Technische Kommunikation...

...auf dem Weg zur digitalen Industrie

Im Zuge von Industrie 4.0 werden Informationsprodukte der Technischen Kommunikation zunehmend in der virtuellen Welt zu finden sein. Diese Informationsprodukte müssen sowohl Inhaltlich wie auch organisatorisch entsprechend aufbereitet sein. Das Unternehmen Tecteam, Dienstleister für Technische Kommunikation, kennt die Herausforderung.

Informationen wie Zustandsinformationen, Beschreibungen oder Handlungsanweisungen spielen zukünftig neben der eigentlichen Produktfunktion eine große Rolle. Diese Informationen werden von Sensoren, Aktoren, Beacons aufgerufen und zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zu gegenwärtigen Technologien werden Informationen zukünftig aus dem so genannten Internet der Dinge zur Verfügung gestellt. Sowohl Komponentenhersteller als auch die Hersteller von Produkten, die diese Technologien einsetzen, arbeiten derzeit an tragfähigen Konzepten. Gleichzeitig warten die Unternehmen auf notwendige politische Entscheidungen wie z.B. zum Thema Datensicherheit und dem Ausbau erforderlicher Übertragungstechnologien, die eine Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung gewährleisten.

Das Internet der Dinge bekommt in diesem Kontext eine Schlüsselfunktion, sämtliche Informationen werden zukünftig in dieser virtuellen Welt zu finden sein, dazu gehören auch die Informationsprodukte der Technischen Kommunikation. Diese Informationsprodukte müssen sowohl Inhaltlich wie auch organisatorisch entsprechend aufbereitet sein.

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Stand der Technik in der Technischen Kommunikation

Unabhängig von dem Thema "Industrie 4.0" hat sich die Technische Kommunikation in den letzten Jahren bereits sehr intensiv mit folgenden Themen auseinandergesetzt:

- Standardisierung von Informationen
- Universale Einsetzbarkeit
- Automatisierte Erstellung und Verteilung von Daten
- Gewährleistung der Wiederauffindbarkeit/Identifizierung
- Sprachunabhängig bzw. maschinell übersetzbar

Da die technische Kommunikation von je her mit dem Manko der non-Profitabilität kämpft, liegen die Gründe für diese Entwicklungen eher in wirtschaftlicher und organisatorischer Natur. Durch das Voranschreiten von Big Data kann es hier jedoch zu einem Wertewandel kommen.

Die Technische Kommunikation steht hier vor einer besonderen Aufgabe. Die gewonnene Qualifikation aus den letzten Jahren, gepaart mit den passenden Werkzeugen wie Redaktionssystemen, Translation-Memory-Tools, Terminologie-Tools etc. und eine zusätzliche sinnvolle Integration in die Produktionsprozesse der Unternehmen, ermöglicht es, der aufkommenden Informationsvielfalt gerecht zu werden.

Nicht der PC oder die DVD wird zukünftig die Information bereitstellen, sondern das "Internet der Dinge". Metadaten, Taxonomien sowie die Modularisierung und Standardisierung von Informationen erlauben es selbst noch so kleine Informationseinheiten wiederauffindbar zu machen. Ob Dita, docbook oder PI-Mod, eine Standardisierung wird hierfür zukünftig unumgänglich. Wichtig ist hierbei eine gemeinsame Sprache zu finden, nur so wird ein konsequenter Datenaustausch möglich. Das so etwas in gewissen Grenzen möglich ist, hat uns die Automobil- und Rüstungsindustrie in den letzten Jahren bereits vorgemacht. Dies wird zukünftig noch eine große Herausforderung für alle Zweige der Industrie. Offen ist auch noch ob ein bestehender Standard zum Einsatz kommt oder ggf. ein Neuer entsteht.

Und in welcher Sprache stelle ich meine Informationen dann zur Verfügung?

Auch hier wird sich einiges ändern, teilweise gibt es heute schon brauchbare Ansätze die in die richtige Richtung zeigen. Texte oder Informationen manuell übersetzen, könnte zukünftig der Vergangenheit angehören. Translation Memory Tools, Terminologie Tools, Language-Checker etc. unterstützen technische Autoren bereits heute bei der Erstellung inhaltlich Konsistenter Informationen, welche wiederum gut als Grundlage für eine maschinelle Übersetzung dienen können. Der bereits vor Jahren gelegte Grundstein für maschinelle Übersetzungsprozesse sorgt in Zukunft dafür das Informationen online in die benötigte Sprache umgeschaltet werden, manuelles übersetzen ist dann nicht mehr erforderlich.

Welcher Nutzen ergibt sich hieraus

Die Gestaltung zielgruppengerechter, verständlicher Informationen ist schon heute das Anliegen vieler gut ausgebildeter technischer Redakteure. Schlagworte wie Gebrauchstauglichkeit und Usability werden zunehmend wichtig. Und genau davon profitieren besonders jene Personenkreise und Unternehmen die Produkte herstellen, bedienen, reparieren und instandhalten usw. Stillstandzeiten werden reduziert, Fehlbedienung verhindert, kostenintesive Serviceeinsätze vermieden, Fehlbestellungen bei Ersatzteilen reduziert usw.
Hier finden sich noch einige Szenarien die unter heutigen Gesichtspunkten bereits möglich sind, aber noch wesentlich ausgeprägter in den Alltag einkehren werden:

- Servicetechniker profitieren zukünftig von aktuellen und gefilterten Informationen (auf die jeweilige Konfiguration ausgerichtet), zusätzliche technische Hilfsmittel wie z. B. digitale Brillen lassen Servicetechniker frei arbeiten.
- Bediener können entsprechend der jeweiligen Qualifikation mit mehr oder weniger Informationen versorgt werden.
- Informationen werden entsprechend dem jeweiligen Produkt in der gewünschten Sprache des Anwenders dargeboten.

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