Energiemanagementsystem

Energiekosten verringern

Unterstützt durch Beratungsleistungen der Siemens-Division Building Technologies hat der Zuckerhersteller Suiker Unie an seinem deutschen Standort Anklam ein umfassendes Energiemanagementsystem eingeführt.

Unterstützt durch Beratungsleistungen der Siemens-Division Building Technologies hat der niederländische Zuckerhersteller Suiker Unie am Standort Anklam ein umfassendes Energiemanagementsystem eingeführt.

In der Zuckerfabrik Anklam, die heute zur niederländischen Unternehmensgruppe Suiker Unie gehört, werden pro Jahr 1,3 Millionen Tonnen Zuckerrüben zu Zucker, Bioethanol, Biomethan und Tierfutter verarbeitet - ein energieintensives Geschäft. So hat das Thema Energiekosteneinsparung für den Zuckerhersteller Suiker Unie eine besonders hohe Bedeutung.
Ziel des seit 2013 aktiven Energiemanagementsystems ist es, ungenutzte Energieeffizienzpotenziale zu erschließen, Energiekosten zu verringern und Treibhausgase zu reduzieren. Das Energiemanagement wurde nach der ISO 50001 Norm umgesetzt. Typischerweise wird so ein Managementsystem in mehreren Schritten eingeführt. In einem ersten Schritt überprüften die Siemens-Energieexperten die bestehenden Systemstrukturen und vereinbarten mit Suiker Unie einen Zeit- und Arbeitsplan für die Einführung des neuen Systems. Unter der Vorgabe, den Energiebedarf im Betrieb fortlaufend zu senken, erfolgte dann eine technische Analyse, deren Ergebnisse in einen Energiebericht mündeten.

Emissionshandel in der Zuckerproduktion

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Suiker Unie vertraut bereits seit Jahren auf die Beratungsleistungen der Abteilung für Energie- und Klimaschutzberatung von Siemens Building Technologies rund um Energiethemen. Die Partnerschaft begann 2007 im Rahmen des Europäischen Emissionshandels und führte mit den Jahren zur Erweiterung des Beratungsspektrums auf die Themen Biogas, Energieeinkauf, Energiemanagement und Energieeinsparmöglichkeiten.

Im Rahmen des Emissionshandels unterstützt Siemens den Zuckerhersteller bei allen operativen und strategischen Aufgaben. Es gilt dabei beispielsweise, die CO2-Zertifikate zu beantragen, die voraussichtlichen Zuteilungsmengen zu prognostizieren, Überwachungspläne zu erstellen, jährliche Emissionsberichte und Mitteilungen zum Betrieb zu verfassen und die Verifizierung dieser Berichte zu begleiten.

Zertifikat für Nachhaltigkeit

Aus den Zuckerrüben, die Suiker Unie aus der Region bezieht, produziert das Unternehmen nicht nur Zucker. Es nutzt darüber hinaus auch die bei der Produktion entstehende Biomasse, um Bioethanol und -methan zu produzieren. Die Biokraftstoff- und Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung für die Vermarktung von Bioethanol und Biomethan erfordert seit 2011 die Vorlage eines Zertifikats. Siemens unterstützte Suiker Unie rund um diese Zertifizierung nach dem Zertifizierungssystem REDcert, beispielsweise bei der Berechnung der Treibhausgasemissionen, dem Risikomanagement oder den erforderlichen Prozessdokumentationen.

Bessere Bedingungen beim Energiebezug

Ein nicht zu unterschätzendes Potenzial, um Energiekosten zu senken, liegt beim Energieeinkauf. Mit der Unterstützung von Siemens konnte detailliert prognostiziert werden, wie sich der zukünftige Energiebedarf entwickelt. Dazu wurden bestehende Lieferverträge und ihre historischen Bezugsmengen sowie geplante Betriebsänderungen und externe Einflussfaktoren analysiert. Die Ergebnisse der Prognose und Analyse dienten Suiker Unie, um alternative Einkaufsmöglichkeiten zu diskutieren und ein neues Modell für den Energiebezug zu beschließen. Im Vordergrund stand dabei, ein wettbewerbsfähiges Preisniveau sicherzustellen und Beschaffungsmarktrisiken zu verringern. Die bestehenden Verträge mit Energielieferanten wurden erfolgreich in das neue Modell überführt.

Für Suiker Unie bietet das umfangreiche Beratungs- und Nachhaltigkeitsangebot der Siemens-Division Building Technologies eine sichere Möglichkeit, Energieeinsatz und Energiekosten kontinuierlich zu reduzieren sowie die energierechtlichen Anforderungen kompetent und zuverlässig zu erfüllen. kf

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