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Schweißer-SchutzkleidungVor Ort statt grüner Tisch

Lederschürze, Schutzbrille und langstulpige Handschuhe sind ein gesunder Anfang, wenn es um Arbeitskleidung für Schweißer geht. Damit aber alles auch sein gutes Ende findet, gilt für Schweißerschutzkleidung ein klares Prinzip: Die Tätigkeit definiert den Schutzumfang. Bei der Suche nach der richtigen Schutzkleidung findet der Anwender bei Fullservice- Anbieter Mewa aktive Unterstützung.

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Schweißer-Schutzkleidung: Vor Ort statt  grüner Tisch

Wenn bei Silvia Mertens eine Kundenanfrage zum Thema Schutzkleidung eingeht, dann tut sie vieles, aber eines ganz bestimmt nicht: Diese Anforderung einfach ausführen. Denn als Leiterin der Abteilung Produktentwicklung bei Mewa weiß sie sehr genau: „Niemand kann vom grünen Tisch aus sagen, welche Kleidung an welchem Arbeitsplatz den richtigen Schutz bietet.“

Durch seine jahrelangen Forschungen und ständigen Neuentwicklungen auf dem Gebiet der professionellen Schutzkleidung kann der europaweit tätige Textildienstleister ein umfassendes Know-how in diesem Bereich vorweisen. Die Fachleute von Mewa sehen sich daher den Kundenbedarf vor Ort genau an, bevor sie gemeinsam mit dem Auftraggeber eine bestimmte Ausstattung festlegen.

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Dabei ist die Voraussetzung für die bestmögliche Sicherheit des Werkers immer die Analyse des Risikos durch eine exakte Beurteilung der Gefährdungen am Arbeitsplatz durch den Arbeitgeber. Das gilt auch für den Schweißertisch. „Ein wichtiges Kriterium für die Ausstattung des Mitarbeiters mit PSA (Persönliche Schutzausrüstung, Anm. d. Red.) ist die Frage, wie häufig er Schweißarbeiten durchführt und wie lange diese Schweißvorgänge dauern“, erklärt Silvia Mertens. „Wer regelmäßig einen Großteil seines Arbeitstages mit einem Schweißgerät in der Hand verbringt, benötigt eine andere Ausstattung als ein Mitarbeiter, der nur ab und an eine Schweißnaht schließt.“

Doch woran erkennt man letztlich, ob eine Schweißerschutzkleidung zum gelegentlichen, häufigeren oder eben permanenten Schweißen eingesetzt werden kann? Eine erste Orientierung bieten hier zwei internationale Normen und ihre Leistungsstufen: Die ISO 11611 - Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren kennt zunächst zwei Klassen. Die Klasse 1 ist die niedrigere Stufe, die Klasse 2 die höhere Stufe. Die Norm ISO 11612 - Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen beschreibt dann unter dem Codebuchstaben E die drei Leistungsstufen E1, E2 und E3 genauer. Übergreifend gilt: Schutzkleidung, die nach diesen Normen zertifiziert ist, eignet sich grundsätzlich für Schweißarbeiten.

Häufig oder gelegentlich?

Wer allerdings häufiger schweißt, sollte sich nach Meinung von Produktentwicklerin Silvia Mertens zusätzlich stärker an der ISO 11612 orientieren – obwohl hier im Titel das Wort Schweißerschutz gar nicht auftaucht: „Die ISO 11611 heißt zwar ‚Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren’, beschreibt aber Schutzkleidung, die sich nur für gelegentlich durchgeführte Schweißarbeiten eignet.“

Grundsätzlich ist im Augen zu behalten: Je größer das Risiko am Arbeitsplatz, desto höher sollte der Schutzfaktor des Gewebes sein, aus dem die Arbeitskleidung besteht. Früher war dies nur über die Gewebedicke zu realisieren. Es galt das Motto „Je stärker, umso besser“. Das bedeutete jedoch, dass in Relation zur Höhe des Schutzfaktors der Tragekomfort der Kleidung deutlich abnahm. Hitze- und Schutzkleidung war meist schwer, sehr steif und recht unbequem.

Bereits vor einigen Jahren begann man deshalb im Hause Mewa neue Fasermischungen zu testen. Das Ergebnis sind deutlich leichtere und weichere Gewebearten, aus denen sich Schutzausrüstungen herstellen lassen, die weitaus bequemer sind als die marktübliche Kleidung. Silvia Mertens nennt dazu einen konkreten Fall: „Zu Beginn des Jahres führten wir zum Beispiel unsere neue Kollektion Twinstar Protect Ultra ein. Sie besteht aus einem sehr innovativen Gewebe.“ Die Kleidung ist besonders hart im Nehmen. Dennoch besteht sie aus einem weichen Material und fühlt sich angenehm an. Sie schützt an Arbeitsplätzen, an denen häufiger geschweißt werden muss, sowie auch gegen die thermischen Gefahren eines Lichtbogens gemäß der EN 61482-1-2 Prüfklasse 2. Darüber hinaus bietet sie elektrostatische, ableitfähige Eigenschaften.

Wartung und Wäsche

Schweißerschutzkleidung ist im betrieblichen Alltag vielfältigen belastungen ausgesetzt. Die professionelle Wartung der Schutzkleidung nach der Pflege gehört daher ebenfalls zum Angebot des Fullservice-Dienstleisters. Damit die Sicherheitseigenschaften der Schutzkleidung dabei aber auch dauerhaft und nachhaltig erhalten bleiben, wird bei Mewa die getragene Kleidung im vertraglich vereinbarten Rhythmus abgeholt, gewaschen, auf ihre Qualität kontrolliert und wieder zum Kunden geliefert. Das Unternehmen garantiert eine professionelle Pflege und sorgt dafür, dass die Kleidung sachgemäß behandelt wird. Das bedeutet vor allem, dass die Schutzleistung auch nach dem Waschen dem Stand der Technik entspricht.

Dienstleister Mewa – gegründet bereits 1908 – gilt heute als führender Anbieter im Segment Textil-Management. Im Oktober vergangenen Jahres erhielt es von renommierten Markenexperten die Auszeichnung Marke des Jahrhunderts. Das Unternehmen ist von 41 Standorten aus in ganz Eruopa tätig und organisiert für seine Kunden die Versorgung mit Betriebstextilien. Das sind neben der Berufs- und Schutzkleidung auch textile Putztücher sowie Ölauffang- und Fußmatten, ergänzt durch Artikel für den Arbeitsschutz und technischen Bedarf. 3.900 Mitarbeiter betreuen rund 145.000 Kunden aus Industrie, Handel, Handwerk und Gastronomie. Im Jahr 2009 wurde ein Umsatz von 426 Millionen Euro erzielt.

Übrigens: Schutzkleidung einfach in der heimischen Waschmaschine oder gar nur per Handwäsche zu „reinigen“, ist grundsätzlich nicht wirklich ratsam. Silvia Mertens warnt: „Schmutz kann brennbar sein. Wenn nicht alle Verschmutzungen aus der Kleidung entfernt werden, stellen sie bei Hitze- und Flammschutzkleidung ein Sicherheitsrisiko dar.“ ms

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