD-Software

Frisch aufgebrüht

Espresso Macchiato, Doppio oder Caffè Americano: Kaffeemaschinen von Thermoplan brühen – nicht nur bei Starbucks – auch ausgefallene Kundenwünsche auf Knopfdruck frisch auf. Das im schweizerischen Weggis ansässige Unternehmen setzt bei der...

mehr...