Ingenieurgeschichten

Wie man ein Flugzeug spritsparend zur Startbahn bewegt

Im Rahmen seiner Image-Kampagne für Ingenieurinnen und Ingenieure hat der VDI die nächste Ingenieurgeschichte als Fotostory veröffentlicht. Sie zeigt, wie man Flugzeuge spritsparend zur Startbahn bringt.

Mit dem Taxibot, einem speziellen Flugzeugschlepper, haben Gerhard Baumgarten, Leiter der Abteilung Innovation bei Lufthansa LEOS, und sein Team um Projektingenieur Bernhard Weiß jetzt ein Pilotprojekt umgesetzt, das Flugzeuge bei ausgeschalteten Triebwerken zur Startbahn bringt.

Am Flughafen Frankfurt werden im großen Stil Menschen und Waren bewegt. Das sind viele Tonnen verbrauchtes Kerosin und ein nicht geringer Teil davon verbrennt auf dem Weg vom Gate zur Startbahn. Mit dem Taxibot, einem speziellen Flugzeugschlepper, haben Gerhard Baumgarten, Leiter der Abteilung Innovation bei Lufthansa LEOS, und sein Team um Projektingenieur Bernhard Weiß jetzt ein Pilotprojekt umgesetzt, das Flugzeuge bei ausgeschalteten Triebwerken zur Startbahn bringt. Pro Start werden so bis zu 600 Liter Kerosin bei Großraumjets eingespart. Die Idee ist nicht neu, ihre Umsetzung stellte die Ingenieure jedoch lange vor große Probleme.

Einen Airbus A380 in Bewegung zu setzen ist einfach. Schwierig wird es beim Bremsvorgang. Wenn ausschließlich der Schlepper anfährt und stoppt, entlädt sich die gesamte Masse der Maschine auf das eher filigrane Bugrad. Genau hier setzt der Taxibot an: Das Bugrad ist auf einem Drehteller untergebracht, der die Lenkbewegungen des Piloten durch Sensoren auf den Schlepper überträgt. Auch gebremst wird über die Flugzeugbremsen – dadurch wird die Bremslast gleichmäßig verteilt. Aber um das Projekt zu realisieren, mussten Baumgarten und sein Team nicht nur Flugzeuge, sondern den ganzen Flughafen in Bewegung bringen.

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Hintergrund: Zeigen, wie Ingenieurleistungen unseren Alltag verbessern

Der VDI will mit seiner Kampagne „Ingenieurgeschichten“ die vielen großen und kleinen Innovationen der Ingenieurinnen und Ingenieure auch Menschen außerhalb der Technik-Community bekannt machen. „Dazu suchen wir beispielhafte Geschichten, die das rüberbringen – ohne Fachchinesisch und sehr persönlich“, erklärt VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer. Und wer könnte besser für den Berufsstand sprechen, als Ingenieurinnen und Ingenieure selbst? kf

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