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„Radar Road Signature“Automatisiertes Fahren mit Radarsignalen

Bosch Radar Straßensignatur
Ab sofort lassen sich Lokalisierungsschichten für hochauflösende Karten anhand von Radarsignalen erstellen. Das erleichtert den automatisiert fahrenden Autos, die Fahrspur zentimetergenau zu lokalisieren.
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Engineering-DienstleistungenExperten suchen Experten

Rund 61.000 Ingenieurbüros gibt es in Deutschland. Einige haben einen bestimmten Branchenfokus und sind regional orientiert; andere präsentieren sich mit breitem Portfolio entlang der gesamten Prozesskette und sind bundesweit oder gar international tätig. Grundsätzlich gilt: Immer mehr Unter- nehmen setzen in Teilbereichen oder gar für komplette Projekte auf die Unterstützung externer Ingenieur-Dienstleister. Für diesen nachhaltigen Trend gibt es gute Gründe.

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Engineering-Dienstleistungen: Experten  suchen Experten

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie arbeiten 43 Prozent aller Ingenieure hierzulande im Dienstleistungssektor. Das hat vor allem zwei Gründe: Der allgegenwärtige Fachkräftemangel und die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Der VDI taxierte die Ingenieurlücke in diesem Sommer auf knapp 77.000 Personen. Das sind 40.000 mehr als 2010! Mittlerweile befürchten neun von zehn Unternehmen, dass sie ihren Personalbedarf künftig nicht ausreichend decken können. Dieser Mangelsituation stand im Juli dieses Jahres im Maschinen- und Anlagenbau eine Auslastungsquote von circa 90 Prozent entgegen. Zum Teil wurden (und werden) Aufträge abgelehnt, weil qualifiziertes Personal zur Bewältigung technischer Herausforderungen (Nachhaltigkeit, Automation, Robotik etc.) fehlt. Zudem verlangt der Ingenieursjob heute interdisziplinäres Arbeiten an Schnittstellen-Technologien sowie betriebswirtschaftliche und kommunikative Skills – etwa im After-Sales-Bereich. Anforderungen, die viele Bewerber nicht erfüllen.

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Die Suche der geeigneten Experten ist daher ein mitunter schwieriges Unterfangen. Genau an dieser Stelle setzt die Kompetenz von Ingenieur-Dienstleistern an. Die Brunel GmbH etwa verfügt über einen bundesweiten Pool von rund 2.000 Spezialisten verschiedener Fachrichtungen und ein internationales Netzwerk über 35 Länder. So kann ein vakanter Posten kurzfristig mit der passgenauen Fachkraft besetzt werden. Wie wichtig dieses Rekrutierungs-Know-how ist, zeigt eine aktuelle Lünendonk-Studie: Entscheidende Motive für die Auftraggeber sind demnach die Lieferfähigkeit und die Technologiekompetenz des Anbieters. Zugute kommt den Ingenieur-Dienstleistern dabei, dass gut ausgebildete Hochschulabsolventen zunehmend die Vorteile einer dortigen Tätigkeit erkennen: Als Berufseinsteiger können sie in recht kurzer Zeit fachübergreifendes Wissen sammeln und viele Kundenprojekte kennenlernen – eine dreifache „Win-Situation“. Mehr und mehr werden zudem die Möglichkeiten des Recruitment Process Outsourcing genutzt, bei dem ein Unternehmen die Personalsuche, auch jene für die Stammbelegschaft, in externe Hände legt.

Schnellere Zyklen, mehr Druck

Die zweite Triebfeder für den Trend zur externen Unterstützung ist der Flexibilisierungsdruck. Ein Spannungsfeld aus immer schnelleren Produktzyklen, Wettbewerb und Innovationsdruck stellt die Industrie vor Herausforderungen. Fast nirgendwo wird dies so deutlich wie im Automobilsektor, dem hierzulande größten Auftraggeber für Anbieter von Engineering Services. Hersteller und Zulieferer liegen im Wettrennen um Neuheiten hinsichtlich Sicherheit, Komfort und der Frage nach alternativen Antrieben. Zwar sind die Zahlen zu Produktion, Export und Umsatz noch auf Vorkrisenniveau oder darüber, doch die Firmen sind vorsichtig mit Festeinstellungen. Beim Spagat, sowohl strategisch zu planen als auch kurzfristig auf Marktveränderungen reagieren zu können, sind Ingenieur-Dienstleistungen eine wichtige Säule des Personalmanagements. Für den gehobenen Mittelstand sowie Konzerne gehört die Zusammenarbeit mit externen Partnern deshalb zur Unternehmensstrategie. Die Lünendonk-Studie zeigt, dass die Unternehmen durchschnittlich mit sechs Anbietern zusammenarbeiten und dass das mittlere Budget von Firmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern bei 11,6 Millionen Euro liegt. Kleinere Betriebe lassen die Potenziale hingegen zum Teil noch ungenutzt.

Ingenieur-Dienstleister, die in der Lage sind, auch in Zeiten des Fachkräftemangels Spezialisten bereit zu stellen, profitieren von dieser Nachfrage. Die 33 deutschen Brunel Standorte haben beispielsweise im ersten Halbjahr 2011 ihren Umsatz um 43 Prozent auf 71,9 Millionen Euro gesteigert; die Kundenaufträge sind um rund 50 Prozent gestiegen. Das Unternehmen unterstützt Kunden technischer Branchen bei Entwicklung und Konstruktion, im Prototyping und Testing sowie im administrativen Bereich und Management Support.

In der flexibilisierten Arbeitswelt heben sich zudem jene Dienstleister ab, die den Kunden ein individuelles Leistungsspektrum und spezialisierte Entwicklungseinrichtungen bieten. Ein typisches Beispiel dafür ist Brunel Car Synergies. Das Bochumer Prüflabor befasst sich mit Funktions- und Lebensdauertests an Komponenten und Systemen. Für Continental wurde etwa die Lebensdauer von Luftfederungen auf servohydraulischen Prüfständen mit Temperaturkammern simuliert. Über einen Zeitraum von jeweils 250 Stunden und unter Temperaturschwankungen von -30º bis +65º Celsius wurden die Luftfedern realitätsgetreu belastet. Zunehmend nutzen auch andere Branchen die Synergien der insgesamt 70 Prüfanlagen bei Car Synergies. Im Auftrag der Stromag WEP führten die Bochumer beispielsweise ein Testverfahren an einer Scheibenbremse für Windkraftanlagen durch. Verschiedene Bremsbeläge und ihre Reibabnutzung sowie ein möglichst lautloser Betrieb der Azimut-Bremse standen dabei im Fokus. Auf Basis der Erkenntnisse entschied sich der Kunde, die Bremse mit einem neuen Reibbelag auf den Markt zu bringen.

Das Entwicklungszentrum Brunel Communications in Hildesheim hingegen ist spezialisiert auf Embedded Systems und war jüngst an der Elektronikentwicklung eines Testgeräts für einen Medizinprodukte-Hersteller beteiligt. Es analysiert die Belastung einer Blutprobe mit HI-Viren in nur etwa 60 Minuten. Die in Rostock ansässige Brunel Transport & Energy realisiert Ingenieurleistungen für Projekte mit den Schwerpunkten Anlagenbau, Maritime, Offshore und Stahlbau.

Aktuelle Prognosen zeigen, dass die externe Engineering-Unterstützung zunehmen wird: 51,3 Prozent der von Lünendonk befragten Unternehmen rechnen mit einem steigenden Bedarf, vor allem bei Simulation, Systemintegration sowie Design und Konzeption. ms

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