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Wie Ergo-Fit zum Hersteller von LED-Leuchten wurde

Pirmasens war bis vor wenigen Jahrzehnten noch das Zentrum der deutschen Schuh-industrie, bis der Standort durch die Verlagerung der Produktion in Billiglohn- Länder einbrach. Nur wenige Unternehmen überlebten diesen Einschnitt. Eines von ihnen ist Ergo-Fit, das die Produktion von Schuhmaschinen auf die Herstellung von Fitnessgeräten umstellte. Derzeit stellt das Unternehmen seine Flexibilität erneut unter Beweis und entwickelt eine LED-Arbeitsbeleuchtung für einen Großflughafen. Die dafür notwendige Maschine wurde mithilfe der akf Bank finanziert.

Mit dem Prototyp einer LED-Arbeitsbeleuchtung für einen Großflughafen will Michael Resch sein Unternehmen voranbringen.

Mit Schuhen und Maschinen zur Produktion derselben hat das heutige Unternehmen nichts mehr zu tun. Michael Resch (56), Geschäftsführer und Hauptgesellschafter der Ergo-Fit GmbH, erinnert sich zwar noch gern an das von seinem Großvater Willi Resch 1947 gegründete Familienunternehmen Willi Resch KG, hat aber rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt, sich 1972 vom Auslaufmodell der Schuhbranche verabschiedet und einen neuen Markt ins Visier genommen: Gesundheit, Fitness und die Produktion entsprechender Geräte. Mit dem ersten serienreifen Fahrradergometer mit Wirbelstrombremse legte der Wirtschaftsingenieur den Grundstein für den neuen Unternehmenserfolg, dem ab 1986 auch der neue Firmenname Rechnung trug. Noch bevor die Fitness-Welle die Bundesrepublik überrollte, ging man an die Entwicklung von Kraftgeräten und die Ausstattung der damals noch in den Kinderschuhen steckenden Fitness-Studios. Dabei legte Michael Resch den Fokus auf Kondition und eine auf Erhalt oder Rückgewinnung der Gesundheit ausgelegte Fitness. Als logische Konsequenz koppelte er den Fitness-Gedanken mit kardiologischen Erkenntnissen und ist seither mit seinen medizinisch basierten Geräten Partner von Fitness-Studios, Kliniken, Reha-Zentren und Physiotherapeuten.

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„Im Gegensatz zu vielen Großbanken kennen wir die Details des Marktes sehr genau und können daher Finanzierungs- und Leasingangebote exakt auf die Anforderungen auch kleinerer Betriebe ausrichten.“ Peter Fischermann, Direktor der akf bank Industriefinanz.

Heute beschäftigt das Unternehmen rund 80 Mitarbeiter innerhalb einer zu fast 100 Prozent eigenen Fertigungskette und entwickelt neue Ideen auch für ganz andere Produktfelder. So bauen Resch und seine Techniker derzeit den Prototyp einer LED-Beleuchtung für einen 65 Meter hohen Lichtmast. Als Arbeitsbeleuchtung für einen Großflughafen gedacht, soll er in der Lage sein, eine Fläche von rund 32.000 Quadratmetern komplett so auszuleuchten, dass Flugzeuge aller Größenordnungen auch abends und nachts umfassend gewartet und be- oder entladen werden können. Dazu muss seine Leuchtkraft in eine Weitendimension von 400 Metern vorstoßen.

Die dafür erforderliche Produktions- und Maschinentechnik wurde sorgfältig ausgesucht und wird ständig auf dem aktuellen Stand gehalten. Neuestes Familienmitglied in der Zerspanungstechnik ist eine CNC-Schrägbett-Drehmaschine mit Kurzstangenlader aus dem Hause Emco. Die besonderen Vorteile der Emco E 65 liegen darin, Zerspanen, Drehen und Fräsen in einer Aufspannung und mit einer Halbierung der Bearbeitungszeit pro Werkstück zu verbinden. Diese Flexibilität kommt der langfristig orientierten Produktstrategie des Unternehmens entgegen. Im Anforderungsprofil an die Maschine bedeutet das, über hohe Genauigkeiten für eine langfristige Produktion bei Lang- und Kurzlaufteilen ebenso zu verfügen wie über kostensparende Effizienz innerhalb schneller Wechsel zu unterschiedlichen Produktionsformaten bis 60 Zentimetern Durchmesser.

Fit in der Ausrüstungs-Finanzierung

Durch die Finanzierung der Emco E 65 kann Ergo-Fit bei der Produktentwicklung neue Wege einschlagen.

Auch bei der Finanzierung ging Ergo-Fit neue Wege. Mit der akf Bank Industriefinanz aus Wuppertal empfahl Emco einen geeigneten Partner für ein Leasing-Modell, der die Gesamtinvestition von rund 130.000 Euro in einem Konzept bündelte und dem Unternehmen zusätzlichen Spielraum und Planungssicherheit zu guten Konditionen bot.

Die Wuppertaler akf-Gruppe positioniert sich als klassischer Finanzierungspartner des Mittelstandes. Seit nahezu 50 Jahren auf dem Markt, bieten akf Bank, akf Leasing und akf Servicelease ein auf die Finanzierungsanforderungen mittelständischer Kunden abgestimmtes Produktportfolio. Dieses umfasst Kredite und Leasing sowie Mietkauf und Factoring zur Optimierung betrieblicher Liquidität. Die mittelständische Unternehmerbank hat starke Gesellschafter im Hintergrund: den Familienkonzern Vorwerk (90,1 Prozent) und die Bankhaus Lampe-Gruppe (9,9 Prozent). cs

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